Stille und Gewalt
Die Musik von Wolfgang Rihm
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Martin Zenck
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Beschreibung:

  • Sprache: Deutsch
  • Erschienen: 17.12.2025
  • Maße: 240 x 160 mm
  • Gewicht: 728 g
  • ISBN: 9783761826621
Martin Zenck porträtiert den 2024 verstorbenen Wolfgang Rihm als einen kosmopolitischen Komponisten, der auf der Welthaftigkeit der Musik und auf der Freiheit des Komponierens kompromisslos besteht. Er legt eine breite Darstellung von Rihms OEuvre vor: der Lieder, der Instrumentalmusik, des sakralen Werks sowie des zentralen "Nietzsche-Komplexes" und vor allem des Musiktheaters von der Artaud-Trilogie und der "Hamletmaschine" nach Heiner Müller bis hin zu den Opern, die Rihm auf der Textbasis von Goethe ("Proserpina") und Hölderlin ("Oedipus") verfasst hat.

Gegenüber der Deutungshoheit und kraftvollen Sprache Rihms findet dieses Buch seinen eigenen methodischen Ansatz, indem es zwar der Selbstinterpretation des Komponisten Raum gibt, auf der anderen Seite aber für Rihms Werk neue Horizonte des Verstehens eröffnet. Dazu dienen theater- und literaturwissenschaftliche Perspektiven, philosophische und produktionsästhetische Zugänge sowie die musikalische Analyse und die Untersuchung von Aufführungen und Aufnahmen.

Im Zentrum des Buches steht der Dialog zwischen dem Komponisten und seinem Interpreten Martin Zenck: die Suche nach Bedeutungsdimensionen innerhalb der Rezeption, nach einem "Sinnüberschuss" gemäß Rihms Maxime, dass "das Werk immer mehr weiß als der Autor".

Martin Zenck ist Professor i. R. am Institut für Musikforschung der Universität Würzburg mit den Schwerpunkten Neue Musik und Ästhetik. 2013 erhielt er den Hans-Zender-Musikpreis für musikwissenschaftliche Publizistik und hatte im selben Jahr eine Gastprofessur an der University of Chicago inne. 2017 war er Guest Fellow am Getty Research Institute in Los Angeles. Er ist Autor wegweisender Bücher über Pierre Boulez (2017) und den exilierten Komponisten und Pianisten Eduard Steuermann (2022, zus. mit Volker Rülke).