Johann Samuel Endler
Ouvertüre D-dur (Suite)
für 3 Trompeten, Pauken, Oboe, Violine Solo, Streichorchester und Bc.
Johann Samuel Endler
Ouvertüre D-dur (Suite)
für 3 Trompeten, Pauken, Oboe, Violine Solo, Streichorchester und Bc.
- Besetzung 3 Trompeten, Pauke, Oboe, Violine, Streichorchester und Basso Continuo
- Komponist Johann Samuel Endler
- Bearbeiter Stephan Mehl
- Ausgabe Partitur
- Verlag Edition Kunzelmann
- Bestell-Nr. KU-OCT10200
Beschreibung:
Johann Samuel Endler kam am 26. Juli 1694 in Olbernhau im Erzgebirge als Sohn eines Organisten und Schulmeisters zur Welt. Vermutlich besuchte er die Thomasschule in Leipzig sowie die dortige Universität und schloss seine Studien 1716 mit dem Baccalaureat ab. 1721 übernahm er das äII. ordinaire Collegium musicum' Johann Friedrich Faschs (1688 - 1758), bevor er, wahrscheinlich auf Anregung und Wunsch seines Freundes und Förderers Christoph Graupner (1683 - 1760), 1723 nach Darmstadt übersiedelte. Dort verlieren sich zunächst für einige Jahre seine Spuren, bis er 1729 durch die Schaffung zweier Kirchenkantaten von neuem in Erscheinung tritt. Kammerrechnungen des Darmstädter Hofes weisen Endler 1740 als äConcertmeister' und äSecretarius' aus, und avancierte bald (vor 1744) zum Vizekapellmeister und damit zum Stellvertreter Graupners. Nach dessen Tod (1760) übernahm Endler den gesamten Kapellmeisterdienst, bis er selbst am 23. April 1762 in Darmstadt verstarb. Aus den erhaltenen Kompositionen und anderen Schriftzeugnissen geht hervor, dass Samuel Endler äein überdurchschnittlich begabter Künstler, ein ungewöhnlich fleissiger Musiker und ein Mensch vornehmer Gesinnung' (E. Noack) gewesen sein muss. - Seine kompositorische Tätigkeit erstreckte sich überwiegend auf den Bereich Instrumentalmusik, wobei die meist mit mehreren Blechbläsern und Pauken reich besetzten Werke für Orchester den Hauptanteil bilden. Die 30 erhaltenen Sinfonien erweisen sich eigentlich als grossangelegte Suiten mit bis zu sechs Tanz- oder Charaktersätzen, wobei jeweils der erste Satz Sonatenform besitzt, in dem häufig zwei Themen herausgebildet und variiert werden. Daneben finden sich sieben Ouvertüren (Suiten), die sich in der Faktur ihres Eröffnungssatzes und der Aneinanderreihung mehrerer suiten-typischer Tanzsätze an ihre großen Vorbilder, die vier Orchestersuiten Johann Sebastian Bachs, anlehnen. Die hier erstmals im Druck erscheinende äOuverture' D-Dur stützt sich auf einen autographen Stimmensatz der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt (Signatur Mus. 261/7). - Alle Zusätze des Herausgebers wie dynamische Zeichen und Verzierungen sind in Klammern gesetzt; analoge Bogensetzung ist durch Strichelung kenntlich gemacht. Vereinzelte offensichtliche Schreibfehler im Autograph wurden stillschweigend berichtigt. Herrn Dr. Oswald Bill, der die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung erteilte, sei auch an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt. Arnold Mehl