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Alle Noten von Maurice Ravel - natürlich auch der 'Boléro'!

Maurice Ravel (1875-1937), einer der bedeutendsten Komponisten des Impressionismus, ist berühmt für seine raffinierten Harmonien und brillante Orchestrationskunst.
Unvergessliche Meisterwerke wie der "Boléro", "Pavane pour une infante défunte" und das Klavierkonzert G-Dur prägen sein Schaffen.
Entdecken Sie in unserem riesigen Sortiment mit über 1.000.000 Noten Ausgaben für Klavier, Orchester, Kammermusik und viele weitere Besetzungen.
Finden Sie Ihre Ravel-Noten mit Musterseiten und Hörbeispielen und lassen Sie sich von seiner einzigartigen Musik inspirieren – schnell geliefert und ab 35€ versandkostenfrei (DE)!
Maurice Ravel
Einzelstimme Viola

Ravels vielschichtige Hommage im 'Breitkopf Urtext' In seiner Hommage Le Tombeau de Couperin wendet Ravel sich weniger an Couperin selbst, als an die französische Musik des 18. Jahrhunderts. Andererse...

Ravels vielschichtige Hommage im 'Breitkopf Urtext' In seiner Hommage Le Tombeau de Couperin wendet Ravel sich weniger an Couperin selbst, als an die französische Musik des 18. Jahrhunderts. Andererse...

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  • Einzelstimme Viola (Urtext)
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Bestell-Nr.: OB5540-19
Maurice Ravel
Einzelstimme Violoncello

Ravels vielschichtige Hommage im 'Breitkopf Urtext' In seiner Hommage Le Tombeau de Couperin wendet Ravel sich weniger an Couperin selbst, als an die französische Musik des 18. Jahrhunderts. Andererse...

Ravels vielschichtige Hommage im 'Breitkopf Urtext' In seiner Hommage Le Tombeau de Couperin wendet Ravel sich weniger an Couperin selbst, als an die französische Musik des 18. Jahrhunderts. Andererse...

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Bestell-Nr.: OB5540-23
Maurice Ravel
Einzelstimme Kontrabass (6 Kontrabässe erforderlich)

Ravels vielschichtige Hommage im 'Breitkopf Urtext' In seiner Hommage Le Tombeau de Couperin wendet Ravel sich weniger an Couperin selbst, als an die französische Musik des 18. Jahrhunderts. Andererse...

Ravels vielschichtige Hommage im 'Breitkopf Urtext' In seiner Hommage Le Tombeau de Couperin wendet Ravel sich weniger an Couperin selbst, als an die französische Musik des 18. Jahrhunderts. Andererse...

  • Orchester
  • Einzelstimme Kontrabass (Urtext)
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Bestell-Nr.: OB5540-27
Maurice Ravel
Chorisches Gedicht

Jean-François Monnards Urtext-Ausgabe ist die erste Edition von La Valse, die alle relevanten Quellen vergleicht. Als Vorlage diente der 1921 erschienene Erstdruck der Partitur. Fehler und Unstimmigke...

Jean-François Monnards Urtext-Ausgabe ist die erste Edition von La Valse, die alle relevanten Quellen vergleicht. Als Vorlage diente der 1921 erschienene Erstdruck der Partitur. Fehler und Unstimmigke...

  • Orchester
  • Studienpartitur (Urtext)
  • Breitkopf & Härtel
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Bestell-Nr.: PB5523
Maurice Ravel

Im Vorwort beleuchtet Monnard Ravels Klangästhetik vor dem Hintergrund von Konzertrezeption und historischen Einspielungen. Zudem gibt der Herausgeber Einblicke in Ravels Tempovorstellungen: "Ich muss...

Im Vorwort beleuchtet Monnard Ravels Klangästhetik vor dem Hintergrund von Konzertrezeption und historischen Einspielungen. Zudem gibt der Herausgeber Einblicke in Ravels Tempovorstellungen: "Ich muss...

  • Orchester
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Bestell-Nr.: PB5524
Maurice Ravel

Ein 'Feuerwerk' im Urtext Nach 'Boléro' und 'La Valse' wird ein drittes, viel gespieltes Werk Ravels in das Breitkopf-Orchesterprogamm aufgenommen - und dies natürlich in einer 'Breitkopf Urtext'-Ausg...

Ein 'Feuerwerk' im Urtext Nach 'Boléro' und 'La Valse' wird ein drittes, viel gespieltes Werk Ravels in das Breitkopf-Orchesterprogamm aufgenommen - und dies natürlich in einer 'Breitkopf Urtext'-Ausg...

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Bestell-Nr.: PB5543
Maurice Ravel
Bewertung der Studie

Ravels vielschichtige Hommage im 'Breitkopf Urtext' In seiner Hommage 'Le Tombeau de Couperin' wendet Ravel sich weniger an Couperin selbst, als an die französische Musik des 18. Jahrhunderts. Andere...

Ravels vielschichtige Hommage im 'Breitkopf Urtext' In seiner Hommage 'Le Tombeau de Couperin' wendet Ravel sich weniger an Couperin selbst, als an die französische Musik des 18. Jahrhunderts. Andere...

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Bestell-Nr.: PB5569-07
Modest Mussorgski, Maurice Ravel
Studienpartitur

Ravels geniale kompositorische Interpretation ist bis heute die bekannteste und eigenständigste Instrumentierung der Bilder einer Ausstellung. Als der französische Komponist sich 1922 auf der Höhe sei...

Ravels geniale kompositorische Interpretation ist bis heute die bekannteste und eigenständigste Instrumentierung der Bilder einer Ausstellung. Als der französische Komponist sich 1922 auf der Höhe sei...

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Bestell-Nr.: PB5614
Maurice Ravel
Bewertung der Studie

Nur zwei Wochen intensiver Arbeit genügten Ravel im März 1912 für die Orchestrierung seiner im Jahr zuvor uraufgeführten Klavier-Suite 'Valses nobles et sentimentales'. Mit dem aus sieben Walzern und...

Nur zwei Wochen intensiver Arbeit genügten Ravel im März 1912 für die Orchestrierung seiner im Jahr zuvor uraufgeführten Klavier-Suite 'Valses nobles et sentimentales'. Mit dem aus sieben Walzern und...

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Bestell-Nr.: PB5621-07
Maurice Ravel
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Bestell-Nr.: PRES446-41190
Maurice Ravel
pour Orchestre
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Bestell-Nr.: SALAB1854
Maurice Ravel

Für Sopran, Tenor, Bariton und Orchester. Text von Raphaël Picazos. So sehr er sich auch bemühte und so überraschend es auch ist, Ravel hat in seinen Jahren am Pariser Konservatorium nie den begehrten...

Für Sopran, Tenor, Bariton und Orchester. Text von Raphaël Picazos. So sehr er sich auch bemühte und so überraschend es auch ist, Ravel hat in seinen Jahren am Pariser Konservatorium nie den begehrten...

  • Orchester
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  • Editions Salabert
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Bestell-Nr.: SALAB2006
  • Soli und Orchester
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Bestell-Nr.: SALAB2008
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Maurice Ravel
für Klavier und Orchester

Dies ist die erste Veröffentlichung der gesamten Tonpartitur von „Konzert in G-Dur“, einem Meisterwerk aus Ravels späteren Jahren, das sich bei vielen Aufführungsmöglichkeiten großer Beliebtheit erfre...

Dies ist die erste Veröffentlichung der gesamten Tonpartitur von „Konzert in G-Dur“, einem Meisterwerk aus Ravels späteren Jahren, das sich bei vielen Aufführungsmöglichkeiten großer Beliebtheit erfre...

  • Klavier und Orchester
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Maurice Ravel
pour Piano and Orchestre
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Maurice Ravel
pour Orchestre
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Maurice Ravel
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Maurice Ravel
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Bestell-Nr.: LZCHB215
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Bestell-Nr.: DUR7969
Maurice Ravel

Unmittelbares Vorbild für dieses erste bedeutende Kammermusikwerk Ravels war das Streichquartett Debussys von 1892/93. Dennoch treten in der 1902/03 entstandenen Komposition bereits unverkennbar Merkm...

Unmittelbares Vorbild für dieses erste bedeutende Kammermusikwerk Ravels war das Streichquartett Debussys von 1892/93. Dennoch treten in der 1902/03 entstandenen Komposition bereits unverkennbar Merkm...

  • Streichquartett (2 Violinen, Viola und Cello)
  • Studienpartitur (Urtext)
  • G. Henle Verlag
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Bestell-Nr.: HN9962
Maurice Ravel
Full Score
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Maurice Ravel
Violin 1
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Maurice Ravel
Violin 2
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Bestell-Nr.: HLC1699061
Maurice Ravel

Noten von Maurice Ravel

»Mein Meisterwerk?
Der Boléro natürlich.
Schade nur, dass er überhaupt keine Musik enthält.«

Maurice Ravel, 1928

Joseph-Maurice Ravel (* 7. März 1875 in Ciboure, † 28. Dezember 1937 in Paris) hatte es wahrhaftig nicht leicht. Und er machte es sich auch nicht leicht, das verbot ihm sein Charakter.

Als Pianist war der junge Ravel (Sohn des französisch-schweizerischen Joseph Ravel und der Baskin Marie Delouart) zwar gut, aber nicht gut genug, um in der Meisterklasse bei Charles-Wilfrid de Bériot am Pariser Konservatorium bleiben zu dürfen. Immerhin schaffte es Maurice Ravel, als Kompositionsstudent im Jahr 1897 ans Konservatorium zurückzukehren, und sein Lehrer war kein geringerer als Gabriel Fauré.

»Ravels Identität?« Ein anarchisch-französisch-impressionistischer Indianer mit halbspanischen Wurzeln.

Und Ravel komponierte. Eines der frühesten Werke Ravels, Jeux d'Eau, wurde 1901 für Klavier solo geschrieben. Es ist Gabriel Fauré gewidmet, Ravels Lehrer am Konservatorium. Der Titel kann unterschiedlich übersetzt werden: Fontänen oder Wasserspiele. Inspiriert wurde es durch ein gleichnamiges Stück von Franz Liszt.

Miroirs (Spiegelbilder) – diese fünf Klavierstücke widmete Ravel jeweils einem Mitglied des Pariser Künstlerkreises der »Apachen«. Ravel gehörte jenem Zirkel von Dichtern, Malern und Musikern selbst an und führte viele seiner Werke erstmals bei Zusammenkünften dieses illustren Kreises auf. In seinen »Miroirs« ging er noch einen Schritt weiter als in den »Jeux d'eau«: Wie improvisiert, wie aus einem Skizzenbuch sollte die Musik klingen. Die kühne Harmonik verstörte zunächst seine Zeitgenossen, war jedoch richtungsweisend für Ravels weiteres Œuvre.

Doch den richtigen Durchbruch erlangte Ravel mit seinen Kompositionen und Entwürfen nicht, und die erhoffte Anerkennung blieb ihm verwehrt. Vor allem das Ausscheiden bereits in der Vorrunde des »Prix de Rome«, des renommierten Rompreis-Kompositionswettbewerbs mit Aussicht auf ein vierjähriges Stipendium für den Besuch der »Académie des Beaux-Arts«, veranlasste den Direktor des Pariser Konservatoriums, Théodore Dubois, Ravel aus der Meisterklasse Faurés zu werfen, obgleich Fauré sich für Ravel einzusetzen versuchte.

Maurice Ravel war nun als Komponist ganz auf sich allein gestellt. Und vielleicht war das auch ganz gut so. Denn dem spanischsten aller französischen Impressionisten waren Zwang und Kategorisierung zuwider; in eine Schublade wollte er sich nicht stecken lassen, auf die Frage, welcher Strömung er sich zugehörig fühle, antwortete Ravel stets: »Je ne suis d'aucun parti, je suis anarchiste !«. Den Bestrebungen der Pariser »Ligue nationale pour la défense de la musique française« während des Ersten Weltkriegs, mit dem Ziel, deutsche und österreichische Kompositionen zu ächten und deren Aufführungen zu boykottieren, entgegnete Maurice Ravel warnend: »[...] Unsere derzeit so reiche Tonkunst würde unweigerlich degenerieren und sich in schablonenhaften Formeln einschließen. [...]«

Aufträge und Anerkennung

Kurz: Ravel ging seinen eigenen Weg, fand seine eigene tonale Insel im zeitgenössischen im- und expressionistischen Klangmeer und erlangte endlich auch Anerkennung für sein musikalisches Schaffen, interessanterweise oft von Künstlern außerhalb der Dritten Französischen Republik:

  • Seine Rhapsodie espagnole erregte die Aufmerksamkeit des spanischen Komponisten Manuel de Falla, der von dem »spanischen Charakter« und dem »subtil authentischen Hispanismus« Ravels viersätzigem, ersten orchestralen Hauptwerk überrascht war – und aber auch gleich eine Theorie zur Hand hatte: »[...] Ich fand rasch die Lösung des Rätsels: Ravels Spanien war ein idealisiertes Spanien, wie er es durch seine Mutter kennengelernt hatte. […] Das erklärt wohl auch, weshalb sich Ravel seit seiner frühesten Kindheit von diesem Land angezogen fühlte, von dem er so oft geträumt hatte.[...]«
  • Mit Igor Strawinsky arbeitete Ravel zusammen an einer Bearbeitung der von Modest Mussorgski unvollendet gebliebenen Oper Chowanschtschina.
  • Der russische Impresario und Begründer des international auftretenden Ensembles »Ballets Russes« Sergei Djagilew beauftragte ihn für eine Balletmusik: Das heute auf allen Bühnen gespielte Werk Daphnis et Chloé war geboren – damit reihte sich Maurice Ravel ein in eine Riege anderer namhafter Komponisten wie Francis Poulenc, Richard Strauss, Ottorino Respighi, Eric Satie und nicht zuletzt Claude Debussy, mit dessen Musik Maurice Ravel sicherlich am häufigsten verglichen wird.

»Debussy – Freund, Konkurrent oder Feind?«

Nun, nennen wir es mal: ›distanzierte, gegenseitige Wertschätzung‹

Obgleich es natürlich epochal bedingte impressionistische Überschneidungen bei beiden Komponisten gibt (Bitonalitäten, übermäßige Dreiklänge, den Gebrauch der hexatonischen Ganztonleiter etc.), unterscheidet sich Ravels Kompositionsstil doch deutlich von der Musik des 13 Jahre älteren Kollegen Debussy. Während Claude Debussy sich in zu schweben scheinenden Melismen auslässt, die allein schon im Notenbild auf dem Papier wie orientalische Arabesken anmuten, ist Maurice Ravels Musik trotz aller Griffe in die Trickkiste der Impressionistik von klarerer Struktur, geordneter, durchaus auch der Kadenz und bestimmten Tanzformen verpflichtet. Im direkten Nebeneinander können beide Komponisten eigenständig existieren, sind sich vielleicht sogar sympathisch – und gehen weitestgehend ihrer eigenen Wege.

»Finde ich bei alle-noten.de auch Ravels ›Klavierkonzert für die linke Hand‹

Ja! Bei uns bekommen Sie vom Klavierauszug mit Solostimme bis hin zur Studienpartitur für Neugierige das komplette Sortiment: Dirigierpartitur, Bläser-/Schlagwerksatz, sowie alle Streicherstimmen einzeln und in gewünschter Menge bestellbar. Das einsätzige Konzert für die linke Hand in D-Dur vereint wuchtig-monumentale Klänge mit einer feingliedrigen und exotischen Orchestration. Entstanden im Auftrag des österreichischen Pianisten Paul Wittgenstein, dem nach einer Kriegsverwundung der rechte Arm amputiert werden musste, mutet der einhändige Klaviersatz dennoch verblüffend komplett an. Die technische Verwirklichung dieses Werkes stellt den Pianisten vor eine besondere Herausforderung, doch besticht das Werk durch seine Intensität, Kraft, Sinnlichkeit, Exotik und Schönheit.

»Ich wünsche mir einen sortierten Überblick über die Notenausgaben von Maurice Ravel bei alle-noten.de, wäre das möglich?«

Sehr gerne!

Da Maurice Ravel seine künstlerische Laufbahn auf dem Klavier begann, listen wir hier seine Klavierwerke auch als erstes auf. Es folgen seine Orchesterwerke, seine Bühnenwerke (Opern und Ballette), Ravels Chormusik, Werke für Sologesang und seine kammermusikalischen Kompositionen.

Weiter unten finden Sie dann Verlinkungen zu Ravels Musik in verschiedensten interessanten Arrangements.

Wir laden Sie zum Stöbern ein!

»Ich spiele Waldhorn. Wie finde ich gezielt alle Notenausgaben von Maurice Ravel für oder mit meinem Instrument?«

Unser Webshop www.alle-noten.de führt Notenausgaben zu gut 20 Instrumenten mit Kompositionen von Maurice Ravel, darunter sogar Ravel-Noten für Mandoline oder Ravel-Noten für Akkordeon – und eben auch Ravel-Noten für Horn.

Rufen Sie das Gesamtverzeichnis zu allen Noten von Maurice Ravel über diesen Link auf, oder geben in das Suchfeld unseres Webshops maurice ravel ein.

Die Gesamtliste aller Ravel-Noten können Sie nun mit unseren Filtern Kategorie ➜ Noten für Instrumente nach einem der dort angebotenen Instrumente eingrenzen.

Sie können in unserem Webshop auch gezielt nach bestimmten Kompositionen von Maurice Ravel suchen: In der Schreibweise ravel trois poemes zum Beispiel gelangen Sie zu allen Notenausgaben von Maurice Ravels Vertonungen dreier Gedichte von Stéphane Mallarmé, Trois Poèmes de Stéphane Mallarmé – jenem Liederzyklus von 1913, der zu unschönen und nie ganz geklärten Dissonanzen zwischen Maurice Ravel und Claude Debussy führte hatte doch Letzterer nahezu zeitgleich ebenfalls einen Zyklus dieses Titels herausgegeben, in dem zumindest zwei der Gedichte Mallarmés identisch mit der Auswahl Ravels waren. Ob Zufall, ob Auto-Suggestion [Zitat Debussy], ob Plagiat seitens Ravels: Die musikalischen Elemente beider Vertonungen sind doch so unterschiedlich, dass ein Streit im Nachhinein als gänzlich überflüssig und bedauerlich angesehen werden kann. So haben es später wohl auch beide Komponisten zum Ausdruck, jedoch eine Aussprache oder gar freundschaftliche Annäherung zeitlebens nicht zu Stande gebracht.

»Und was hat es nun mit Maurice Ravels Bolero auf sich? Und warum enthält er Ravels eigener Meinung nach keine Musik?«

Nun, die häufig und gerne zitierte Aussage Maurice Ravels zu seinem Kollegen Arthur Honegger»Ich habe nur ein Meisterwerk gemacht, das ist der Bolero leider enthält er keine Musik.« ist durchaus dialektisch zu betrachten denn einerseits hat Ravel dieses Orchesterstück, welches ursprünglich 1927 als Ballettmusik auf Wunsch der Tänzerin Ida Rubinstein entworfen und 1928 als Boléro fertiggestellt wurde möglicherweise wirklich nur als orchestrale Übung angelegt: »Ein einsätziger Tanz, sehr langsam und ständig gleich bleibend, was die Melodie, die Harmonik und den ununterbrochen von einer Rührtrommel markierten Rhythmus betrifft. Das einzige Element der Abwechslung ist das Crescendo des Orchesters.« Andererseits lassen Ravels erboste Reaktionen auf aus seiner Sicht unadäquate Aufführungen und Interpretationen (Tempi, Crescendi etc.) darauf schließen, dass ihm dieses Stück Musik, welches ihn weltberühmt machen sollte, nicht egal war. Im Gegenteil: Schwingt nicht auch immer ein Bisschen Wahrheit in einem sarkastischen Statement mit? Hat Ravel vielleicht geahnt oder gespürt, dass trotz oder gerade wegen der musikalischen Redundanz mit sparsamsten Mitteln eine unfassbare Kraft in den 17 Minuten Rhythmus liegen? Und liegt nicht genau darin das Geniale, was den Boléro zum Meisterwerk hat werden lassen?

Und dennoch schwingt natürlich auch ein wenig Wehmut in den Worten Ravels mit. Womöglich, weil er feststellen musste, dass ganz anders gestaltete Kompositionen von ihm, mit raffinierter Harmonik, ausgeklügelten Klangfarben oder ungewohnt komplexer Satz- und Durchführungstechnik nicht so gefeiert wurden, wie das »reine[s] Orchesterstück ohne Musik« welches nichts als ein »langes, progressives Crescendo« sei, in dem ein archaisch einfaches Thema 18 Mal wiederholt und weder variiert noch entwickelt wird. Solch eine Erkenntnis kann schon hart sein.

Aber wie Eingangs erwähnt: Maurice Ravel hatte und machte es sich nicht leicht.

Und so wünschen wir dem so einsam-ernsthaften und gar nicht mal so glücklosen Maurice Ravel zu seinem 150. Geburtstag, dass er letztlich das gefunden hat, womit er seine Jeux d'eau und seine aus acht Walzern bestehende Klaviersuite Valses nobles et sentimentales signierte – Vergnügen:

»[...] le plaisir délicieux et toujours nouveau d'une occupation inutile«
»Das köstliche und immer neue Vergnügen einer nutzlosen Tätigkeit«
Henri de Régnier, zitiert von Maurice Ravel
[Bildnachweis: French composer Maurice Ravel (1875-1937) [1925] Source: Bibliothèque nationale de France © Gallica gibt 1925 als Datum an, vermutlich 1925 veröffentlicht. Unbekannter Autor: Der Rechteinhaber, die Bibliothèque nationale de France hat keinen Fotografen identifiziert. (Link folgen und auf "Detailed information" klicken.)