Jean-François Michel
Prélude à l'au-delà
für Bariton-Solostimme, Sopransolo (Kind oder Frau), Erzähler(in), Kammerensemble
Jean-François Michel
Prélude à l'au-delà
für Bariton-Solostimme, Sopransolo (Kind oder Frau), Erzähler(in), Kammerensemble
- Besetzung Soli (SB), Sprecher und Kammerorchester
- Komponist Jean-François Michel
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Studienpartitur
- Verlag Editions Bim
- Bestell-Nr. BIM-V91D
Beschreibung:
Gibt es einen Abschnitt in unserer Existenz, der früher oder später Nachdenken auslöst, so ist es wohl das Ende unserer irdischen Laufbahn. Und für viele, jenseits von Zweifel und Hinterfragung, die Hoffnung einer Zukunft. Diese "sanfte Beklommenheit" habe ich versucht, musikalisch darzustellen. Die tiefen, gefühlvollen und ehrlichen Texte von Jean-François Haas haben mir den idealen Stoff dazu geliefert. Der Titel "Prélude à l'au-delà" (Praeludium zum Jenseits) führt die Zuhörer zu Gabriel Faurés (1845-1924) Requiem, das Meisterwerk das er zwischen 1887 und 1900 komponiert hat. Ich denke, dass der Kontrast zwischen historischer und aktueller Musik - jenseits von Stil- und Zivilisations-Entwicklungen - die unweigerliche Tatsache und die ewige Konfrontation jeder Generation gegenüber dem Tod illustriert. Das unzählige Anhören von Faurés Requiem hat nicht nur meine Seele sensibilisiert und gestärkt, es hat mich auch zu dieser grossen Herausforderung angespornt, dieses Prélude à l'au-delà zu schreiben, dessen Instrumentation übrigens identisch mit jenem des Requiems ist. Wichtig: der narrative Part sollte idealerweise von einem Sprechchor ausgeführt werden, um den Vokal-Cluster-Effekt der griechischen Tragödien zu erwirken (Alternative: ein Solosprecher). Dieser Part ist ein "Sprechgesang". Die Ausführenden können Ausdruck und Intonation frei gestalten, um die Dramaturgie entsprechend zu intensivieren. Jean-François Michel, Courtepin, Schweiz