Méditation from Thaïs
für Solovioline, Harfe und Streichorchester
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Jules Massenet
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Beschreibung:

  • Seiten: 60
  • Erschienen: 01.07.2026
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Romantik)
  • ISMN: 9790570810383

Vielen Zuhörern ist der französische Komponist Jules Massenet (1842–1912) vor allem durch die wunderschöne "Méditation" aus seiner Oper "Thaïs" (1894; überarbeitet 1898) bekannt. Während die Oper selbst heute nur noch gelegentlich aufgeführt wird, hat die "Méditation" ein Eigenleben entwickelt und bleibt eines der beliebtesten Werke im Violinrepertoire. Sie ist seit langem ein beliebtes Zugabestück, nicht nur für Geiger, sondern auch für viele andere Instrumentalisten, und hat zahlreiche Bearbeitungen inspiriert.

Diese Bearbeitung für Solovioline, Harfe und Streichorchester orientiert sich eng an Massenets ursprünglicher Orchestrierung für großes Orchester, die zwei Harfen und einen gemischten Chor umfasst. Im Bewusstsein der Beliebtheit der "Méditation" als eigenständiges Konzertstück legte Massenet fest, dass der Chor bei einer Opernaufführung hinter dem Vorhang singen sollte, während er im Konzertsaal von vier bis acht Sängern vorgetragen werden könne, die inmitten des Orchesters sitzen. Aufgrund der großen Vielfalt an heute verfügbaren Bearbeitungen wird diese ursprüngliche Vorgabe mittlerweile nur noch selten befolgt.

Im Frühjahr 2019 beauftragte mich das Konservatorium von Lahti – an dem ich von August 2016 bis Mai 2018 studierte – mit der Erstellung von Bearbeitungen für Harfe und Streichorchester von Pietro Mascagnis "Intermezzo" aus "Cavalleria rusticana" und Massenets "Méditation" aus "Thaïs". Die Weltpremieren fanden am 12. Februar 2020 im Felix-Krohn-Saal der Konzerthalle Lahti statt und wurden vom Flaggschiff-Ensemble des Konservatoriums, dem New Lahti Chamber Orchestra, aufgeführt. Mascagnis "Intermezzo" wurde von Juhani Palola dirigiert, während Massenets "Méditation" unter der Leitung von Janne Saarinen stand, mit Juliana Pöyry als Violinsolistin.

Das Cover-Design zeigt das Originalplakat für "Thaïs", das 1894 von Manuel Orazi entworfen wurde.