Missa B-Dur Hob. 22/12
(Theresienmesse) für gemischten Chor und Orchester
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Joseph Haydn
Missa B-Dur Hob. 22/12
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Joseph Haydn
Missa B-Dur Hob. 22/12

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Beschreibung:

  • Tonart: B-Dur
  • Genre: Klassik, Geistlich & Kirchenmusik
Haydn schrieb seine Festmessen nach seiner Londoner Reise, im Jahre 1795. In diesen Werken folgen sich die Arien, Chorgesänge und orchestralen Zwischenspiele in sehr abwechslungsreichen Stimmungen und Formen. Chorbehandlung und Orchestersatz widerspiegeln die Genialität des in der vollen Blüte seiner Schaffenskraft stehenden Meisters: gross ist der Reichtum der musikalischen Abstufungen in diesen Orchestermessen. Ja, man kann diese Messen des reifen Haydn als auf dem Messetext basierende Symphonien für Gesang und Orchester bezeichnen. Haydn hat nämlich den rein instrumentalen Apparat der Symphonie mit Hilfe des liturgischen Messetextes erweitert und vervollkommnet. Von den sechs Hochämtern Haydns ist das vierte, die sogenannte Theresienmesse 1799 entstanden. Man brachte diese Messe des 67jährigen Meisters irrtümlich mit der Gattin Kaiser Franz', Maria Theresia, in Zusammenhang; auch dieses Werk wurde anlässlich des Namenstages der Gattin des Fürsten Miklös Esterházy, der geborenen Fürstin Josepha Maria Hermenegild Liechtenstein geschrieben. Die Partitur der Messe wird jetzt aufgrund des Urtextes, nur durch einige Artikulations- und dynamische Zeichen ergänzt, publiziert. Das Werk ist in instrumentaler Hinsicht auf den Streicherchor aufgebaut: die Holzbläser sind nur durch zwei Klarinetten vertreten; die beiden Trompeten hingegen erklingen, zusammen mit den Pauken, nur in den Tuttis. Der gemischte Chor als auch die vier Solisten werden zusätzlich noch durch den Continuopart der Orgel unterstützt. Haydn hat nämlich diese Messe den Gegebenheiten der Bergkirche von Kismarton (Eisenstadt) angepasst. Die Kirche ist klein und ihre räumlichen Masse verlangten Kammerbesetzung: der Chor zählte etwa 20 Sänger; das Orchester war noch bescheidener besetzt. Haydn wurde auch im Zusammenhang mit dieser Messe vielfach kritisiert, da er den Text in mehreren Fällen in souveräner Weise abwandelte, einen freieren rhythmischen Duktus wählte, als auch kompositorische Wendungen anbrachte, die die damalige Praxis der Kirchenmusik nicht kannte. Wenn aber Haydns in freier Sonatenform geschriebenen Sätze auch nicht den strengen liturgischen Vorschriften folgen, ist die Theresienmesse doch zu einer bleibenden Schöpfung der musica sacra geworden. Oliver Nagy