Carl Philipp Emanuel Bach
Concerto d-moll
für Flöte und Streichorchester
Carl Philipp Emanuel Bach
Concerto d-moll
für Flöte und Streichorchester
- Besetzung Querflöte und Streichorchester
- Komponist Carl Philipp Emanuel Bach
- Bearbeiter Janos Malina
- Ausgabe Partitur
- Verlag Edition Kunzelmann
- Bestell-Nr. KU-OCT10163
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Beschreibung:
Das Flötenkonzert d-Moll von Carl Philipp Emanuel Bach ist eine Übertragung des Cembalokonzertes d-Moll, das ins thematische Verzeichnis der Werke C. Ph. E. Bachs von Alfred Wotquenne unter den Cembalokonzerten als Nummer 22 aufgenommen wurde. Das Autograph dieser Originalfassung befand sich vor dem zweiten Weltkrieg in der Deutschen Staatsbibliothek, Berlin. Gegenwärtig gilt es als verschollen bzw. vernichtet. Die einzige bekannte Quelle der Flötenkonzert-Version ist ein zeitgenössisches, jedoch nicht autographisches Manuskript, das sich im Preussischen Kulturbesitz (Staatsbibliothek, Westberlin) unter der Signatur: Mus. ms. Bach P 768 befindet. Es ist nicht bestimmt, ob die Übertragung vom Komponisten stammt. Der vollständige Titel des Flötenkonzerts lautet: Concerto / a / Flauta Travers / Violino Primo / Violino Secundo / Viola / et / Basso / di / Sig. C. Ph. E. Bach. Die wichtigsten Herausgeberprinzipien werden im folgenden aufgezählt. Die Schreibweise der unisono Stellen des Manuskriptes, wonach die Töne nur in der einen Stimme ausgeschrieben sind, die Takte der übrigen gemeinsam verlaufenden Stimmen aber leer bleiben und nur der Kustos auf die Höhe des ersten Tones verweist, wurde nicht beibehalten. Das gleiche bezieht sich auch auf andere offensichtliche Abkürzungen. Richtige, aber überflüssige Versetzungszeichen wurden weggelassen. Bei fehlenden Versetzungszeichen steht unsere Empfehlung in eckigen Klammern. Auf sonstige Tonfehler wird in den Anmerkungen verwiesen. Die empfohlenen Triller stehen ebenfalls in eckigen Klammern. Die angeratene Spieldauer der ausnahmslos langen Vorschläge ist durch den Wert des Vorschlags angegeben. (Abgesehen von einigen Inkonsequenzen folgt auch das Manuskript diesem Prinzip.) Zwischen den Vorschlägen und ihrem Hauptton wurde der heute gebräuchliche kleine Bindebogen ergänzt. Die im Manuskript konsequent fehlenden dynamischen Zeichen des Soloinstruments wurden nicht ergänzt. Um das Notenbild nicht zu überlasten, ist in unserer Ausgabe zwischen den originalen dynamischen Zeichen und denen, die aufgrund offensichtlicher Analogie ergänzt wurden, keine Unterscheidung gemacht worden. Die wenigen anderen notwendig erscheinenden Ergänzungen stehen in eckigen Klammern. Im 1. Satz Takt 32-36, 105-110, 164-170 und 246-256 wurden dagegen die originalen dynamischen Zeichen weggelassen, denn an diesen analogen musikalischen Stellen sind sie so wenig folgerichtig und widersprüchlich, dass es angebrachter ist, wenn der Interpret selbst entscheidet (zum Beispiel eine einfache Echodynamik alle zwei Takte). Die Artikulations- und Prasierungsbögen des Manuskripts sind ebenfalls inkonsequent, oftmals stehen sie offensichtlich falsch. Vermutlich folgte der Kopist mechanisch einem eilig geschriebenen, die Bindebögen oft nur oberflächlich andeutenden Original. Da die zur Verfügung stehende Quelle ziemlich unzuverlässig ist, sind hier die Korrekturen und Ergänzungen nach Analogie ohne besondere Kennzeichnung angegeben. Von selbständigen Hinzufügungen wurde abgesehen. Einige Staccatostriche wurden aufgrund offensichtlicher Analogien ebenfalls ohne Kennzeichnung ergänzt. In der Flötenstimme sind die gemeinsam mit der 1. Violine erklingenden Turnpassagen durch kleine Noten unterschieden. An diesen Stellen muss das Soloinstrument nicht obligat spielen. Die der vorliegenden Ausgabe zugrunde liegende Quelle enthält keine Continuo-Stimme, sogar die bei C. Ph. E. Bach immer zu findende Bezifferung fehlt. Da in jener Zeit der Continuo für das Orchester noch verbindlich war, wurde die Stimme ergänzt. Die Aussetzung stammt vom Herausgeber. Janos Malina