Concerto concertant D-Dur op. 3
für 2 Violinen, 2 Oboen, 2 Hörner und Streichorchester
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Joseph Reicha
Concerto concertant D-Dur op. 3
für 2 Violinen, 2 Oboen, 2 Hörner und Streichorchester

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Concerto concertant D-Dur op. 3

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Beschreibung:

  • Tonart: D-Dur
  • Opus: 3
  • Genre: Klassik
Joseph Reicha (Rejcha) wurde 1746 in Klattau (Klatovy, Südwestböhmen) geboren. Nach einer umfassenden musikalischen Ausbildung drang sein Ruf zuerst als Violoncello-Virtuose über die engeren Grenzen seiner Heimat hinaus. Als Cellisten finden wir ihn 1774 als Mitglied der Kapelle in Wallenstein erwähnt. Im Jahre 1776 unternimmt er eine ausgedehnte Konzertreise nach Frankfurt, Gotha und Leipzig, die ihm vor allem mit dem Vortrag eigener konzertanter Werke für sein Instrument großes Ansehen einträgt. Nach 11 Jahren Orchestertätigkeit (1779 erfolgte noch seine Vermählung mit der französischen Elsässerin Lucie Certelet) verlässt Reicha 1785 Wallenstein, um in kurkölnische Dienste zu treten. Schon am 28. Juni des gleichen Jahres rückt er vom Konzertmeister zum Konzertdirektor auf. Seit 1789 versah er daneben noch das Dirigentenamt am neuen kurfürstlichen Nationaltheater, wo neben seinem Neffen Antonin Reicha L. v. Beethoven unter ihm spielte. In diesen Jahren intensiver Dirigententätigkeit entstanden seine reifsten Werke, die keinen Geringeren als den jungen Beethoven stark beeinflussten. Nach Auflösung der Kapelle im Jahre 1793 ist über seine weitere Tätigkeit bis zu seinem Tode nichts bekannt. Joseph Reicha starb 1795 in Bonn. Von seinen Kompositionen fanden vor allem die konzertanten Werke für sein Lieblingsinstrument rasche Verbreitung im Druck; so das Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester op. 1 und die drei Violoncello-Konzerte op. 2. Zu dieser Gruppe zählt auch das vorliegende, ca. 1795 in Stimmen bei Simrock, Bonn, erschienene Concerto concertant op. 3. Der Originaltitel hat folgenden Wortlaut: CONCERTO CONCERTANT / a / DEUX VIOLONS / ou / Violon & Violoncelle / PRINCIPALE, / Deux Violons, Deux Oboe, Deux Cors, / Alto & Basse. / COMPOSE / par / Mr j. REICHA / DIRECTEUR DES CONCERTS / DE S. A. S. E. DE COLOGNE. / OEuvre 3me / Chez N. SIMROCK / A BONN. / NO 19 (Pl.-Nr.) Die für die 2. Solovioline alternativ beigegebene Stimme äVioloncelle principale' legt die Vermutung nahe, dass es sich hier nur um eine den speziellen Zwecken des Cellisten Reicha dienliche Übertragung handelt. Neben der permanent hohen Lagennotierung (im oktavierenden Violinschlüssel) findet sich nirgends eine sich bisweilen geradezu aufdrängende Anpassung an die Technik des Cellospiels. Veränderungen weisen lediglich die Tuttipartien auf, die den Bass notieren. Unsere hier erstmals in Partitur erscheinende Concertante klammert diese Alternativ-Stimme aus. Im weiteren ädeckt' sich das melodische Wechselspiel der konzertierenden Violinen insofern weitgehend, als jede der Stimmen Thematik und Passagen der anderen Stimme aufgreift, wiederholt oder weiterführt. Als interessantes Detail sei aus dem ersten Satz festgehalten, dass das zwischen den Takten 24 und 39 im Orchester aufscheinende Seitenthema im weiteren Verlauf des Satzes weder verarbeitet noch wieder aufgegriffen wird. Neben der innig-schlichten Romanze, in welcher Reicha zugunsten des lyrischen Moments auf jegliches Passagenwerk verzichtet, fesselt sodann besonders das Rondo mit seiner dreiklangbezogenen Thematik. In diesem Finale sind durch den Kunstgriff der thematischen Spiegelung zwischen dem Dur- und dem Moll-Gedanken zwei Themen meisterhaft miteinander verschmolzen worden. Die Revision folgt dem Erstdruck der Stimmen. Soweit Analogien unbedenklich anzuwenden waren, geschah dies ohne besondere Hinweise, vor allem mit Blick auf eine vereinheitlichte Phrasierung. Einzelheiten weist der Revisionsbericht aus. Die der Stimme der ersten Solovioline angefügte originale Kadenz wurde am Schluss des ersten Satzes zwischen den Takten 277 und 278 eingebaut. Ihr Text wurde hier ohne Phrasierungsergänzung belassen. Zum Schluss möchte ich Frau Dr. Hedwig Mitringer von der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien für die Herstellung des Mikrofilms danken. Besonderen Dank richte ich sodann an Herrn Professor Franz Beyer, München, für wertvolle Hinweise und eine weitere Korrektur an diesem Werk. Bernhard