Sous-Bois
sur un poème de Philippe Gille
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Max d' Ollone
Sous-Bois
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Sous-Bois

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Beschreibung:

  • Seiten: 16
  • Erschienen: 12.01.2015
  • Dauer: 4:00
  • Maße: 210 x 297 mm
  • Gewicht: 65 g
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Romantik)
  • Begleitung: Ensemble
  • ISMN: 9790231806366
Sous-Bois (Unterholz) ist kein isoliertes Werk in Max d'Ollones Inszenierung, sondern gehört zusammen mit L'Été, Hymne und Dans la tempête zu einer Reihe von vier Chören, die im Zusammenhang mit dem Wettbewerb um den Prix de Rome entstanden sind. Er wurde 1803 ins Leben gerufen und nach den Ereignissen im Mai 1968 aufgehoben. Er war mehr als anderthalb Jahrhunderte lang die begehrteste französische Auszeichnung für Musikkomposition gewesen. Er wurde vom Institut de France organisiert und sicherte seinen Preisträgern, wenn nicht die Gewissheit einer einfachen zukünftigen Karriere, so doch zumindest einen wichtigen Zugang zur künstlerischen Welt und einen mehrjährigen Aufenthalt in Italien in der prestigeträchtigen Villa Medici. Tatsächlich widerstanden nur wenige der Anziehungskraft dieses Preises, der die Krönung eines langjährigen Studiums sein könnte. Selbst die fortschrittlichsten Vertreter der französischen Kunst wie Berlioz, Debussy oder Ravel waren bestrebt, die eher konservativen Erwartungen der Académie des beaux-arts zu erfüllen. Ab 1894 nahm d'Ollone an dem Wettbewerb teil. Die erste Runde war eine Ausscheidungsrunde, in der die Kandidaten innerhalb einer Woche eine Fuge und einen Chor mit Orchesterbegleitung über ein vorgegebenes Gedicht komponieren sollten. Die zweite Runde bestand in der Komposition einer großen Kantate für drei Solostimmen, wie Frédégonde, mit der er den bedeutenden Ersten Großen Preis gewann.
Das am 12. Mai 1897 für seine vierte und letzte Teilnahme am Prix de Rome vollendete Sous-Bois zählt nicht zu den repräsentativsten und fortschrittlichsten Werken von d'Ollone. Es handelt sich um ein frühes Werk, das für einen Wettbewerb geschrieben wurde, der mehrere Anforderungen an den Musiker erfüllen sollte. Zwischen dem eher normalen Einfluss von Jules Massenet, dem Respekt vor einer gewissen akademischen Tradition der Eleganz und Klarheit und der reinen technischen Darbietung findet sich jedoch der Ausdruck einer echten Sensibilität. Wie könnte man nicht das empfindliche Gleichgewicht bewundern, das zwischen der reichhaltigen Begleitung und der scheinbaren Einfachheit des Chorgesangs erreicht wurde? Getreu dem Geist des Gedichts von Philippe Gille gelingt es dem Komponisten mit einer natürlichen, fast sinnlichen Frische, seine Beherrschung von Form und Farben, von Harmonie und Couterpoint in einem homogenen Ganzen mit einer für einen so jungen Musiker seltenen Selbstsicherheit zu zeigen. Tief verwurzelt im Erbe des französischen 19. Jahrhunderts zu einer Zeit, in der die Musiker neue Horizonte erkundeten, zeigt Sous-Bois die besondere Ästhetik, die so typisch für die Werke des Prix de Rome ist. Lange Zeit als bloße, zutiefst veraltete Stilübungen kritisiert, bergen sie dennoch Schönheiten, die man wiederentdecken sollte.

(Übersetzung Philippe Do)

Details: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, Pauken, Streicher