6 Stücke op. 6a
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Anton Webern
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Beschreibung:

  • Seiten: 48
  • Maße: 185 x 135 mm
  • Gewicht: 70 g
  • Opus: 6a
  • Genre: Klassik
  • ISBN: 9783702430627
  • ISMN: 9790008022982
Dieses Werk, 1909 entstanden, wendet die in den Streichquartettstücken neu erschlossenen Möglichkeiten der atonalen Instrumentalkomposition auf ein großes Instrumentarium an, auf das größte, das Webern je vorgeschrieben hat: 4 Flöten (auch 2 kleine Flöten und 1 Alt-Flöte), 2 Oboen, 2 Englischhörner, 3 Klarinetten, 2 Bassklarinetten, 2 Fagotte (auch 1 Kontrafagott), 6 Hörner, 6 Trompeten, 4 Posaunen, Basstuba, 2 Harfen, Celesta, 3 Pauken, Triangel, Glockenspiel, Rute, Becken, Tamtam, Kleine und Große Trommel, tiefes Glockengeläute und Streicher. Diese ungeheuren Klangmassen werden aber so gut wie nie geschlossen eingesetzt. Typisch für Weberns Instrumentation ist etwa der Beginn des ersten Stückes: Eine Melodielinie von zwei Takten Umfang ist zwischen 1. Flöte, 1. Trompete (mit Dämpfer), wiederum 1. Flöte und 3. Horn (mit Dämpfer) aufgeteilt. Daneben gibt es Massierungen von einheitlicher Klangfarbe, besonders die bedrückenden Ballungen von Blechbläsern und Schlagwerk im vierten Stück, der marcia funebre. Wie viele seiner früheren Werke wurde auch die Konzeption des op. 6 durch den Tod von Weberns Mutter (1906) ausgelöst. Webern schreibt darüber kurz vor der Uraufführung am 31. März 1913 im Großen Musikvereinssaal in Wien an Arnold Schönberg, der dieses Konzert dirigierte: Das erste Stück will meine Stimmung ausdrücken als ich noch in Wien war, bereits das Unglück ahnend, aber doch noch immer hoffend, die Mutter lebend anzutreffen. Es war ein schöner Tag, eine Minute lang glaubte ich ganz sicher, es sei nichts geschehen. Erst auf der Fahrt nach Kärnten, es war der nämliche Tag, am Nachmittag, erfuhr ich die Tatsache. Das 3. Stück ist der Eindruck des Duftes der Eriken, die ich an einer für mich sehr bedeutungsvollen Stelle im Walde pflückte und auf die Bahre legte. Das vierte Stück habe ich nachträglich marcia funebre überschrieben. Noch heute verstehe ich nicht meine Empfindung, als ich hinter dem Sarge zum Friedhof gieng. Ich weiß nur, daß ich den ganzen Weg hoch aufgerichtet gieng, vielleicht um im weiten Umkreis alles niedrige zurückzubannen. (Manfred Angerer)