Symphonie No. 1, en sol mineur
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Lieferzeit 1-2 Wochen
Étienne-Nicolas Méhul
Symphonie No. 1, en sol mineur
Demo anhören Video ansehen PDF ansehen

Étienne-Nicolas Méhul
Symphonie No. 1, en sol mineur

Lieferzeit 1-2 Wochen
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Voraussichtliche Lieferung zwischen 27.02.2026 und 06.03.2026.
  • Kreditkarte
  • Rechnung Rechnung
  • PayPal
  • Sepa

Nicht in allen Ländern verfügbar. Mehr erfahren

Beschreibung:

  • Seiten: 92
  • Erschienen: 01.11.2014
  • Dauer: 25:00
  • Maße: 210 x 297 mm
  • Gewicht: 245 g
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Epoche Klassik), Sinfonie
  • ISMN: 9790231804294
Während der Französischen Revolution, des Konsulats und des Kaiserreichs war Méhul vielleicht der einzige große französische Komponist, der die neuesten Perfektionen der Musik seiner Zeit vollständig verstand und verinnerlichte. Von einem Deutschen und später von einem Elsässer unterrichtet, wollte er mit seinen Symphonien zeigen, "dass ein Franzose Haydn und Mozart in nichts nachstehen kann". Haydn war Méhuls größtes Vorbild: Als Freimaurer war er Mitglied des Concert de la Loge olympique, das bei dem damals in Frankreich so beliebten Wiener Meister die sechs Pariser Sinfonien in Auftrag gab. 1807, auf dem Höhepunkt seiner Kunst und im Dienste der Opéra-Comique, sorgte Méhul für die gegenseitige Befruchtung der französischen und deutschen Musik und seines eigenen Orchestergenies. Die Entdeckung der ersten beiden Sinfonien Beethovens war ein Schock, der ihn drei Jahre später dazu veranlasste, seine fünf Sinfonien zu komponieren.
Die erste Sinfonie in g-Moll fällt sofort durch eine doppelte Beobachtung auf: zunächst die formale Beherrschung und die Sparsamkeit der eingesetzten Mittel - eine bemerkenswerte Eigenschaft für einen Komponisten, der als lärmend gilt (keine Trompeten, keine Posaunen, seltener Einsatz von Pauken) - im Dienste einer offensichtlichen Ausdruckskraft. Der erste Satz ist ein Allegro in Form einer Zwei-Themen-Sonate; das erste Thema mit großen dramatischen Intervallen und Arpeggien enthält in einer Begleitformel der Bässe das Grundmaterial (ein Aufschwung auf einem aufsteigenden Tetrachord) des zweiten Themas, das in B-Dur exponiert ist. Nach der Durchführung wird dieses zweite Thema merkwürdigerweise als erstes wieder in G-Dur exponiert; dies ist ein häufiger Umkehrungsprozess bei Méhul, der es ermöglicht, den Satz mit der ganzen dramatischen Kraft des ersten Themas zu beenden. Der zweite Satz ist ein Andante, dessen kontrastierende Variationen den Einfluss Haydns auf Méhul deutlich erkennen lassen.
Über diese Symphonie schrieb Schumann 1838: "Die Ähnlichkeit des letzten Satzes mit dem ersten Satz von Beethovens Symphonie in c-Moll und der beiden Scherzi dieser beiden Symphonien ist bemerkenswert". Tatsächlich wurden Beethovens 5. und Méhuls erste Sinfonie etwa zur gleichen Zeit geschrieben und haben sich daher nichts zu verdanken. Wenn das Menuett in Méhuls Symphonie (dessen erster Teil nur von Streicherpizzicati gespielt wird) im Geiste ein "Beethoven'sches" Scherzo ist, so entspricht es nicht dem Buchstaben der 5. Andererseits kann man besser verstehen, wie das Hauptthema des 4. Satzes (Allegro agitato), ein Aufschwung aus 3 wiederholten Achtelnoten, Schumann beeindruckte. Dieses Thema ist ein moto perpetuo mit einer für Méhuls Stil typischen Dominantenstickerei. Das zweite Thema, melodischer, kurz und repetitiv, hält die dramatische Spannung, die sich durch den ganzen Satz zieht, bis zum Ende aufrecht.
François Bernard
(Übersetzung Philippe Do)

Details: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, Pauken, Streicher