Christoph Willibald Gluck
De profundis
für gemischten Chor und Orchester
Christoph Willibald Gluck
De profundis
für gemischten Chor und Orchester
- Besetzung Gemischter Chor und Orchester
- Komponist Christoph Willibald Gluck
- Ausgabe Partitur
- Verlag Edition Kunzelmann
- Bestell-Nr. KU-OCT10170
Beschreibung:
Die Motette 'De profundis' gehört zu den wenig bekannten Werken Glucks. Die einschlägige Literatur vermochte bisher den genauen Zeitpunkt der Entstehung des Werkes nicht zu ermitteln. In dieser Hinsicht gibt es zwei Versionen: Die ältere Literatur betrachtet das De profundis als eines der letzten Arbeiten der 1780-er Jahre (Schmid), wogegen die Forscher der neuesten Zeiten (A.Einstein, A.A.Abert und R.Gerber) der Meinung sind, dass der Tondichter die Motette höchstwahrscheinlich noch während seines Pariser Aufenthaltes, in den 1770-er Jahren komponierte. Zum ersten Mal erwähnt das Vorhandensein des De profundis Antonio Salieri, der Schüler Glucks. Er erhielt nämlich kurz vor dem Tode Glucks die Partitur des Werkes vom Komponisten. Gluck übersandte ihm das Werk mit der Bitte, es in der kaiserlichen Musiksammlung unterzubringen. Eine weitere Bitte des Komponisten, dass nämlich das De profundis bei seiner eigenen Trauerfeierlichkeit aufgeführt werden soll, ist bis heute unbestimmt und nicht nachweisbar. Tatsache ist jedoch, dass das Werk unter der Leitung Salieris anlässlich der nach dem Tode Glucks stattgefundenen Trauerfeierlichkeit erklang. Aufgrund dieser Erstaufführung verbreitete sich dann in der Gluck-Literatur die Ansicht, dass der mit dem Gedanken des Todes beschäftigte Komponist die Komposition schon ursprünglich als seine eigene Trauer-Motette betrachtete. Bezüglich des Weiterlebens des Werkes kann man aus den in den folgenden fünfzig Jahren erschienenen praktischen Ausgaben darauf schliessen, dass die Motette in der ersten Hälfte der 1800-er Jahre noch intensiv in der Musikpraxis fortlebte. Die Liste dieser Ausgaben ist in der Publikation RISM Einzeldrucke vor 1800 A.L/3 [No.G.2637] (Bärenreiter Kassel - Basel - Tours - London 1972) zu finden. Aus der in unserem Jahrhundert einsetzenden Gluck-Renaissance ist das De profundis völlig ausgeblieben. Nur die in unserer Zeit aufblühende Gluck-Forschung machte einen Versuch in dieser Richtung indem Max Arend im Rahmen der 1913 gegründeten Gluck-Gemeinde den Klavierauszug des Werkes veröffentlichte (De profundis, Klavierauszug, Hammeln o.J.). Diese Klavierauszugausgabe gibt keinen genügenden Aufschluss über die Instrumentierung, die geradezu das Wesentliche des Werkes bedeutet. Unsere vorliegende Ausgabe will dagegen - mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Quellen - das vollständige Werk veröffentlichen. Melinda Berlász