Ouverture du Colporteur ou L'Enfant du bûcheron
opéra-comique en 3 actes
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Georges Onslow
Ouverture du Colporteur ou L'Enfant du bûcheron
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Georges Onslow
Ouverture du Colporteur ou L'Enfant du bûcheron

opéra-comique en 3 actes

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Beschreibung:

  • Seiten: 56
  • Erschienen: 02.01.2016
  • Dauer: 12:00
  • Maße: 210 x 297 mm
  • Gewicht: 180 g
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Romantik), Oper
  • ISMN: 9790231803518
Le Colporteur ou L'Enfant du bûcheron (Der Hausierer oder der Sohn des Holzfällers) ist die zweite von Onslows drei Opern; sie wurde 1826 komponiert und am 22. November 1827 an der Opéra-Comique uraufgeführt. Das Libretto stammt von dem berühmten Eugène de Planard (1783-1853), der mit Komponisten wie Boieldieu, Auber oder Halévy zusammengearbeitet hatte. Das Stück spielt in einem imaginären Russland und erzählt die Abenteuer von Alexis, einem jungen Kronprinzen des Zaren. Nachdem er einem Schurken entkommen ist, der den Thron begehrt und die königliche Familie abgeschlachtet hat, wird er in die Obhut eines Holzfällers gegeben, der nichts von seiner Identität weiß. Nach einigen Jahren, in denen er von einem als Hausierer verkleideten Gefolgsmann des Usurpators gesucht und schließlich erstochen wird, gelingt es Alexis, den Verräter zu stürzen und seinen Status wiederzuerlangen; er wird Zar und heiratet eine Schifferin, in die er seit langem verliebt ist.
Die Kritiken des Kolporteurs waren gemischt: Einige lobten die Transparenz des Orchesters, während andere es als zu schwer empfanden. Einige lobten die Raffinesse von Onslows Sprache, während einige meinten, es fehle ihr an Einfachheit. Das völlig unglaubliche Libretto war mit dem Genre des Melodrams verbunden. Die Reaktion des Publikums war eher einhellig: "Die Conoisseure waren begeistert, die einfachen Fans gestanden ohne Scham ihr Vergnügen; der Erfolg war umso offensichtlicher, als er immer weiter zunahm. Bei der dritten Aufführung gab es keinen einzigen leeren Platz im Theater", konnte man im Journal des débats lesen. Die Oper wurde zwischen 1827 und 1830 in Paris 34 Mal aufgeführt, eine Zahl, die von einer wahren Begeisterung zeugt. Sie war auch in den Provinzen erfolgreich und wurde in mehreren anderen französischen Städten, aber auch in London, Brüssel, Prag oder Kopenhagen aufgeführt. Besonders erfolgreich war es in Deutschland. Das Libretto wurde ins Englische, Deutsche und Dänische übersetzt. Diese Popularität war jedoch - wie bei den meisten Opern jener Zeit - nicht von Dauer, und einige Jahre später wurde die Oper nicht mehr aufgeführt; die Ouvertüre hingegen wurde weiterhin häufig gespielt. Es ist anzumerken, dass einige Arien aus der Oper für verschiedene Instrumente transkribiert wurden und heute noch gespielt und aufgenommen werden (Entr'acte et Marche für Klavier von Friedrich Kalkbrenner, Introduction et Rondo für Klavier und Flöte von Friedrich Kuhlau usw.).
Diese Ouvertüre in C-Dur zeigt eine Komposition, deren charakteristische Züge sich manchmal von den typischen Konventionen der Opernkomödie entfernen. Die Harmonik ist raffiniert, und der Mittelteil dieses dreiteiligen Stücks hat die düstere Atmosphäre des gleichnamigen c-Moll, die von einer beunruhigenden Chromatik durchdrungen ist. Die erweiterte Orchesterbesetzung (z. B. nicht weniger als drei Posaunen), die von einigen Kommentatoren als "kakophonisch" bezeichnet wurde, hebt die Farben des Horns - das das erste Thema der Ouvertüre darstellt - und der Klarinette hervor und verleiht dem Orchester so eine besonders romantische Farbe. Diese Ouvertüre ist in der Tat ein interessantes Zeugnis von Onslows symphonischer Ästhetik und offenbart eine typische Aufmerksamkeit für eine subtile Harmonie und eine ausdrucksvolle Melodie.

unter der wissenschaftlichen Leitung von
Anne-Sylvie Barthel-Calvet,
(Abteilung für Musik und Musikwissenschaft der UFR Arts Lettres et Langues-Metz, Université de Lorraine)
(Übersetzung Philippe Do)

Details: 1 kleine Flöte, 1 Flöte, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Streicher