Missa pastoralis D-Dur
für Soli (SATB), gemischten Chor und Orchester
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Franz Xaver Brixi
Missa pastoralis D-Dur
für Soli (SATB), gemischten Chor und Orchester

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Beschreibung:

  • Tonart: D-Dur
  • Genre: Klassik
  • ISMN: 9790206203398
Franz Xaver Brixi (1732-1771) stammte aus einer verzweigten böhmischen Musikerfamilie. Mit 5 Jahren verwaist, absolvierte er das Pianisten-Gymnasium Kosmanos bei Jungbunzlau. Dort von Wenzel Kalous, während des Prager Universitätsbesuches von Josef Seeger musikalisch ausgebildet, bekleidete er nach mehreren anderen Kirchenstellen von 1759 bis zu seinem Tod das Amt des Domkapellmeisters an St. Veit, die im damaligen Prager Musikleben höchste Position. Brixi hinterliess eine Fülle kirchenmusikalischer Werke, nach dem thematischen Katalog von V. Nowák lassen sich etwa 400 Kompositionen belegen. Unter den etwa 100 Messen ist ein knappes Fünftel als 'Missa pastoralis', 'Missa natalitia', 'Messa per le Feste di Natale' charakterisiert Die Pastoralmesse entwickelte sich seit Beginn des 17. Jahrhunderts, als auch in oratorischen Werken (z. B. Heinrich Schütz' 'Weihnachtshistorie') das 'Kindelwiegen' charakterisierende Rhythmen, Melodien und Klänge üblich wurden. Melodien, die auf Hirteninstrumenten darstellbar sind, wiegende Rhythmen, schlichte Tonika-Dominant-Harmonik wurden als bezeichnende Merkmale beschrieben. Die Missa pastoralis in D-dur ist in mehreren Abschriften erhalten, die Unterschiede der Instrumentation aufweisen. Das 'Benedictus' kommt auch als Sopran-Solo und in Tieferlegung nach G-Dur vor. Die vorliegende Ausgabe wurde nach 2 Materialien des 18. Jahrhunderts erarbeitet, die in der Musikabteilung des Nationalmuseums Prag liegen, unter der Signatur XXXVII C 129. Dabei bleibt offen, ob die Paukenstimme von Brixi stammt, sie ist nur in der Abschrift enthalten, die mit 3. Februar 1799 datiert ist. Brixis 'Missa pastoralis in D-dur' knüpft an böhmische Weihnachtslieder und Pastorellen an. Im 2. Thema des 'Dona' klingt 'Narodil se Kristus Pän' (Geboren wurde Christus der Herr) an. Dudelsack-Nachahmung ist in den Zwischenspielen des 'Christe' zu finden. Während die Form von 'Kyrie', 'Gloria', 'Credo', 'Sanctus' durch Reprisen gerundet ist, scheint dem 'Agnus Dei' Geschlossenheit zu mangeln. Brixi strebte hier eine Abrundung des durch Motivwiederholungen gegebenen zyklischen Aufbaus der Messe an. Aus Bassführung und Geigenfigur bei 'Jesu Christe' im 'Gloria' formte er das Doppelthema für das abschliessende 'Dona'. Satztechnisch bemühte sich der Komponist, durch Unisoni in 'Gloria' und 'Credo' sowie Polyphonie in den Schlüssen von Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei ein Gegengewicht gegen das volkstümliche Element zu schaffen. S(oli)- und T(utti)-Verteilung gliedert das Klangbild. Die zeitgenössische Besetzung rechnete mit 3-4 Sängern je Stimme, wobei die Solisten die Chorstellen mitsangen. Für den Generalbass sind originale Bezifferung und ein Ausführungsvorschlag mitgeteilt. Der Musikabteilung des Nationalmuseums Prag wird für Genehmigung der Veröffentlichung gebührend gedankt. Rudolf Walter