Christoph Willibald Gluck
Orphée et Eurydice - Suite d'orchestre (Ouverture, Ballet des Ombres heureuses, Air de furies)
tragédie en 3 actes sur un livret de Pierre-Louis Moline
Christoph Willibald Gluck
Orphée et Eurydice - Suite d'orchestre (Ouverture, Ballet des Ombres heureuses, Air de furies)
tragédie en 3 actes sur un livret de Pierre-Louis Moline
- Besetzung Orchester
- Komponist Christoph Willibald Gluck
- Ausgabe Stimmensatz
- Verlag Symétrie
- Bestell-Nr. 9790231805222
Beschreibung:
Mit Orfeo ed Euridice stellte sich Gluck gegen mehr als anderthalb Jahrhunderte italienischer Tradition und wurde zur unumgänglichen Figur der Operngeschichte. In Zusammenarbeit mit Calzabigi lehnte er die technische Meisterleistung der italienischen Opernvirtuosenarien ab und plädierte für Einfachheit und "den direkten und aufrichtigen Ausdruck der Gefühle". Dennoch ist die Version von 1762 weniger dicht als die von Orphée et Eurydice von 1774, die er zusammen mit Pierre-Louis Moline schrieb, um das Libretto von Calzabigi an die französische Sprache anzupassen: Gluck änderte die Gesangspartie des Helden und besetzte sie mit einem Tenor statt mit einem Kastraten; er fügte der ursprünglichen Fassung einige Gesangs- und Orchesterstücke hinzu.
Die C-Dur-Ouvertüre hat die Änderungen des Komponisten überlebt. Ihr lebhafter und fröhlicher Charakter unterscheidet sich von der düsteren Atmosphäre der Tragödie, die sie einleitet. Sie ist nach der monothematischen Sonatenform aufgebaut, die durch ihren dreiteiligen Plan gekennzeichnet ist: eine Exposition führt zwei Themen ein, eines in der Haupttonart, das andere in der 5.
Danach folgt eine Durchführung und schließlich eine Re-Exposition mit den beiden Hauptthemen des ersten Teils in der Originaltonart.
Die Partitur von 1774 profitiert von Glucks Änderungen, indem sie originale Stücke einführt und solche aus früheren Partituren wiederverwendet, besonders im zweiten Akt. Mit seinen zwei gegensätzlichen Szenen der Unterwelt und des Elysiums stellt dieser Akt sowohl kontrastreiche Landschaften als auch Emotionen einander gegenüber. Die Arie der "Furien", die ursprünglich für das Ballett Don Juan komponiert wurde, beschließt die erste Szene mit einem dantesken Tanz der bösen Kreaturen, bevor sie im Abgrund verschwinden.
Gluck war wieder einmal revolutionär, indem er ein beängstigendes Bild der Unterwelt durch die Verwendung rasender Rhythmen für die Streicher und aufeinanderfolgender dissonanter Akkorde, die von den Blechbläsern verstärkt werden, bot. Diese "Arie der Furien" ist umso eindrucksvoller, als sie im Kontrast zum folgenden Stück steht, das ebenfalls für die französische Fassung modifiziert wurde. Der "Tanz der seligen Geister" ist ein perfekter Einstieg in die zweite Szene, das Elysium. Mit einem bemerkenswerten Menuett in binärer Form mit Wiederholungen, das bereits im Orfeo ed Euridice vorkommt, stellt Gluck eine idyllische, friedliche und farbenfrohe Landschaft dar. Dennoch fügte der Komponist der ursprünglichen Fassung ein Trio in d-Moll mit der Soloflötenmelodie und "der fließenden Begleitung der Violinen, die dem Murmeln der Bäche ähnelt", hinzu.
Orphée et Eurydice war beim französischen Publikum so erfolgreich, dass es die der französischen lyrischen Tragödie feindlich gesinnten Elemente überzeugte. So verfiel Jean-Jacques Rousseau, ein glühender Verfechter der italienischen Oper, dem Charme dieses Stücks und soll gesagt haben: "Wenn man ein so großes Vergnügen zwei Stunden lang empfinden kann, dann kann ich mir vorstellen, dass das Leben einen Wert haben mag"
Manon Bertaux
unter der wissenschaftlichen Leitung von
(Abteilung für Musik und Musikwissenschaft der UFR ALL - Metz der Universität Lothringen)
(Übersetzung Philippe Do)
Die Ouvertüre ist auch separat erhältlich.
Details: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Streicher (2.2.0.2. - 2.2.3.0. - timb - 10.8.6.5.4)
Die C-Dur-Ouvertüre hat die Änderungen des Komponisten überlebt. Ihr lebhafter und fröhlicher Charakter unterscheidet sich von der düsteren Atmosphäre der Tragödie, die sie einleitet. Sie ist nach der monothematischen Sonatenform aufgebaut, die durch ihren dreiteiligen Plan gekennzeichnet ist: eine Exposition führt zwei Themen ein, eines in der Haupttonart, das andere in der 5.
Danach folgt eine Durchführung und schließlich eine Re-Exposition mit den beiden Hauptthemen des ersten Teils in der Originaltonart.
Die Partitur von 1774 profitiert von Glucks Änderungen, indem sie originale Stücke einführt und solche aus früheren Partituren wiederverwendet, besonders im zweiten Akt. Mit seinen zwei gegensätzlichen Szenen der Unterwelt und des Elysiums stellt dieser Akt sowohl kontrastreiche Landschaften als auch Emotionen einander gegenüber. Die Arie der "Furien", die ursprünglich für das Ballett Don Juan komponiert wurde, beschließt die erste Szene mit einem dantesken Tanz der bösen Kreaturen, bevor sie im Abgrund verschwinden.
Gluck war wieder einmal revolutionär, indem er ein beängstigendes Bild der Unterwelt durch die Verwendung rasender Rhythmen für die Streicher und aufeinanderfolgender dissonanter Akkorde, die von den Blechbläsern verstärkt werden, bot. Diese "Arie der Furien" ist umso eindrucksvoller, als sie im Kontrast zum folgenden Stück steht, das ebenfalls für die französische Fassung modifiziert wurde. Der "Tanz der seligen Geister" ist ein perfekter Einstieg in die zweite Szene, das Elysium. Mit einem bemerkenswerten Menuett in binärer Form mit Wiederholungen, das bereits im Orfeo ed Euridice vorkommt, stellt Gluck eine idyllische, friedliche und farbenfrohe Landschaft dar. Dennoch fügte der Komponist der ursprünglichen Fassung ein Trio in d-Moll mit der Soloflötenmelodie und "der fließenden Begleitung der Violinen, die dem Murmeln der Bäche ähnelt", hinzu.
Orphée et Eurydice war beim französischen Publikum so erfolgreich, dass es die der französischen lyrischen Tragödie feindlich gesinnten Elemente überzeugte. So verfiel Jean-Jacques Rousseau, ein glühender Verfechter der italienischen Oper, dem Charme dieses Stücks und soll gesagt haben: "Wenn man ein so großes Vergnügen zwei Stunden lang empfinden kann, dann kann ich mir vorstellen, dass das Leben einen Wert haben mag"
Manon Bertaux
unter der wissenschaftlichen Leitung von
(Abteilung für Musik und Musikwissenschaft der UFR ALL - Metz der Universität Lothringen)
(Übersetzung Philippe Do)
Die Ouvertüre ist auch separat erhältlich.
Details: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Streicher (2.2.0.2. - 2.2.3.0. - timb - 10.8.6.5.4)