Concerto pour piano, en mi bémol majeur
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Lieferzeit 1-2 Wochen
Anton Reicha
Concerto pour piano, en mi bémol majeur
Video ansehen PDF ansehen

Anton Reicha
Concerto pour piano, en mi bémol majeur

Lieferzeit 1-2 Wochen
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Voraussichtliche Lieferung zwischen 02.03.2026 und 09.03.2026.
  • Kreditkarte
  • Rechnung Rechnung
  • PayPal
  • Sepa

Nicht in allen Ländern verfügbar. Mehr erfahren

Beschreibung:

  • Seiten: 103
  • Erschienen: 20.02.2020
  • Dauer: 22:00
  • Maße: 210 x 297 mm
  • Gewicht: 310 g
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Epoche Klassik)
  • ISBN: 9782364850842
Die vorliegende Ausgabe des Klavierkonzerts in Es-Dur basiert auf dem Manuskript D-11708 (1) der Bibliothèque nationale de France. Das Manuskriptbündel enthält die Einzelstimmen für Klavier und Orchester, aber keine vollständige Partitur. Der Titel gibt Reicha nicht als Komponisten an, aber der Name "Reicha" wurde auf dem Deckblatt hinzugefügt, wahrscheinlich von einem Bibliothekar. Bis November 2018 fehlten dem Manuskript die letzten 44 Takte der Klavierstimme. Durch die Kommunikation mit François-Pierre Goy von der B.N.F. und mit dem Pianisten und Musikwissenschaftler Henrik Löwenmark erhielten wir Kopien eines bis dahin nicht identifizierten Manuskripts von drei Seiten mit der Katalognummer MS 3830 (5). Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um die 44 fehlenden Takte handelt. Diese Blätter wurden nun in das Manuskript D-11708 (1) eingefügt und als Seiten 33-35 nummeriert.
Das Kompositionsdatum des Konzerts wird allgemein um 1804 angenommen. Das Werk besitzt nicht die Breite und die dramatischen Kontraste der drei Grandes Sonates für Klavier aus den Jahren 1803 bis 1805, aber sein Stil ähnelt dem einiger Sätze der zwischen 1802 und 1808 komponierten Sinfonien. Es ist das einzige Klavierkonzert von Reicha, das uns bekannt ist.
In diesem Konzert ist eine rhythmische Dreiergruppe allgegenwärtig. Die ersten beiden Sätze enthalten lange Passagen in Triolen, und das Finale steht im 6/8-Rhythmus, einem Rhythmus aus zwei Dreiergruppen. Was die Organisation der Themen anbelangt, so ist der erste Satz alles andere als traditionell. Das Klavier setzt in Takt 64 mit einem ganz neuen, dreiteiligen Thema ein, das 29 Takte dauert und in der Haupttonart Es-Dur steht. Man würde jedoch zögern, diese Passage als Hauptthema zu bezeichnen, denn sie kehrt nur einmal wieder, und zwar in derselben Tonart. Wollte man in diesem Satz von einem Hauptthema sprechen, so wäre das Motiv, das in der Orchestereinleitung zweimal auftaucht, zunächst in Takt 17 in g-Moll und dann acht Takte später in Es-Dur, die bessere Wahl. Das Klavier greift dieses Thema schließlich in Takt 98 auf, zunächst in c-Moll, dann in g-Moll, gefolgt von F-Dur und schließlich in G-Dur. Kurz vor dem Ende des Satzes hören wir dieses Thema in verkürzter Form, gespielt von den Bläsern, in Es-Dur. Nach dieser Analyse haben wir also ein Hauptthema, das der Solist nie in der Haupttonart spielt!
Der zweite Satz, das Adagio, beginnt mit zwei Akkorden des Orchesters, die forte gespielt werden, wie eine große Erklärung. Das Klavier nimmt diese Akkorde beim Eintritt auf und folgt ihnen mit chromatischen Sequenzen von Demisemiquavers (32tel Noten), ein Kontrast, der vielleicht die Qualitäten des Instruments zeigen soll. Reicha scheint es gemocht zu haben, bestimmte Sätze, wie hier, mit einer Folge von arpeggierten Figuren abzuschließen. Man kann es mit dem zweiten Satz seiner Grande Sonate in C-Dur vergleichen.
Das Finale hat den Charakter eines Tanzes, mit Motiven, die nacheinander wiederholt werden, um einen humorvollen Effekt zu erzielen. Aber dieser Tanz enthält auch interessante Dissonanzen: dreimal wird ein Pedalton in Es-Dur von Akkorden angegriffen, die ein natürliches D enthalten, gefolgt von einem natürlichen E. Die Unbeschwertheit dieses Satzes erinnert an die Finals der drei Klaviersonaten op. 46, die Mitte der 1790er Jahre entstanden sind.


Details: Klavier, 1 Flöte, 2 Oboen, 2 Hörner, Violinen 1, Violinen 2, Bratschen, Celli, Kontrabässe