Fantasie
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Friedrich Kühnel
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Beschreibung:

  • Seiten: 20
  • Erschienen: 01.01.2025
  • Gewicht: 90 g
  • ISBN: 9782898524011
Sigismund Thalberg (1812-1871) war einer der bedeutendsten Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts und wurde damals als ebenbürtig mit Franz Liszt angesehen. Wie Liszt schuf er viele Opernparaphrasen und -fantasien, in denen er seine eigenen pianistischen Fähigkeiten zur Schau stellte. Die Komposition Erinnerungen an die Straniera nach Thalberg von Kühnel könnte als die zweite Version einer solchen Umarbeitung der ursprünglichen Oper La straniera von Vincenzo Bellini (1801-1835) angesehen werden, bei der die Themen der Oper in ein virtuoses instrumentales Solostück verwandelt wurden. Die erste Fassung war Thalbergs Fantaisie sur des motifs de l'opéra La straniera de Bellini, op. 9. Kühnels Werk ist ein hervorragendes Beispiel für einen gelungenen musikalischen Recycling-Prozess. Es adaptiert Thalbergs Ideen und überträgt sie, wo immer möglich, auf die Gitarre. Wo dies nicht möglich ist, komponiert Kühnel eigene Passagen, die die musikalischen Emotionen, die vermittelt werden sollen, nachahmen. Kühnel arrangiert Thalbergs virtuoses Stück auf exquisite und elegante Weise für Gitarre, er muss ein Experte im Spielen und Arrangieren für dieses Instrument gewesen sein. Das Ergebnis seines Könnens ist eine hochmoderne Komposition von höchster Schwierigkeit und Dichte, die die Qualität ursprünglicher romantischer Meisterwerke für Gitarre, z.B. von Regondi oder Mertz, erreicht. Interessant ist die Datumsangabe am Ende der Partitur, der 11. Mai 1874, also mehr als 30 Jahre nach dem Konzertbericht, in dem Kühnel dieses Werk in Prag aufführte. Was hat ihn oder irgendjemanden dazu bewogen, ein Stück so viele Jahre nach seiner Aufführung niederzuschreiben oder zu transkribieren? Niemand kann das mit Sicherheit sagen, aber wir wissen, dass der große Pianist Sigismund Thalberg am 27. April 1871 verstorben ist - drei Jahre vor dem im Autograph angegebenen Datum.