Camille Saint-Saëns
Chœur de sylphes
sur un poème d'Étienne de Jouy, réduction pour voix et piano
Camille Saint-Saëns
Chœur de sylphes
sur un poème d'Étienne de Jouy, réduction pour voix et piano
- Besetzung Orchester
- Komponist Camille Saint-Saëns
- Bearbeiter Vincent Boyer Cyril Bongers
- Texter Victor-Joseph-Étienne Étienne
- Ausgabe Klavierauszug und Stimme(n)
- Verlag Symétrie
- Bestell-Nr. 9790231804669
Beschreibung:
Der "Chœur de sylphes" ist kein isoliertes Werk im Schaffen von Camille Saint-Saens, sondern gehört zu einer kleinen Reihe, die er zu Beginn seiner Karriere im Rahmen des Wettbewerbs um den Prix de Rome schrieb. Er wurde 1803 ins Leben gerufen und nach den Ereignissen im Mai 1968 aufgehoben. Er war mehr als anderthalb Jahrhunderte lang die begehrteste französische Auszeichnung für Musikkomposition gewesen. Er wurde vom Institut de France organisiert und sicherte seinen Preisträgern, wenn nicht die Gewissheit einer einfachen zukünftigen Karriere, so doch zumindest einen wichtigen Zugang zur künstlerischen Welt und einen mehrjährigen Aufenthalt in Italien in der prestigeträchtigen Villa Medici. Tatsächlich konnten nur wenige der Anziehungskraft dieses Preises widerstehen, der die Krönung eines langjährigen Studiums sein könnte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine Persönlichkeit wie Saint-Saëns an dem Wettbewerb teilnahm. Er gewann jedoch nie den berühmten ersten Grand Prix, obwohl er zu einem der berühmtesten Vertreter der akademischen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden sollte. Die erste Runde war ein Ausscheidungswettbewerb, bei dem die Kandidaten innerhalb einer Woche eine Fuge und einen Chor mit Orchesterbegleitung über ein vorgegebenes Gedicht komponieren sollten. In der zweiten Runde ging es um die Komposition einer großen Kantate für drei Solostimmen. Saint-Saëns selbst schrieb zwei solcher Kantaten, Le Retour de Virginie (1852) und Ivanhoé (1864).
Saint-Saëns schrieb den Chœur de sylphes zwischen dem 5. und 11. Juni 1852 für seine erste Teilnahme an dem Wettbewerb. Der Komponist wurde von der Jury sehr positiv aufgenommen und kam als erster der sechs Kandidaten in die Endrunde. Es stimmt, dass das vorgeschlagene Gedicht alles hatte, um ihn zum Strahlen zu bringen. Zirphile et Fleur de myrte ist einem Libretto von Étienne de Jouy und Nicolas Lefebvre entnommen, das bereits von Charles-Simon Catel (1818) vertont wurde; der ausgewählte Ausschnitt (Akt I, Szene 4) war für die Übung besonders geeignet. Auf wenigen Seiten gelingt es Saint-Saëns, die wunderbare Atmosphäre der Welt der Luftgeister in aller Leichtigkeit wiederzugeben. In vielerlei Hinsicht erinnert das Ergebnis an das "Scherzo" aus Mendelssohns Sommernachtstraum (1843), einem von Saint-Saëns verehrten Komponisten. Wie alle frühen Werke wurde natürlich auch das Chœur de sylphes unter dem Einfluss von Mendelssohn geschrieben. Es war für den Prix de Rome bestimmt und sollte mehrere Anforderungen erfüllen, die von einigen als überholt bezeichnet wurden. Jenseits dieser eher vereinfachenden Kritik bleibt dieses Werk ein gelungenes Beispiel für die große französische akademische Tradition und ihr Ideal von Eleganz und Klarheit. Hinter einer unbestreitbaren Beherrschung der Form und der Schreibweise enthüllt der Komponist ein Werk, das zwar nicht revolutionär ist, aber voller unbestrittener Schönheiten.
(Übersetzung Philippe Do)
Details: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher
Saint-Saëns schrieb den Chœur de sylphes zwischen dem 5. und 11. Juni 1852 für seine erste Teilnahme an dem Wettbewerb. Der Komponist wurde von der Jury sehr positiv aufgenommen und kam als erster der sechs Kandidaten in die Endrunde. Es stimmt, dass das vorgeschlagene Gedicht alles hatte, um ihn zum Strahlen zu bringen. Zirphile et Fleur de myrte ist einem Libretto von Étienne de Jouy und Nicolas Lefebvre entnommen, das bereits von Charles-Simon Catel (1818) vertont wurde; der ausgewählte Ausschnitt (Akt I, Szene 4) war für die Übung besonders geeignet. Auf wenigen Seiten gelingt es Saint-Saëns, die wunderbare Atmosphäre der Welt der Luftgeister in aller Leichtigkeit wiederzugeben. In vielerlei Hinsicht erinnert das Ergebnis an das "Scherzo" aus Mendelssohns Sommernachtstraum (1843), einem von Saint-Saëns verehrten Komponisten. Wie alle frühen Werke wurde natürlich auch das Chœur de sylphes unter dem Einfluss von Mendelssohn geschrieben. Es war für den Prix de Rome bestimmt und sollte mehrere Anforderungen erfüllen, die von einigen als überholt bezeichnet wurden. Jenseits dieser eher vereinfachenden Kritik bleibt dieses Werk ein gelungenes Beispiel für die große französische akademische Tradition und ihr Ideal von Eleganz und Klarheit. Hinter einer unbestreitbaren Beherrschung der Form und der Schreibweise enthüllt der Komponist ein Werk, das zwar nicht revolutionär ist, aber voller unbestrittener Schönheiten.
(Übersetzung Philippe Do)
Details: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher