Karol Kurpinski
Potpourri or variations
zu verschiedenen nationalen Themen
Karol Kurpinski
Potpourri or variations
zu verschiedenen nationalen Themen
- Besetzung Klavier
- Komponist Karol Kurpinski
- Ausgabe Noten
- Verlag PWM Edition
- Bestell-Nr. PWM12844
Beschreibung:
Potpourri oder Variationen über verschiedene nationale Themen wurde für den 7-jährigen Józef Krogulski komponiert, einen hervorragenden polnischen Pianisten, der im Alter von 27 Jahren vorzeitig starb. Das Werk wurde zum ersten Mal 1813 und dann 1825 in Warschau in der Druckerei von Antoni Brzezina veröffentlicht. Unter dem französischen Wort Potpourri versteht man ein leichtes musikalisches Werk, das aus Motiven besteht, die aus verschiedenen Quellen stammen. Karol Kurpiński, der Komponist des späten Klassizismus und der frühen Romantik, verband klassische Formstrukturen und Ausdrucksmittel mit Elementen der polnischen Musikfolklore. In der Kunst von Kurpiński dominieren die Tanzformen (hauptsächlich Polonaisen). Der Komponist war bestrebt, die nationalen Merkmale der polnischen Musik des frühen 19. Jahrhunderts in seinem Werk zu bewahren. Ihm gelang es, einfache, schöne und eingängige Melodien zu komponieren, die sich auf Volkslieder bezogen. Es sollte uns nicht überraschen, dass nationale Melodien auch in den Klavierstücken des Künstlers zu finden sind. Neben seiner Tätigkeit als Komponist war Kurpiński auch ein beliebter Dirigent, er leitete fast alle Konzerte in der Hauptstadt, so auch die Uraufführung des Klavierkonzerts in f-Moll von Fryderyk Chopin am 17. März 1830 mit dem Komponisten selbst als Solist. In seinem Potpourri schöpft Kurpiński fast alle Möglichkeiten des Klaviers in Bezug auf Virtuosität aus. Es gibt verschiedene Passagen sowie Oktaven, Akkorde, Tremolo, Sekunden und Terzen, chromatische Kadenzen, punktierte Rhythmen, Appoggiatura, Arpeggio, Sequenzen von doppelten Tritonen, versteckte Melodie in Sechzehnteltriolen. Wir wollen gar nicht erst versuchen zu erraten, wie begabt und geschickt der siebenjährige Józef Krogulski sein musste, wenn Kurpińskis Werk für viele professionelle Pianisten eine Herausforderung sein konnte. Nach dem einleitenden Poco adagio, das sogleich mit virtuosen Elementen gefüllt ist, folgt die Dumka. Die Bezüge zu diesem ukrainischen mehrstrophigen Lied in Form einer Ballade mit rührseligem Charakter, in dem oft das Bedauern über den Verlust einer Person oder die Sehnsucht nach einem Ort oder einem Ereignis zum Ausdruck kommt, finden sich in der Musik vieler Komponisten des 19. Jahrhunderts zu finden. So zum Beispiel bei Fryderyk Chopin in dem Lied Dwojaki koniec für Gesang und Klavier, op. 74 Nr. 11 (1845). In Kurpińskis Stück führt die ruhig entwickelte Melodie der Dumka in den variationsartigen Fragmenten zum Höhepunkt und wird dann zu Alla polacca. Im Potpourri ist, ähnlich wie in anderen Werken des Komponisten, seine Vorliebe für Polonäsen spürbar: Alla polacca ist das längste Fragment des Werkes, in dem Kurpiński seine melodische Schaffenskraft zeigt. Nach einer Polonaise folgt eine kurze Krakowiak, die den Hörer auf eine virtuose Mazur vorbereitet, die das Werk dank zahlreicher Passagen in D-Dur, die fast die gesamte Tastatur einnehmen, triumphal beendet.
Softcover.
Softcover.