Sonate en ré
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Anton Reicha
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Beschreibung:

  • Seiten: 41
  • Erschienen: 01.03.2015
  • Dauer: 21:00
  • Maße: 210 x 297 mm
  • Gewicht: 140 g
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Epoche Klassik)
  • ISMN: 9790231807813
Die vorliegende Ausgabe der Sonate in D basiert auf den einzigen erhaltenen Quellen, den Manuskripten Ms 2501 und Ms 2502 der Bibliothèque nationale de France. Dieses Stück wurde wahrscheinlich um 1804-1805 komponiert, als der Komponist in Wien lebte, bevor er 1808 endgültig nach Paris zog.
Der Anfang der Sonate ähnelt dem der Grande Sonate in C, ein Motiv in Form einer "Mannheimer Rakete". Diese dramatische Einfachheit kontrastiert mit der formalen Komplexität zweier thematisch identischer Fugen im selben Satz, in den Takten 71 bis 95 und 235 bis 257. Mit der Veröffentlichung seiner 36 Fugen für Klavier, deren Erstdruck innerhalb eines Jahres vergriffen war, war Reicha bereits weithin als Meister dieser Form bekannt, und vielleicht wollte er hier, wie zehn Jahre später Beethoven, zeigen, dass eine Fuge in einen Sonatensatz integriert werden kann.
Der zweite Satz, der Trauermarsch, wurde, soweit wir wissen, nicht zum Gedenken an eine Person geschrieben. Er dürfte eher dem damaligen Interesse an dieser musikalischen Form entsprungen sein, das bekannteste Beispiel ist die Marcia funebre aus Beethovens Eroica-Sinfonie, die zeitgleich mit dieser Sonate entstand.
Im Finalsatz gibt Reicha dem Hauptthema zu Beginn die dynamische Bezeichnung p. Abgesehen von diesem p sind die einzigen anderen dynamischen Markierungen im Manuskript die von f und ff, die nur für eine kurze Sequenz von zwei oder vier Akkorden zu gelten scheinen. Wir haben daher das p jedes Mal unmittelbar nach diesen Akkorden offen wiedergegeben. Es steht dem Interpreten jedoch frei, diesen redaktionellen Vorschlag zu ignorieren.
Obwohl Reicha bis weit in die 1820er Jahre hinein in anderen Formen für Klavier solo schrieb, bemerkenswerte Beispiele sind die Études op. 97 und die 57 Variationen op. 102, waren die Sonaten von 1803 bis 1805 seine letzten. Wenn es sich bei dem vorliegenden Werk also um Reichas letzte Klaviersonate handelt, dann ist sein Abschied von dieser musikalischen Form das Rondo La Folie, das wir hier voller Freude und Witz vorfinden.