Sinfonie Nr. 1 G-Dur
für 2 Oboen, 2 Hörner und Streichorchester
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Giovanni Battista Sammartini, Giuseppe Sammartini
Sinfonie Nr. 1 G-Dur
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Giovanni Battista Sammartini, Giuseppe Sammartini
Sinfonie Nr. 1 G-Dur

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Beschreibung:

  • Tonart: G-Dur
  • Genre: Klassik, Sinfonie
Die vorliegende Sinfonie in G-dur von Giovanni Battista Sammartini (1701-1775), der Organist und Komponist in Mailand war, weist zahlreiche nichtautographe Quellen auf: Dresden in Partitur, Karlsruhe, Melk, Prag, Stockholm und Zürich in Stimmen. Die unterschiedlichen Formbezeichnungen - in Dresden, Karlsruhe und Prag als 'Sonata', in Melk und Stockholm als 'Sinfonia', in Zürich als 'Overtura' - sind durch die im 17. und 18. Jahrhundert noch nicht eng umgrenzten Formgattungen entstanden. Besonders bemerkenswert ist die formale Anlage des ersten Satzes mit Allegro - Andante - Allegro. Christoph Willibald Gluck (1714-1787), ein Schüler von Sammartini, hat diesen ersten Satz mit wenigen Veränderungen als Ouvertüre zu seinem 'Le Nozze d'Ercole e d'Ebe' [gedruckt in DTB II, Jg. XIV (1914), Bd. II] übernommen. Das 'dramma per musica' wurde am 29. Juni 1747 in Pillnitz uraufgeführt. Mit Sicherheit ist daher die hier behandelte Sinfonie vor dem Juni 1747 entstanden, vielleicht sogar während Glucks Studienzeit in Mailand (17371741). Die Dresdener Fassung fällt nicht nur durch die partiturmässige Aufzeichnung aus der Reihe der anderen Quellen, sondern auch durch die nachträglich hinzugefügten 'colla parte'-Partien, die wahrscheinlich von dem Dresdener Konzertmeister und Violinvirtuosen Johann Georg Pisendel (1687-1755) stammen. Pisendel setzte sich sehr für die Werke italienischer Meister, vor allem Vivaldis, ein. Bei der Betrachtung der einzelnen Handschriften untereinander zeigt sich, dass der Karlsruher und der Prager Stimmensatz von dem selben Kopisten stammt. Unterschiedliche Auffassungen der Tempo- und Dynamikbezeichnungen sind in allen Notenschriften zu finden. Die vorliegende Ausgabe folgt im wesentlichen der Dresdener Quelle. Die Violastimme des ganzen ersten Satzes in den Handschriften aus Karlsruhe und Prag geht im großen und ganzen obligat mit der Bassstimme im Gegensatz zu den Handschriften aus Dresden, Melk, Stockholm und Zürich, in denen sie selbständig geführt ist. Im zweiten Satz der Dresdener Quelle haben die zweiten Violinen, die ursprünglich 'unisono' liefen, ein paar eigene Takte bekommen. Diese hat wahrscheinlich Pisendel hinzugeschrieben. Durch die Übernahme der 'colla parte'-Partien und den oben erwähnten Einfügungen aus der Dresdener Partitur ergeben sich zwei Möglichkeiten für die Aufführung: 1. die Dresdener Fassung a) mit den 'colla parte'-Partien (Oboe 1 und II in den 'Allegro'-Teilen des ersten Satzes und im ganzen zweiten Satz, Flöte I und II im 'Andante'Teil des ersten Satzes) b) die Violinen II nicht 'unisono' mit den Violinen I im zweiten Satz 2. die Originalfassung a) ohne die 'colla parte'-Partien b) die Violinen 11 'unisono' mit den Violinen 1 im zweiten Satz.