Raoul Lay
Cent'Anni
für Mandoline und Gitarre
Raoul Lay
Cent'Anni
für Mandoline und Gitarre
- Besetzung Mandoline und Gitarre
- Komponist Raoul Lay
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Klavierpartitur und Stimme(n)
- Verlag Les Productions d'Oz
- Bestell-Nr. DOZ4612
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Beschreibung:
Cent’anni hat seinen Ursprung in Francis Ford Coppolas Film "Der Pate" aus dem Jahr 1972, der die Odyssee einer italienisch-amerikanischen Familie in den Vereinigten Staaten erzählt. Da der Regisseur nur wenig Italienisch sprach, verwandelte er den Ausdruck "Cento qui questi giorni" ("Mögest du hundert Tage so glücklich wie diesen haben"), der in Italien traditionell an Geburtstagen verwendet wird, in "Cent’anni". Unerwarteterweise war es gerade dieser zweite Ausdruck, der sich in der italienisch-amerikanischen Diaspora durchsetzen konnte – sowohl im Kino als auch in der organisierten Kriminalität.
Da ich selbst in der italienischen Gemeinschaft in Frankreich aufgewachsen bin und von Kindheit an in ein künstlerisches, aber auch etwas kriminelles Milieu eingetaucht war – Onkel und Cousins, nicht unähnlich denen, die in "Der Pate" dargestellt werden –, wollte ich auf meine eigene Weise diesen kuriosen Raum zwischen Wurzeln, Fantasie, Tragödie und Familie erneut erkunden.
1. Cent’anni
Der erste Satz ist als Thema mit Variationen konzipiert. Er schichtet drei Melodielinien, die sich um eine Dur-Moll-Ambiguität drehen und an die östlichen Melismen erinnern, die tief in jeder mediterranen Klagelied verborgen sind. Nach der Präsentation des Themas in seinen drei Ausprägungen führen die Variationen die Mandoline zu einer ungewöhnlichen Darbietung von Virtuosität, die im abschließenden Accelerando gipfelt.
2. Lacrimae
Als sehr langsame Entfaltung zweier sich um sich selbst windender Themen beschwört "Lacrimae" die Vorstellung eines abgrundtiefen Falls herauf, der niemals ein Ende findet. Völlig chromatisch, die Grenzen der Klageliedform bis an die äußersten Grenzen ihrer Möglichkeiten ausdehnend, verleiht es der Mandoline die Kraft einer Geige und die Anmut einer lyrischen Stimme.
3. Ritmico
Jazzig und in abwechselnde Szenen gegliedert, ganz wie ein Actionfilm, treibt "Ritmico" die Mandoline und ihre begleitenden Gäste mit der Geschwindigkeit von Steve McQueen in "Bullitt" voran. Dies ist eine explizite Anspielung auf den Auftraggeber des Werks, den außergewöhnlichen Vincent Beer-Demander, und auf dessen Verbindung zu Lalo Schifrin.
Das gesamte Werk dauert etwa 18 Minuten.
Da ich selbst in der italienischen Gemeinschaft in Frankreich aufgewachsen bin und von Kindheit an in ein künstlerisches, aber auch etwas kriminelles Milieu eingetaucht war – Onkel und Cousins, nicht unähnlich denen, die in "Der Pate" dargestellt werden –, wollte ich auf meine eigene Weise diesen kuriosen Raum zwischen Wurzeln, Fantasie, Tragödie und Familie erneut erkunden.
1. Cent’anni
Der erste Satz ist als Thema mit Variationen konzipiert. Er schichtet drei Melodielinien, die sich um eine Dur-Moll-Ambiguität drehen und an die östlichen Melismen erinnern, die tief in jeder mediterranen Klagelied verborgen sind. Nach der Präsentation des Themas in seinen drei Ausprägungen führen die Variationen die Mandoline zu einer ungewöhnlichen Darbietung von Virtuosität, die im abschließenden Accelerando gipfelt.
2. Lacrimae
Als sehr langsame Entfaltung zweier sich um sich selbst windender Themen beschwört "Lacrimae" die Vorstellung eines abgrundtiefen Falls herauf, der niemals ein Ende findet. Völlig chromatisch, die Grenzen der Klageliedform bis an die äußersten Grenzen ihrer Möglichkeiten ausdehnend, verleiht es der Mandoline die Kraft einer Geige und die Anmut einer lyrischen Stimme.
3. Ritmico
Jazzig und in abwechselnde Szenen gegliedert, ganz wie ein Actionfilm, treibt "Ritmico" die Mandoline und ihre begleitenden Gäste mit der Geschwindigkeit von Steve McQueen in "Bullitt" voran. Dies ist eine explizite Anspielung auf den Auftraggeber des Werks, den außergewöhnlichen Vincent Beer-Demander, und auf dessen Verbindung zu Lalo Schifrin.
Das gesamte Werk dauert etwa 18 Minuten.