Symphonie romantique
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Victorin Joncières
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Victorin Joncières
Symphonie romantique

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Beschreibung:

  • Seiten: 168
  • Erschienen: 01.10.2018
  • Dauer: 30:00
  • Maße: 297 x 420 mm
  • Gewicht: 985 g
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Romantik), Sinfonie
  • ISMN: 9790231808728
Die Symphonie romantique von Victorin Joncières, die am 9. März 1873 im Concert national aufgeführt wurde, war ein großer Erfolg. Der 33-jährige Komponist war für seine dramatischen Werke am Théâtre-Lyrique und an der Opéra bekannt, aber kaum für seine Orchestermusik. In diesem experimentellen Werk für seine Instrumentalmusik zeigt Joncières einen Stil, der die wagnerianischen Neuerungen in Bezug auf Farbe und Form integriert, und er zeigt ein echtes Interesse an der Klangwirkung und der Erzählung. Die musikalische Komposition enthält meditative und kontrapunktische Teile, die von deutschen Vorbildern inspiriert sind. Das Stück ist für ein romantisches Orchester geschrieben und gliedert sich in vier Sätze: Andante-Allegro, Andante sostenuto, Agitato und Finale.
Der erste Satz beginnt mit einer Andante-Einleitung in e-Moll, einer Art melancholischer Exposition, die in einem punktierten Muster geschrieben ist, das zwischen den Abschnitten als Echo wiederholt wird. Dann setzt ein ungestümes Allegro ein, das durch einen durchgehenden Achtel-Takt gekennzeichnet ist, der von den Celli und den Fagotten gespielt wird. Die aufgewühlte, ja wilde Stimmung wird durch die chromatischen Harmonien, die Tuttis und den Einsatz der vollen Orchesterkraft noch verstärkt.
Der zweite Satz, Andante sostenuto, ist von einer Zartheit und Lyrik geprägt, die an Mendelssohn oder Schumann erinnert. Die Streicher spielen das erste Thema, das dann von den Holzbläsern wiederholt wird, bevor sich die beiden Gruppen für das zweite Thema zusammenschließen. Es folgt ein zentrales Animato in einer wiederum erzählerischen Perspektive, die diese Ruhe unterbricht.
Das folgende Agitato knüpft an das frenetische erste Allegro an und verblüfft durch seine orchestralen Farben. Zweifellos ist dies einer der genialsten Teile Joncières, originell und frisch, der sich deutlich vom vorhergehenden Satz abhebt.
Das Finale ist ein großer Choral für die Bläser, der sich zunächst auf Klarinetten, Fagotte und Hörner beschränkt, zu dem sich aber nach und nach die anderen Bläser gesellen, bis schließlich die Violinen einsetzen. Es ist eine echte Hommage an Wagner, ein klarer Verweis auf den Pilgerchor in Tannhäuser; die feierliche und ernste Atmosphäre erinnert uns immer wieder an den zutiefst dramatischen Geist dieses Werks.
Eine echte Herausforderung, diese Symphonie romantique ist eine Symbiose aus dem französischen und dem deutschen Stil. Durch ihre Farben und ihre Abenteuer kann sie mit der damals dominierenden Gattung der symphonischen Dichtung in Verbindung gebracht werden.

unter der wissenschaftlichen Leitung von
Anne-Sylvie Barthel-Calvet,
(Abteilung für Musik und Musikwissenschaft der UFR Arts Lettres et Langues-Metz, Université de Lorraine)
(Übersetzung Philippe Do)

Details: 2 Flöten (kleine Flöte), 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Becken, große Trommel, Streicher