Leo Weiner
Scherzo op. 1
für Klavierduo
Leo Weiner
Scherzo op. 1
für Klavierduo
- Besetzung Klavier zu 4 Händen
- Komponist Leo Weiner
- Ausgabe Spielpartitur(en)
- Verlag Editio Musica Budapest
- Bestell-Nr. EMB20125
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Beschreibung:
Bislang galt die Serenade op. 3 (1906) als die erste vollendete und erhaltene Komposition Leó Weiners mit einer Opuszahl. Diese merkwürdige Situation entstand, weil Weiner später das für Streichquintett geschriebene und für Orchester arrangierte Scherzo (1905), dem er die bezeichnende Nummer Op. 1 gegeben hatte, vernichtete und die Passacaglia für Klavier, Op. 2 (1904), nicht vollendete. Im Jahr 2024 kam jedoch ein rätselhaftes Manuskript von Weiner ans Licht, bei dem es sich höchstwahrscheinlich um einen Klavierauszug zu vier Händen des Op. 1 handelt, von dem man annahm, dass er vernichtet worden war. Für diese Hypothese sprechen die Art des verwendeten Notenpapiers, Spuren einer fünfstimmigen Schreibweise, Äußerungen über das Op. 1 in der zeitgenössischen Presse und vor allem die Tatsache, dass das Werk in Stil, Melodieführung und Gestus Verwandtschaft mit zeitgenössischen Kompositionen Weiners aufweist. Die ursprüngliche Streichquintettfassung des Scherzos wurde 1905 öffentlich aufgeführt, als Weiner noch an der Budapester Musikakademie studierte, und die Orchesterfassung wurde zusammen mit der Serenade im Oktober 1906 vom Orchester der Budapester Philharmonischen Gesellschaft uraufgeführt und begeistert aufgenommen. 120 Jahre nach seiner Entstehung zum ersten Mal veröffentlicht, gibt das treibende und spritzig-witzige Scherzo einen Einblick in die jugendliche Werkstatt von Leó Weiner, dessen Karriere mit einem kometenhaften Aufstieg begann.