Anton Reicha
Harmonie
Anton Reicha
Harmonie
- Besetzung Klavier
- Komponist Anton Reicha
- Bearbeiter Michael Bulley
- Ausgabe Noten
- Verlag Symétrie
- Bestell-Nr. 9790231807837
Beschreibung:
Die vorliegende Ausgabe des um 1800 entstandenen Werkes Harmonie basiert auf den Manuskripten Ms 12068 und 2496 der Bibliothèque nationale de France. Bei letzterem handelt es sich um eine Sammlung von 24 Klavierstücken mit erläuterndem Text unter dem Titel Practische Beispiele, von denen Harmonie die Nr. 20 ist.
Dieses Werk entstand zu einer Zeit, als Reicha mit neuen kompositorischen Ideen experimentierte. Die Praktischen Beispiele enthalten zum Beispiel eine Fantasie, die nur die drei Töne des E-Dur-Dreiklangs verwendet, sowie zwei Stücke, Nr. 6 und 12, in denen 12 der schwarzen Tasten einen Halbton tiefer gestimmt werden sollen, was eine neue Methode der Wiederholung oder Überlagerung derselben Note ermöglicht. In Nr. 12 ist das untere Notensystem in F-Dur geschrieben und das obere Notensystem, das die veränderten Noten enthält, mit einer Tonartvorzeichnung von fünf Halbtönen, genau wie bei B-Dur oder gis-Moll, die aber in Wirklichkeit nur die Noten der C-Dur-Tonleiter ergeben.
Harmonie gehört zu diesen Experimenten. Ihre Form ist die von Thema und Variationen, aber in diesem Fall liegt keine Melodie zugrunde, sondern eine harmonische Sequenz, daher auch der Titel. Das Werk beginnt also mit einer Folge von 16 Akkorden, die in A-Dur beginnt und endet und 13 verschiedene Harmonien enthält. Es folgen sechs Fantasien, die alle auf der gleichen Harmoniefolge basieren. In seinem Kommentar zu dem Werk schreibt Reicha: "Diese Harmoniefolge wird sechsmal wiederholt, und zwar sechsmal mit einem neuen Interesse. Diese Art der Wiederholung bietet eine neue Form der Komposition, die zumindest bewundernswerter und ernster ist und dem Intellekt mehr bietet als die banalen, uninspirierten Stücke, die heutzutage als Variationen durchgehen, deren Stil, von einem Stück zum anderen kopiert, nur den Kleingeistern gefallen kann."
Besonders bemerkenswert ist die fünfte Fantasie, die ohne Taktstriche und mit unregelmäßigen Rhythmen geschrieben ist, ein Kompositionsstil, der an die ungemessenen Präludien französischer Komponisten wie Louis Couperin oder vielleicht noch mehr an die freien Fantasien von Carl Philipp Emanuel Bach erinnern mag.
Dieses Werk entstand zu einer Zeit, als Reicha mit neuen kompositorischen Ideen experimentierte. Die Praktischen Beispiele enthalten zum Beispiel eine Fantasie, die nur die drei Töne des E-Dur-Dreiklangs verwendet, sowie zwei Stücke, Nr. 6 und 12, in denen 12 der schwarzen Tasten einen Halbton tiefer gestimmt werden sollen, was eine neue Methode der Wiederholung oder Überlagerung derselben Note ermöglicht. In Nr. 12 ist das untere Notensystem in F-Dur geschrieben und das obere Notensystem, das die veränderten Noten enthält, mit einer Tonartvorzeichnung von fünf Halbtönen, genau wie bei B-Dur oder gis-Moll, die aber in Wirklichkeit nur die Noten der C-Dur-Tonleiter ergeben.
Harmonie gehört zu diesen Experimenten. Ihre Form ist die von Thema und Variationen, aber in diesem Fall liegt keine Melodie zugrunde, sondern eine harmonische Sequenz, daher auch der Titel. Das Werk beginnt also mit einer Folge von 16 Akkorden, die in A-Dur beginnt und endet und 13 verschiedene Harmonien enthält. Es folgen sechs Fantasien, die alle auf der gleichen Harmoniefolge basieren. In seinem Kommentar zu dem Werk schreibt Reicha: "Diese Harmoniefolge wird sechsmal wiederholt, und zwar sechsmal mit einem neuen Interesse. Diese Art der Wiederholung bietet eine neue Form der Komposition, die zumindest bewundernswerter und ernster ist und dem Intellekt mehr bietet als die banalen, uninspirierten Stücke, die heutzutage als Variationen durchgehen, deren Stil, von einem Stück zum anderen kopiert, nur den Kleingeistern gefallen kann."
Besonders bemerkenswert ist die fünfte Fantasie, die ohne Taktstriche und mit unregelmäßigen Rhythmen geschrieben ist, ein Kompositionsstil, der an die ungemessenen Präludien französischer Komponisten wie Louis Couperin oder vielleicht noch mehr an die freien Fantasien von Carl Philipp Emanuel Bach erinnern mag.