2 Mazurkas op. 31
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Wladyslaw Zelenski
2 Mazurkas op. 31

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Beschreibung:

  • Sprache: Englisch Polnisch
  • Seiten: 20
  • Erschienen: 01.01.2021
  • Maße: 235 x 305 mm
  • Opus: 31
  • ISMN: 9790274035068
Die Mazurken op. 31 gehören zu den relativ wenigen Kompositionen für Klavier von Władysław Żeleński, die nur etwa ein Dutzend Stücke umfassen - von Miniaturstücken bis hin zu großen Instrumentalwerken. Obwohl der Komponist selbst ein hervorragender Pianist war, wandte er sich von Anfang an der Kammermusik und insbesondere dem Kunstlied zu. Lieder waren für Żeleński das, was Mazurken für Fryderyk Chopin waren - eine Art musikalisches Tagebuch.
Władysław Żeleński hat die Werke des berühmtesten polnischen Pianisten oft aufgeführt; er war mit Chopins Schaffen vertraut und verstand seine Musik perfekt. Gleichzeitig war er ein Komponist mit einer eigenen, kraftvollen schöpferischen Stimme, der sich der Chopin'schen Nachfolge-Manie für Mazurken widersetzte. Seine Mazurken op. 31 folgen nicht der damals grassierenden Mode der Salonvirtuosität, die das Erbe Chopins trivialisiert. Sie stellen eine Synthese aus reifer und bewusster Rezeption von Chopins Werk und Vertrautheit mit authentischer traditioneller Musik dar.

Beide Mazurken entstanden in der "Warschauer" Periode in Władysław Żeleńskis Leben und beruflicher Laufbahn. Sie waren Sophie Menter gewidmet, einer bekannten deutschen Pianistin und Schülerin von Ferenc Liszt. Die erste der Mazurken in Moll beginnt mit einer geheimnisvollen, oneirischen Einleitung, auf die ein lyrischer, melancholischer Kujawiak folgt. Die anfänglich einfache Erzählung - Melodie mit Begleitung - entwickelt sich zu einer vielschichtigen Struktur, die es dem Komponisten ermöglicht, einen Höhepunkt zu schaffen, der jedoch so zart ist, dass er die intime Stimmung nicht stört. In dieser Mazurka gibt es weder Salonvirtuosität noch übertriebene Affektiertheit. Selbst die mittlere Episode ist trotz der Dur-Tonart und des lebhaften Charakters heiter und rührend sentimental. Im Schluss kehrt der Komponist zu den Motiven der Einleitung zurück, die allmählich ins Nichts verklingen.

Das zweite dieser Miniaturstücke ist von ganz anderem Charakter. Es beginnt mit einem fröhlichen, ausgelassenen Mazur, dessen Charakter durch Verdoppelungen in Terz und Oktave, eine quasi-polyphone Textur und unregelmäßige, schräg gesetzte Akzente geprägt ist. Eine kurze Brücke führt zu einem rhythmischen Abschnitt mit Quasi-Oberek-Charakter und einer regelmäßigen Akkordbegleitung. Im Kontrast zu dieser äußerst energischen Musik steht der Mittelteil, der von Einfachheit, Miniaturcharakter und sparsamen musikalischen Mitteln geprägt ist. Elemente des Kujawiak und des Oberek verflechten sich, und diese "Verschmelzung" ist nicht nur in den charakteristischen Rhythmen, sondern auch in der Struktur von Melodie und Begleitung zu hören. Eine ausdrucksstarke Erzählung eines persönlichen Charakters tritt in den Vordergrund, die lediglich durch subtil eingeführte Nebenstimmen "verschönert" wird. Nach diesem Moment der ausdrucksstarken Meditation nimmt Żeleński das muntere, spritzige Mazur wieder auf.

Im Gegensatz zu den Tendenzen zur virtuosen Zurschaustellung, die in der Zeit nach Chopin vorherrschten, stehen in den Kompositionen von Władysław Żeleński jene Idiome im Vordergrund, die Chopins Miniaturen so ausdrucksstark, faszinierend und tiefgründig machten, nämlich rubato, semplice und melancolico. Bei Żeleński - wie bei Chopin - sind Mazurken ein Mittel des persönlichen Ausdrucks, eine individuelle Äußerung, die stilistischen Konventionen unterliegt. Dank der Synthese von traditionellen Einflüssen und Chopins Vorbildern - wie nuancierte Tempi, motivische Wandelbarkeit, Miniaturform, Akzentverschiebungen und die Vermischung von Dur-Moll-Tonalität und modalen Skalen - überraschen die op. 31 Mazurkas überraschen durch ihre Spontaneität, Originalität und ihren tiefgründigen Ausdruck.
Grzegorz Mania

Softcover.