Regina coeli
für Sopran, Streichorchester und Bc. (Fagott ad lib.)
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Joseph I von Österreich
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Beschreibung:

  • Genre: Geistlich & Kirchenmusik
Die vorliegende Antiphon äRegina coeli' ist in mancher Hinsicht eine aussergewöhnliche Komposition. Stilistisch ist das Werk ohne die Grundlage der neapolitanischen Schule nicht denkbar; es zeigt auch ein wenig die melodiöse Sanglichkeit Händelscher Arien, und man glaubt sogar, die Komposition verströme etwas vom Geiste Haydns und Mozarts. Daher erscheint es vom Werk her unglaublich, dass der Komponist Joseph I (geboren 1678) bereits 1711 gestorben ist als römisch-deutscher Kaiser in Wien - dass also das Werk geschrieben wurde noch bevor z. B. die Komponisten Fux und Caldara ihre Wiener Lebensstellung als kaiserlicher Hofkapellmeister bzw. Vizekapellmeister innehatten. Bereits die Zeitgenossen Josephs rühmten denn auch des Kaisers vielfältige Begabungen: äes zierte die music nebst anderen dergleichen wissenschaften unseren Kayser eben so sehr, als die heldenmüthigsten kriegsübungen, die er dabey in einer solchen vollkommenheit besass, dass er nicht allein seinen hof, sondern alle, so darinnen etwas vor andern zu wissen vermeynten, übertraf, zumahlen, da dieses hierbey muss betrachtet werden, dass er auf alle diese wissenschaften keine zeit verwendete, sondern solche nur im spielen begriff, wenn andere zu dieser vollkommenheit zu gelangen, ihre gantze lebens-zeit anwenden mussten. Eben wie der große Leopold arien und andere cantaten zum öfteren componierte, welche hernach von den größten kennern der music vor unvergleichlich gehalten worden, also war auch der Kaiser Joseph in dieser wissenschaft so vollkommen, dass er bey müssigen stunden, ohne den großen regierungsgeschäfften abbruch zu thun, die vollkommensten stücke verfertigte, die hernach mit jedermans vergnügen angehört wurden. Er spielte selbst ein vollkommenes clavecin, bliess die flöte, und tractierte noch viel andere instrumenta mit solcher annehmlichkeit, dass auch diejenigen, so profession davon machten, gestehen mussten, dass sie ihn in der grace nicht übertreffen und nur hierdurch einen vortheil hätten, dass sie den ganzen tag damit umgiengen.' (Rink: äJosefs des Sieghafften Röm. Kaysers Leben und Thaten. In zwey Theile abgefasset und mit Bildnissen geziert.' Cölln 1712). Als vielseitig interessierter und vielbeschäftigter Regent hat Joseph nur eine kleine Liste von Kompositionen vorzuweisen: Neben einem halben Dutzend Arien - vorwiegend als Einlagen in Opern anderer Komponisten - ist das äRegina coeli' als einzige liturgische Kirchenkomposition überliefert. Für unsere Ausgabe wurde die Handschrift der österreichischen Nationalbibliothek Wien benutzt; der Herausgeber dankt der Bibliotheksleitung für die Druckerlaubnis. Das Titelblatt der Handschrift lautet: äRegina Coeli/ä/Soprano Solo/2 Violini/Viola/ Violoncello obligato/con/Organo/Composito dalla S:C: Real Maesta/di Giuseppe Primo'. Die zweite überlieferte Quelle (Sächsische Landesbibliothek Dresden) weicht nur geringfügig von dieser Handschrift ab. In den Sätzen 1,3 und 4 wird zur Verstärkung der Bassstimme ein Fagott eingesetzt (für den letzten Satz fehlt ein diesbezüglicher Vermerk). Bei kleiner Streicherbesetzung wird man mit Vorteil auf das moderne Fagottinstrument verzichten. Zusätze des Herausgebers sind durch Klammern gekennzeichnet oder nachstehend vermerkt. Offensichtliche Schreibfehler wurden berichtigt. Einer um 1700 eher veralteten Notationsgewohnheit folgend ist in der Sopranstimme der Sätze 2 und 3 ausnahmslos e (statt es) gesetzt. Im Satz 3 sind im Orchester in folgenden Takten ebenfalls e notiert: 9 (Viola), 27 (Violine 1 und Viola), 28 (Violine 1), 29 (Viola), 54 (Violine 1 und Viola), 59, 60 (Viola). 4 Takt 3 1: Viola erstes Achtel a. 5 Takt 13: Sopran viertes Achtel a' (Entsprechung zu T. 25) 6 Takt 22: Bass Taktende zwei Achtel a g (Parallelen) Raimund Rüegge