Karl Friedrich Abel
Sinfonie Es-Dur op. 7/6 (früher bekannt als KV 18)
Karl Friedrich Abel
Sinfonie Es-Dur op. 7/6 (früher bekannt als KV 18)
- Besetzung Orchester
- Komponist Karl Friedrich Abel
- Ausgabe Partitur
- Verlag Edition Kneusslin Basel
- Bestell-Nr. KU-EKB59P
Beschreibung:
Karl Friedrich ABEL wurde am 22. Dezember 17 23 in Köthen geboren. Wohl sein einziger Lehrer war sein Vater Christian Ferdinand, der ihn mit Erfolg in das Spiel der Viola da gamba und des Violoncells einweihte. Von 1748 bis 1758 war er Mitglied der Dresdener Hofkapelle unter J.A. Hasses Leitung. Wegen den Wirren des Siebenjährigen Krieges verliess Abel Sachsen, um nach einer Konzertreise durch Italien sich im März 1759 in London niederzulassen, wo er bald die Gunst der Königin Charlotte und des Duke of York fand. Im Herbst 1762 traf Johann Christ. Bach als Music Master der Königin ebenfalls in London ein. Die Familien Abel und Bach waren schon in Sachsen miteinander bekannt. Die Verbindung der beiden ausgewanderten Künstler führte zu den Bach-Abel-Konzerten, die sich während langer Zeit der Beliebtheit der oberen Gesellschaftsschicht erfreuten. Zuerst unter der Betreuung von Mrs. Cornelys stehend (1764)fanden bereits 1765 in Carlisle House, Soho Square Konzerte unter eigener Regie statt. Seit 1774 waren die beiden Künstler Eigentümer der äHanover Square Rooms', wo die Konzerttätigkeit bis ein Jahr vor dem Tode Bachs - leider mit schwindendem Erfolg - fortdauerte. Noch einmal nahm der berühmte Gambenvirtuose seine Reisetätigkeit auf, die ihn auch nach Paris führte, wo er sehr große Erfolge zu verzeichnen hatte. 1785 kehrte Abel definitiv nach London zurück, wo er am 20. Juni 1787 verstarb. Seine Kompositionen umfassen Symrhonien, Konzerte, Kammermusik und eine große Anzahl von Werken für Gambe. Die vorliegende Symnhonie op.VII, No. 6 (Originaltitel unten aufgeführt) wurde lange Zeit für die 3. Symohonie, K.V. 18 W.A. Mozarts gehalten, weil sie in dessen Handschrift vorlag. Der junge Mozart, der im April 1764 in London eintraf, muss diese Komposition in einem der Bach-Abel-Konzerte gehört haben und von dieser wohl besten Symhonie Abels beeindruckt gewesen sein. Ob es sich um eine Abschrift oder eine Niederschrift nach einem Konzert handelt, wissen wir nicht. Mozart änderte allerdings die Bläserbesetzung: anstelle der Oboen setzte er die neuaufkommenden Klarinetten; das Fagott übernimmt die Partie des Solo-Cellos. Auch andere Aenderungen z.B, in der Stimmenführung der Streicher sind feststellbar, die auf der folgenden Seite in der Abelschen Version wiedergegeben sind. Die Bass-Stimme ist von Abel beziffert worden. Die Seltenheit von vorklassischen Symphonien mit Klarinettenbesetzung bestimmte uns, die Mozart'sche Fassung zu wählen. Die Fagottstimme wurde in die Vcl.-Cb.-Stimme einbezogen, um auch Liebhaberorchestern, die über kein Fagott verfügen, eine Aufführung zu ermöglichen. Es wurden offenbare Fehler korrigiert, dynamische Vorschriften und Phrasierungen ergänzt und einige Bogenstriche beigefügt. Die steigende Nachfrage nach dieser Symphonie, die bisher nur in einer Lichtpaus-Ausgabe vorlag, hat uns zu einer revidierten Druckausgabe veranlasst. Fritz Kneusslin