Francesco Cavalli
Scipione Affricano
Dramma per musica - Venedig 1664
Francesco Cavalli
Scipione Affricano
Dramma per musica - Venedig 1664
- Besetzung Gesang und Orchester
- Komponist Francesco Cavalli
- Serie Francesco Cavalli. Opere
- Herausgeber Sara Elisa Stangalino Jennifer Williams Brown
- Ausgabe Partitur
- Verlag Bärenreiter Verlag
- Bestell-Nr. BA8904-01
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Beschreibung:
1662 befand sich Cavalli auf dem Zenith seiner Karriere. Die zwei Dutzend Opern, die er für Venedig geschrieben hatte, trugen dazu bei, die Stadt zur weltweit ersten "Supermacht" in Sachen Oper zu machen. "Scipione Affricano" (Venedig 1664), Cavallis erste Oper nach seiner Rückkehr aus Frankreich, war eine seiner erfolgreichsten Kompositionen. In einer Zeit, in der neue Werke mehr geschätzt wurden als schon bekannte, gehörte "Scipione" zu einer handvoll Opern, die nach der Premieren-Saison weiterlebten: Das Werk wurde acht Mal wieder aufgelegt und ausgewählt, um 1671 Roms Teatro Tordinona einzuweihen.
Cavallis Librettist, Nicolò Minato, ließ sich von der überlieferten Lebensgeschichte des römischen Feldherrn Scipio inspirieren. Dessen Sieg über Karthago 202 v. Chr. hatte ihm den Ehrentitel "Africanus" eingebracht. Bei der Vertonung des Librettos griff Cavalli auf seine lyrische Begabung, die Opern wie "La Calisto" und "Giasone" heute so beliebt machen, zurück. Gleichzeitig zeigt "Scipione Affricano" aber auch, wie der Komponist Anregungen, die er während seines zweijährigen Aufenthaltes in Frankreich erhalten hatte, in das Werk integrierte und wie er auf musikalische Veränderungen reagierte, die in den 1660er Jahren schnell das Gesicht der italienischen Oper veränderten: die wachsende Dominanz der Arien und ein klareres Bewusstsein für deren Abfolge sowie das verstärkte Wechselspiel zwischen Stimme und Instrumenten.
Das erste Ziel dieser Ausgabe ist ein praktisches: das Werk in einer Edition vorzulegen, die den Anforderungen von professionellen Bühnen und Studentenaufführungen gleichermaßen gerecht wird. Ein zweites Ziel besteht in der Rekonstruktion der vollständigen Aufführungsgeschichte der Oper. Ein ausführlich annotierter Anhang bietet frühe Fassungen von 21 Arien. In weiteren Anhängen ist zusätzliche Musik, die von Wiederaufführungen in Rom und Venedig überliefert ist, abgedruckt. Abgerundet wird die Edition durch eine umfangreiche Einleitung zum Inhalt der Oper, dem musikalischen Stil, der Komposition, der Uraufführung und weiteren Produktionen. Enthalten sind weiterhin Hinweise für heutige Aufführungen und eine detaillierte "Decodierung" der Quellen.
Cavallis Librettist, Nicolò Minato, ließ sich von der überlieferten Lebensgeschichte des römischen Feldherrn Scipio inspirieren. Dessen Sieg über Karthago 202 v. Chr. hatte ihm den Ehrentitel "Africanus" eingebracht. Bei der Vertonung des Librettos griff Cavalli auf seine lyrische Begabung, die Opern wie "La Calisto" und "Giasone" heute so beliebt machen, zurück. Gleichzeitig zeigt "Scipione Affricano" aber auch, wie der Komponist Anregungen, die er während seines zweijährigen Aufenthaltes in Frankreich erhalten hatte, in das Werk integrierte und wie er auf musikalische Veränderungen reagierte, die in den 1660er Jahren schnell das Gesicht der italienischen Oper veränderten: die wachsende Dominanz der Arien und ein klareres Bewusstsein für deren Abfolge sowie das verstärkte Wechselspiel zwischen Stimme und Instrumenten.
Das erste Ziel dieser Ausgabe ist ein praktisches: das Werk in einer Edition vorzulegen, die den Anforderungen von professionellen Bühnen und Studentenaufführungen gleichermaßen gerecht wird. Ein zweites Ziel besteht in der Rekonstruktion der vollständigen Aufführungsgeschichte der Oper. Ein ausführlich annotierter Anhang bietet frühe Fassungen von 21 Arien. In weiteren Anhängen ist zusätzliche Musik, die von Wiederaufführungen in Rom und Venedig überliefert ist, abgedruckt. Abgerundet wird die Edition durch eine umfangreiche Einleitung zum Inhalt der Oper, dem musikalischen Stil, der Komposition, der Uraufführung und weiteren Produktionen. Enthalten sind weiterhin Hinweise für heutige Aufführungen und eine detaillierte "Decodierung" der Quellen.