Beethoven/Anonym: Sonate Nr. 3 op. 2 pour Quatuor a cordes
Übertragung der Klaviersonate von 1810 für Streichquartett
Beethoven/Anonym: Sonate Nr. 3 op. 2 pour Quatuor a cordes
Übertragung der Klaviersonate von 1810 für Streichquartett
- Besetzung Streichquartett
- Ausgabe Noten
- Verlag Verlag Walter Wollenweber
- Bestell-Nr. KU-WW206
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Beschreibung:
Im Rahmen einer vervollkommneten Editionstechnik in den vergangenen Jahrzehnten wurden erfreulicherweise auch diejenigen Werke Beethovens, die bisher nur innerhalb der Gesamtausgabe, in wissenschaftlichen Beiträgen oder sonstigen, schwer erreichbaren Veröffentlichungen zugänglich waren, für den interessierten Musikfreund erschlossen. So findet sich beispielsweise die Übertragung der E-Dur-Klaviersonate op.14 Nr. l für Streichquartett (Erstausgabe 1802 im Kunst- und Industriekomptoir Wien) im Band 1 der Neuausgabe der Streichquartette Beethovens im Henle-Verlag. Auch auf den Erstdruck der Streichquintettbearbeitung Beethovens der b-Moll-Fuge aus dem ersten Teil von Bachs 'Wohltemperierten Klavier' (um 1802) sei in diesem Zusammenhang verwiesen, die der Herausgeber unter der Nr.WW 13 der Reihe UNBEKANNTE WERKE DER KLASSIK UND ROMANTIK veröffentlichte. Anders verhält es sich wohl mit Übertragungen, bei denen Beethovens Autorschaft zumindest zweifelhaft ist. So brachte der Verlag Pacini in Paris bereits 1828 als vierten Band der Streichquartette Beethovens unter dem Titel Trois Quatuors concertants' Übertragungen der Klaviersonaten op.2 Nr. l - 3 heraus, wobei die hier vorgelegte Nr.3 als Nr.2 veröffentlicht wurde. Das nach der heutigem Wissenstand vermutlich einzige erhaltene Exemplar dieser Edition (Rudolf Potyra) befindet sich im Besitz der Landesbibliothek Coburg, der für das Zurverfügungstellen der Kopien sowie für die Genehmigung zur Veröffentlichung gedankt sei. Wenn auch diese Übertragung handwerkliches Können und intime Kenntnis der Sonaten verrät, sprechen vor allem die willkürlich erscheinenden Kürzungen im ersten Satz gegen die Autorschaft Beethovens, der wohl kaum seine formvollendete Sonate auf diese Weise verkürzt hätte: Lediglich die sich an Takt 232 der Klavierfassung anschliessende Kadenz wäre für den Streichquartettsatz zu eliminieren gewesen. Dagegen erscheinen dem Herausgeber alle anderen Kürzungen, vor allem die Auslassungen einzelner Takte, die die Ausgewogenheit des Satzgefüges gefährden, keinesfalls mit dem Formverständnis Beethovens vereinbar. Die Frage, ob die Wiederveröffentlichung dieser Übertragungen berechtigt erscheint, ist dennoch zu bejahen: Übertragungen bedeutender Werke durch unbekannt gebliebene Zeitgenossen erfreuen sich eines noch immer wachsenden Interesses unserer Zeit, so dass sie selbst im Konzertsaal wieder zu hören sind. Vor allem aber sollte man nicht die für das heutige Musikverständnis überaus wichtigen Aktivitäten sowohl von Musikern als auch von Produzenten von Tonträgern übersehen: Auch die Trois quatuors concertants wurden bereits auf CD (Cavalli Records Nr. 206) eingespielt, so dass auch eine praktische Notenausgabe wünschenswert wurde, die den Interessenten ein zuverlässiges Aufführungsmaterial in die Hand gibt. Auf eine Gegenüberstellung von Originalfassung und Übertragung wurde verzichtet: Die erwähnten Verkürzungen vor allem des 1.Satzes lassen sich ohne weiteres an Hand der Klavierfassung erkennen. Die dem Bearbeiter 'eingefallenen' Hinzufügungen wurden in der Regel aus der Pacini-Ausgabe notengetreu übernommen. Stillschweigend wurden hierbei eine Unzahl von Fehlern in der Vorzeichnung beseitigt. Die notwendig erscheinenden Ergänzungen bezüglich der Dynamik wurden analog der Beethovenschen Vorschriften nachgetragen. Die Strichbezeichnungen wurden im wesentlichen aus der Pacini-Ausgabe übernommen, auch wenn sie teilweise im Widerspruch zur Phrasierung Beethovens standen. In Takt 129/132 des 1.Satzes (Pacini) ergänzt der Bearbeiter den bei Beethoven orgelpunktmässig ruhenden Dominantseptakkord in jedem Takt der Violoncellostimme mit einem akzentuierten Vorhalt as, woraus zwangsläufig auch die Änderung der Violinstimme as statt a erforderlich wurde. In Takt 153 wurde in der absteigenden G-Dur-Tonleiter der 1.Violine der wiederholte Ton g vom Bearbeiter - vermutlich aus spieltechnischen Gründen - in a umgeschrieben. Der Herausgeber bevorzugt den Originaltext Beethovens. Ähnlic