12 kleine Tonstücke op. 43
zur Schulung von Blattspiel und zum musikalischen Vortrag
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Willy Hess
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Beschreibung:

  • Genre: Klassik
Heinrich Freiherr von Herzogenberg wurde am 10.6.1843 in Graz geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Wiener Konservatorium, wo er Schüler von F.O. Dessoff war. 1872 ging er nach Leipzig und war dort Mitbegründer des Bach-Vereins, den er auch zehn Jahre leitete, bis er 1885 an die Königl. Hochschule für Musik in Berlin als Kompositionslehrer und Nachfolger Friedrich Kiels berufen wurde. Dieses Amt übte er mit gesundheitlich bedingten Unterbrechungen bis kurz vor seinem Tode am 9.10.1900 in Wiesbaden aus. Bereits in der Wiener Zeit wurde Herzogenberg mit Johannes Brahms bekannt, eine Verbindung, die sich in der Folge immer mehr vertiefte und zu einer lebenslangen, herzlichen Freundschaft führte. Seine Frau Elisabeth (geb. von Stockhausen) war eine hervorragende Pianistin, die eine zeitlang auch Schülerin von Brahms war und in diesem sogar mehr als nur freundschaftliche Gefühle weckte. Verständlich, dass sich ein spürbarer Einfluss von Brahms auch in Herzogenbergs Werken findet, ein Umstand, der zu ihrem baldigen Vergessen beitrug. Herzogenbergs Schaffen umfasst mehr als einhundert Kompositionen, unter denen vor allem die Kammermusikwerke durch ihre formale und satztechnische Gestaltung aus der Vielzahl anderer Werke der Braamsnachfolge herausragen, auch wenn sie hinsichtlich ihrer musikalischen Erfindung nicht immer an die von Brahms heranreichen. Vor dem Hintergrund einer grenzenlosen Hochachtung des Komponisten vor Brahms nehmen die Variationen über ein Thema von Brahms für Klavier zu vier Händen op.23 eine besondere Stellung ein: Zweifellos ist hier die Verwendung der Opuszahl eine symbolhafte Anspielung Herzogenbergs auf das Werk gleicher Gattung mit derselben Opuszahl von Brahms. Mit der Übersendung seiner Komposition schreibt Herzogenberg am 1. August 1876 an Brahms: Sie erhalten hier, wie ich glaube, das erste Variationswerk über ein Brahmssches Thema Einmal im Leben der erste sein zu können, war sehr verlockend, abgesehen von dem herrlichen Thema, in welchem noch viel mehr Stoff zum Variieren liegt, als ich benutzt habe. Möge es Ihnen nicht ganz missfallen! Als Thema verwendet Herzogenberg aus dem Lieder-Zyklus op.7 die Nr. 5 Die Trauernde, ein Volkslied aus der Sammlung von Georg Scherer, Deutsche Volkslieder, 1851 (Mei Muater mag mi net) Bereits am 20. August antwortet Brahms in gewisser ironisch-hintergründiger Zurückhaltung: Es ist aber auch ein gar zu angenehmer Gedanke, mit seinem Lied einen anderen in so inniger Weise beschäftigt zu wissen verzeihen Sie also, wenn mein Dank früher anfangt, und mein Urteilen früher aufhört, als Sie es wünschen, und fügt noch einige Gedanken über die Variationsform im allgemeinen hinzu, in denen vielleicht auch kritischer Vorbehalt gegenüber Herzogenbergs Werk anklingt: ... dass ich wünschte, man unterschiede auf dem Titel Variationen und etwas anderes, etwa Phantasie- Variationen - oder wie man es denn sonst -fast alle neueren Variationswerke nennen wollte. Unsere Ausgabe gibt den Originaltext des Erstdrucks 1876, Leipzig, Rieter-Biedermaun wieder. Zu danken ist dem Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck, das bereitwillig eine Kopie dieser Ausgabe für die Neuveröffentlichung zur Verfügung stellte.