Serenata D-Dur
für 2 Oboen, 2 Hörner, 2 Clarini (Trompeten), Posaune, Timpani und Streicher (Weinmann)
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Leopold Mozart
Serenata D-Dur
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Beschreibung:

  • Tonart: D-Dur
Stimmensatz ist vergriffen! Im deutschen und österreichischen Raum findet sich die musikalische Überlieferung bis tief ins 18. Jahrhundert hinein in der Hauptsache handschriftlich vertreten, wenn wir von den Werken unserer Klassiker absehen wollen, die dann doch endlich den Notendruck ankurbelten. Damit erklärt sich einerseits die verhältnismässig geringe Verbreitung der Kompositionen zahlreicher kleinerer Meister, wodurch eine große Zahl davon verlorengingen; andererseits aber auch die Möglichkeit, dass im Zuge der musikalischen Quellenforschung immer wieder neue Funde auftauchen, entweder von gänzlich unbekannten oder als verloren geltenden Werken. Im vorliegenden Falle geht es um einen eindeutig neuen wichtigen Fund, der in einer Stimmenabschrift des Benediktinerstifts Seitenstetten (Niederösterreich) bis heute unentdeckt blieb und erst im Zuge der Aufnahmen für das Internationale Quellenlexikon der Musik (RISM) zutage kam. Das Titelblatt dieser Handschrift (Signatur V 1451) lautet: Serenata à 2 Violini/2 Hautb:/2 Corni/2 Clarini/Timpani/Trombone/Viola/e/Basso: Del Sigre: Leopoldo Mozart./in Salisburgo. Wie diese Handschrift ins Stift Seitenstetten kam, erklärt sich durch den Umstand, dass die Alumnen des Klosters ihre Studien in Salzburg absolvierten; die unter ihnen musikalisch Interessierten brachten dann als spätere Regentes Chori ihre Musikalien ins Musikarchiv ihres Stiftes. An Bedeutung gewinnt allerdings die genannte Handschrift als Primärquelle durch den Umstand, dass sich auf der Stimme der Solo-Posaune eine autographe Bemerkung Leopold Mozarts findet: 'Bey Ermangelung eines guten Posaunisten kan es ein guter Violinist auf der Viola spielen.' Dieser Hinweis führt uns auf die richtige Spur. In einer 'Nachricht' über seine Werke zählt Leopold Mozart auf: 'Dreissig große Serenaten, darinnen für verschiedene Instrumente Solos angebracht sind' - Konzerte 'für die Flötraversiere, Oboe, das Fagott' - . . . Nun, in der vorliegenden, der einzigen bisher aufgefundenen Serenata sind tatsächlich zwei solcher 'Konzerte' eingebaut: eines für Trompete und eines für Posaune. Das im Ganzen neunsätzige Werk weist im 4. Satz (Andante) und im 5. Satz (Allegro moderato) eine konzertante Trompete, im 8. (Allegro), 6. (Adagio) und 7. Satz (Menuetto) eine Soloposaune auf. Dieser Umstand bestätigt somit die in Leopolds 'Nachricht' erwähnte Anbringung von Solos für verschiedene Instrumente. Die beiden Sätze mit Trompete erweisen sich überdies als im Autograph in der Bayerischen Staatsbibliothek in München (Signatur Ms. mus. 1275) erhalten: Concerto per il Clarino solo mit dem Datum August 1762. Als solches veröffentlichte es Max Seiffert in den Denkmälern der Tonkunst in Bayern, IX/2. Bd., S. 69-82 im Urtext in Partitur mit Beifügung eines Klavierauszuges. Im August 1930 gab es Seiffert in Fr. Kistner & Siegels Reihe 'Organum' (3. Reihe: Kammermusik Nr. 30) nochmals heraus. Zur Begründung dieser Ausgabe führte der Bearbeiter an: 'Die neue Ausgabe ergänzt hier den Generalbasspart und führt die dynamischen und agogischen Angaben des Komponisten genauer durch.' Anscheinend war dieses Werk interessant genug, dass es zu einer weiteren Bearbeitung anregte. Gábor Darvas veröffentlichte sie als Concerto per Tromba 1967 im Zenemükiadó Vállalat, Budapest, Partitur und Stimmen wurden im selben Jahre in die Edition Schott (5872) aufgenommen. Hier erscheint die Komposition in Anpassung an die moderne Aufführungspraxis um eine Quint tiefer transponiert, leider freilich ohne jeden Kommentar und kritischen Apparat. Im Hinblick auf alle diese Probleme bleibt freilich die Priorität der nun vorliegenden beiden Fassungen vorläufig noch offen. Das Autograph Leopolds des Concerto per il Clarino solo ist mit August 1762 datiert, die Seitenstettener Abschrift weist kein Datum auf. Die auf der Rückseite des letzten Blattes mit Bleistift verzeichneten Aufführungsdaten sind nur schwer zu entziffern; möglicherweise könnte noch eine Prüfung des Wasserzeichens konkrete