Tomaso Giovanni Albinoni
Magnificat
für Soli gemischten Chor und Orchester
Tomaso Giovanni Albinoni
Magnificat
für Soli gemischten Chor und Orchester
- Besetzung Soli, Gemischter Chor und Orchester
- Komponist Tomaso Giovanni Albinoni
- Ausgabe Partitur
- Verlag Edition Kunzelmann
- Bestell-Nr. KU-OCT10184
Beschreibung:
Tommaso Albinoni, geb. 8. Juni 1671 in Venedig, gest. daselbst am 17. Januar 1750, war zu seiner Zeit ein sehr geschätzter Opernkomponist, auch als Geiger und Sänger erfolgreich tätig. Er studierte wahrscheinlich bei Giovanni Legrenzi. Neben 55 Opern hinterliess er zahlreiche Kammermusikwerke, konzertante Sonaten, Arien und Kammerkantaten. Eine Gesamtausgabe seiner Instrumentalwerke erscheint im selben Verlag wie das vorliegende Magnificat. Johann Sebastian Bach schätzte ihn hoch, doch bezweifelt Schmieder die Echtheit zweier angeblich von Bach stammender Bearbeitungen von Fugen Albinonis (Bach-Werkverzeichnis Nr. 950 und 951). Das Magnificat ist in einem Sammelband verschiedener Autoren in der Deutschen Staatsbibliothek Berlin unter der Signatur 30088 handschriftlich überliefert. Der Titel auf dem Vorsatzblatt des Werkes lautet: (rechts oben) 'Von T. (in Klammern einkorrigiert 'Thomas') Albinoni / Kapellmeister in Venedig / anno D. 1720 (in der Mitte:) Magnificat / a 4 V. c. Strom.' (zu vier Stimmen mit Instrumenten). 1965 veröffentlichte Felix Schroeder die Partitur im Rahmen von Eulenburgs Studienpartituren; 1968 folgte als Nr. 99 der Sammlung 'Praeclassica' das Aufführungsmaterial. Schroeder bemerkt im Vorwort zur Partitur: 'Die Instrumentalangaben fehlen vor der ersten Akkolade; die instrumentalen Oberstimmen können nach Duktus und Umfang nur Violinen zugedacht sein. Ein Komplementärorchester als colla-parte- Instrumente, das aus Bläsern (Cornetto oder Oboe und Posaunen) oder Streichern (Bratschen und Gamben), oder aus beiden Gruppen bestehen kann, entspricht der zeitgenössischen Aufführungspraxis.' Ferner fehlen sämtliche dynamischen Bezeichnungen, einige Tempoangaben und die Aufteilung in Soli und Chorstimmen. Wir übernehmen gesamthaft die Einrichtung Schroeders, verzichten jedoch auf seine eingreifenden Phrasierungsbezeichnungen der Streicher, da die Spieler erfahrungsgemäss unbezeichnete Urtexte vorziehen. Der Continuo wurde vom Herausgeber neu ausgesetz; Zutaten stehen in der Partitur stets in Klammern. Diese wurde nochmals genau mit der Vorlage verglichen und es konnten etliche Fehler des Erstdruckes berichtigt werden. Zahlreiche harmonische Härten sind offenbar beabsichtigt. Als Beispiel betrachte man die erste Hälfte von Takt 6. In Sopran und Alt erfolgt gleichzeitig Vorhalt und Vorwegnahme, sodass schneidend harte Sekundparallelen entstehen. Wem das nicht zusagt, der mag b' und a' des Altes in f' verwandeln. Schroeder gibt als 2. Viertel der 1. Violine es' d' statt des originalen f' es', was an der Härte des Zusammenklanges nichts ändert. An dieser und ähnlichen Stellen müssen die Ausführenden selber ändern, wenn ihnen das Original nicht zusagt. Willy Hess.