Guy Sacre
5 Préludes
Guy Sacre
5 Préludes
Beschreibung:
Ich habe diese Präludien für meinen Freund Charles Lavaud komponiert, der Mompou mit einer seltenen und bewegenden Komplizenschaft spielt. Es handelt sich keineswegs um eine Ergänzung - oder Variante oder Ausbesserung - meiner 24 Präludien, die bei Durand (1993) erschienen sind. Wie ihre Zahl - die seit Bach feststeht - sofort verrät, waren die 24 als eine erneute Huldigung der Göttin Tonalität gedacht, deren Altäre ich nie verlassen habe, egal was man von den Kräutern und Gewürzen hält, die ich darauf verbringe. Vielmehr können diese fünf neuen Präludien als das Echo meiner eigenen Verbundenheit mit Federico Mompou und seiner Musik gesehen werden, in der ich mich wie in einem Heimatland oder besser noch einer Familie wiedererkenne. Seine Musik und die von Milhaud haben die meine genährt, und der durchschnittliche Musikhörer wird das sofort spüren. Bei Milhaud fand ich die Bestätigung meines Gefühls, dass die tonale Harmonie noch farbenfroher ist, wenn sie mehrere Tonalitäten geschickt miteinander verbindet, während die atonale so grau wie Asche und so langweilig wie die Wüste ist. Was Mompou betrifft, so stützt er diese beiden anderen Gewissheiten: nichts singt wahrhaftiger, genauer als ein Kinderlied, und nichts ruft einen schärferen Alarm der Sinne hervor als die Kürze (ich habe nicht "Einfachheit" gesagt).
Dieser kleine Zyklus sollte in seiner Gesamtheit und in der angegebenen Reihenfolge gespielt werden. In Anspielung auf eines von Mompous Präludien habe ich einem meiner Stücke einen Titel in Klammern gegeben; von einem seiner Charmes habe ich diese beunruhigende Bezeichnung 'langsam, im Schein' entlehnt, die mir jetzt als Schlüssel zu einem Großteil der Musik - und der Menschen - erscheint, die ich liebe.
(Übersetzung John Tyler Tuttle)
Dieser kleine Zyklus sollte in seiner Gesamtheit und in der angegebenen Reihenfolge gespielt werden. In Anspielung auf eines von Mompous Präludien habe ich einem meiner Stücke einen Titel in Klammern gegeben; von einem seiner Charmes habe ich diese beunruhigende Bezeichnung 'langsam, im Schein' entlehnt, die mir jetzt als Schlüssel zu einem Großteil der Musik - und der Menschen - erscheint, die ich liebe.
(Übersetzung John Tyler Tuttle)