Konzert B-Dur (Dounias Nr. 123) für Violine, Streichorchester und Bc.
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Giuseppe Tartini
Konzert B-Dur (Dounias Nr. 123) für Violine, Streichorchester und Bc.

Giuseppe Tartini
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Beschreibung:

  • Tonart: B-Dur
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Barock)
Das vorliegende Konzert, von Dounias in die Gruppe der zwischen 1750 und 1770 entstandenen Werke eingeordnet, trägt in der Tat alle Merkmale des Tartinischen Altersstils: Die musikalische Bewegung fliesst ruhig und ausgeglichen dahin, die melodische Linie verlässt sich ganz auf die Wirkung ihrer natürlichen Sanglichkeit und verzichtet auf alle rhythmischen Komplikationen. Charakteristisch ist die Vorherrschaft punktierter Rhythmen im ersten Satz. Die Zurschaustellung spieltechnischer Kunststücke wird vollkommen unterdrückt, und die bescheidenen virtuosen Effekte sind nicht Selbstzweck, sondern stehen im Dienst der Gesamtanlage eines Satzes. Bemerkenswerterweise sind die technischen Anforderungen, die an den Solisten gestellt werden, im letzten Satz geringer als im ersten. Bei all dem ist aber die Solostimme eminent instrumentengerecht komponiert und dem Ideal eines geigerischen äBel canto' verpflichtet. Diese unaufdringliche Musik, die eher von einem inneren Leuchten erfüllt ist, als dass sie äusseren Glanz ausstrahlte, will gar nicht in das immer noch verbreitete Bild des Komponisten der äTeufelstrillersonate' als eines für die Entwicklung der Geigentechnik im 18. Jahrhundert zwar verdiensteichen, aber in der musikalischen Aussage wenig belangvollen Virtuosen passen. Dieses Bild wird schon bei den Zeitgenossen Tartinis erkennbar, etwa in der von Dittersdorf zitierten Bemerkung seines Lehrers, dass Tartinis Stücke zwar äzum Exerzieren', jedoch nicht äzum Produzieren' taugten. Auf diese verzerrenden Vorurteile ist es wohl auch zurückzuführen, dass die Renaissance vorklassischer Musik das Werk Tartinis bisher noch wenig berührt hat. Von den etwa 130 Violinkonzerten sind bisher kaum ein Dutzend in Neueditionen erschienen. Unsere Ausgabe stützt sich auf das Autograph (im folgenden A genannt), das im Musikarchiv von S. Antonio in Padua aufbewahrt wird. Von einer Stimmenabschrift, die sich in der Musikbücherei der Universität von California in Berkeley befindet, (B) standen mir zum Vergleich leider nur die Stimmen der 1. und 2. Ripieno-Violinen zur Verfügung. Die Existenz einer weiteren Stimmenabschrift, die sich in Padua befinden soll, wurde nicht bestätigt. Unter dem zweiten Satz findet sich im Autograph von Tartinis Hand in den zwei noch freien Notenzeilen der Seite eine verzierte Fassung der Solostimme des zweiten Satzes. Als authentisches Dokument der Verzierungspraxis ist sie in unsere Ausgabe mit aufgenommen worden und steht im Kleinstich in der obersten Notenzeile. Darunter ist, ebenfalls im Kleinstich, noch eine weitere verzierte Fassung abgedruckt, die in der gleichen Handschriften-Sammlung überliefert ist, die auch die Stimmenabschrift B enthält. Diese zweite verzierte Fassung dürfte wohl nicht von Tartini stammen, doch baut sie auf Tartinis Verzierungen auf, wie ein Vergleich mit diesen verdeutlicht. Das Autograph notiert die Stimmen in der bei den späteren Tartini-Konzerten üblichen Anordnung, d. h. in vier Zeilen, wobei Solovioline und 1. Ripieno-Violine in den Tutti-Stellen nicht gesondert werden. In den Solostellen wandern die 1. und 2. Ripieno-Violinen jeweils eine Zeile tiefer, also dorthin, wo in den Tuttistellen die 2. Violine und die Viola ihren Platz haben. Die Solostellen sind durch die Bezeichnungen äSolo' - über der Solovioline - und äSoli' - zwischen der 1. und 2. Ripieno-Violine - gekennzeichnet. Auch in den Stimmen der Handschrift B finden sich diese Kennzeichnungen. Sie sind wohl als Hinweis darauf zu verstehen, dass der Solist nicht vom vollen Geigenchor des Orchesters, sondern jeweils nur von einem Pult - also auch nicht etwa nur von zwei Einzelinstrumenten - begleitet wurde. Das Orchester von S. Antonio in Padua, für das Tartinis Violinkonzerte bestimmt waren, umfasste in der Mitte des 18. Jahrhunderts ohnehin nur insgesamt 8 Violinen. Die Ausführung der Bassstimme in den Violinkonzerten Tartinis - ob mit oder ohne Generalbassinstrument - ist umstritten. Die Partitur des vorliegenden Konzertes notiert