Helena Winkelman
Des Papstes Papagei
für Streichorchester (nur Partitur)
Helena Winkelman
Des Papstes Papagei
für Streichorchester (nur Partitur)
- Besetzung Streichorchester
- Komponist Helena Winkelman
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Partitur Download
- Verlag Editions Bim
- Bestell-Nr. BIM-QC15B-DL
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Beschreibung:
Papa Haydns Papagei für Streichorchester ist eine Bearbeitung von Winkelmans zweitem Streichquartett gleichen Namens. Im Jahr 2022 arrangierte die Komponistin auf Anfrage der Amsterdam Sinfonietta drei der ursprünglich acht Sätze für eine größere Besetzung. In der Orchesterfassung bilden nun der siebte, sechste und achte Satz eine kleine Suite. Das Originalwerk entstand im Auftrag der Esterházy Privatstiftung. Da dies der Ort ist, an dem Joseph Haydn viele Jahre wirkte, versteht sich Winkelmans Komposition als Hommage an den alten Meister. Nach Haydns Tod fand man unter seinem Nachlass einen Papagei, der Schüler und Gefährte des Komponisten gewesen war. Haydn hatte ihn Jahre zuvor in London gekauft. Nach seinem Tod wurde der Vogel für einen höheren Preis versteigert, als Haydn einst für das gesamte zweite Stockwerk seines Hauses bezahlt hatte – so groß war der Kult um den Komponisten im damaligen Wien. Winkelmans Quartett ist daher eine Paraphrase von Haydns Streichquartett, das den Spitznamen "Vogelquartett" trägt. Jeder Satz des Haydn'schen Quartetts spiegelt sich in den ursprünglich acht kurzen Sätzen von Winkelmans neuer Komposition wider. Der siebte Satz «RONDO IN PRESENCE OF FLEAS – a manic scratching miniature" eröffnet die Orchestersuite. Er steht dem Haydnschen Original am nächsten und entspricht dessen viertem Satz. Darin nimmt Winkelman die Perücken des damaligen Adels und deren Bewohner humorvoll aufs Korn. Zahlreiche Klangeffekte hinter dem Steg und auf dem Griffbrett machen die Flöhe hörbar – ebenso wie das verzweifelte Kratzen ihrer geplagten Opfer. Der sechste Satz «VARIATIONS ON VERY LITTLE" bezieht sich auf den langsamen Satz von Haydns Quartett, insbesondere auf dessen meisterhafte Kunst der Ornamentik und Diminution. Die Instrumente folgen einander in dichter Imitation, während die Harmonik warm und geheimnisvoll wirkt. Der letzte Satz «HAYDN ON THE ROCKS – YOUR PERSONAL BIRD EXPERIENCE» ist der freieste von allen. Wo Haydn in seinem Finalsatz ein populäres Thema verwendet, schlägt Winkelman den Bogen zu Jazz- und Rockidiomen – dabei nie vergessend, dass auf englisch «a bird» auch ein Mädchen ist. Die Spielanweisung an die Interpretinnen und Interpreten lautet: Think Big Band.