Anton Reicha
Fantaisie sur un seul accord
Anton Reicha
Fantaisie sur un seul accord
- Besetzung Klavier
- Komponist Anton Reicha
- Bearbeiter Michael Bulley
- Ausgabe Noten
- Verlag Symétrie
- Bestell-Nr. 9790231808179
Beschreibung:
Die vorliegende Ausgabe des um 1800 entstandenen Werkes Fantaisie sur un seul accord [Fantasie über einen einzigen Akkord] basiert auf den Manuskripten Ms 12063 und 2496 der Bibliothèque nationale de France. Bei letzterem handelt es sich um eine Sammlung von 24 Klavierstücken mit erläuterndem Text unter dem Titel Praktische Beispiele, von denen Fantaisie sur un seul accord die Nr. 4 ist.
Dieses Werk entstand zu einer Zeit, als Reicha mit neuen kompositorischen Ideen experimentierte. Die Praktischen Beispiele enthalten zum Beispiel ein Stück, das auf drei Notensystemen geschrieben ist, von denen jedes eine andere Taktart hat, sowie zwei Stücke, Nr. 6 und 12, in denen 12 der schwarzen Tasten einen Halbton tiefer gestimmt werden sollen, was eine neue Methode zur Wiederholung oder Überlagerung derselben Note ermöglicht. In Nr. 12 ist das untere Notensystem in F-Dur geschrieben und das obere Notensystem, das die veränderten Noten enthält, mit einer Tonartvorzeichnung von fünf Halbtönen, genau wie bei B-Dur oder gis-Moll, was aber in Wirklichkeit nur die Noten der C-Dur-Tonleiter ergibt.
Die Fantaisie sur un seul accord gehört zu diesen Experimenten. Während sich Reicha in Nr. 15 der Praktischen Beispiele und in der 13. seiner 36 Fugen von 1805 auf sieben Töne beschränkt, geht er hier viel weiter, indem er nur die drei Töne des Dreiklangs von E-Dur verwendet. In seinem Kommentar zu dem Werk erläutert Reicha seine Absichten im Detail: "In dieser Fantasie findet man keine Appoggiatura, keine gehaltene Note, keinen Effekt, der durch Tonartwechsel oder den Wechsel von Konsonanz und Dissonanz entsteht. Es gibt keine durchlaufende Note, nicht einmal einen konsonanten Übergang von Grundtönen. Und doch kann niemand die Vielfalt dieser Fantasie leugnen. Wie kommt das zustande? Ganz natürlich. Der Geist, der durch begrenzte Mittel eingeschränkt ist, sucht (und findet) Lösungen, die er sonst nie in Betracht gezogen hätte, und so wird sein Ziel erreicht. Das Üben solcher Übungen, um mit begrenzten Mitteln dasselbe Ziel zu erreichen, bringt dem Komponisten große Vorteile, denn er wird sich dadurch der Möglichkeiten bewusster, an die er vielleicht nicht gedacht hätte."
Dieses Werk entstand zu einer Zeit, als Reicha mit neuen kompositorischen Ideen experimentierte. Die Praktischen Beispiele enthalten zum Beispiel ein Stück, das auf drei Notensystemen geschrieben ist, von denen jedes eine andere Taktart hat, sowie zwei Stücke, Nr. 6 und 12, in denen 12 der schwarzen Tasten einen Halbton tiefer gestimmt werden sollen, was eine neue Methode zur Wiederholung oder Überlagerung derselben Note ermöglicht. In Nr. 12 ist das untere Notensystem in F-Dur geschrieben und das obere Notensystem, das die veränderten Noten enthält, mit einer Tonartvorzeichnung von fünf Halbtönen, genau wie bei B-Dur oder gis-Moll, was aber in Wirklichkeit nur die Noten der C-Dur-Tonleiter ergibt.
Die Fantaisie sur un seul accord gehört zu diesen Experimenten. Während sich Reicha in Nr. 15 der Praktischen Beispiele und in der 13. seiner 36 Fugen von 1805 auf sieben Töne beschränkt, geht er hier viel weiter, indem er nur die drei Töne des Dreiklangs von E-Dur verwendet. In seinem Kommentar zu dem Werk erläutert Reicha seine Absichten im Detail: "In dieser Fantasie findet man keine Appoggiatura, keine gehaltene Note, keinen Effekt, der durch Tonartwechsel oder den Wechsel von Konsonanz und Dissonanz entsteht. Es gibt keine durchlaufende Note, nicht einmal einen konsonanten Übergang von Grundtönen. Und doch kann niemand die Vielfalt dieser Fantasie leugnen. Wie kommt das zustande? Ganz natürlich. Der Geist, der durch begrenzte Mittel eingeschränkt ist, sucht (und findet) Lösungen, die er sonst nie in Betracht gezogen hätte, und so wird sein Ziel erreicht. Das Üben solcher Übungen, um mit begrenzten Mitteln dasselbe Ziel zu erreichen, bringt dem Komponisten große Vorteile, denn er wird sich dadurch der Möglichkeiten bewusster, an die er vielleicht nicht gedacht hätte."