Fuge b-moll aus dem Wohltemperierten Klavier
für 2 Violinen, Viola, 2 Violoncelli (Bach/Beethoven)
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Lieferzeit 2-4 Wochen
Johann Sebastian Bach
Fuge b-moll aus dem Wohltemperierten Klavier
für 2 Violinen, Viola, 2 Violoncelli (Bach/Beethoven)

Johann Sebastian Bach
Fuge b-moll aus dem Wohltemperierten Klavier

für 2 Violinen, Viola, 2 Violoncelli (Bach/Beethoven)

Lieferzeit 2-4 Wochen
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Voraussichtliche Lieferung zwischen 06.03.2026 und 20.03.2026.
  • Kreditkarte
  • Rechnung Rechnung
  • PayPal
  • Sepa

Nicht in allen Ländern verfügbar. Mehr erfahren

Beschreibung:

  • Tonart: b-Moll
  • Genre: Klassik
Fuge b-Moll aus dem ersten Teil von Bachs 'Wohltemperiertem Klavier' in der Fassung für zwei Violinen, Viola und zwei Violoncelli von Beethoven Da 1.3 Beethoven in seiner gesamten Schaffenszeit immer wieder auch auf die strenge Form der Fuge zurückgegriffen hat, ist bekannt und bedarf keiner Erläuterung. Nicht übersehen sollte man aber auch, dass Bach für Beethoven nicht nur das geistige Vorbild war; Beethoven setzte sich vielmehr in praktischen Arbeiten mit dessen Stil der Fugenkomposition auseinander, zu denen auch die hier erstmalig als Stimmenausgabe veröffentlichte Übertragung der Fuge b-Moll aus dem ersten Teil von Bachs 'Wohltemperiertem Klavier' zählt. Was Beethoven veranlasst haben könnte, gerade diese Fuge aus dem 'Wohltemperierten Klavier' für eine Übertragung für Streicher zu wühlen, muss blosse Vermutung bleiben. In der Fünfstimmigkeit den Anreiz für die Übertragung gesehen zu haben, scheint zumindest fragwürdig, nachdem die andere fünfstimmige Fuge des ersten Teils eben nicht übertragen wurde, wohl aber die vierstimmige Fuge in h-Moll für Streichquartett. Überzeugender erscheint als Begründung, dass es Beethoven bei dieser Arbeit um die Darstellung eines gewissen Problems in dieser Fuge gegangen sein könnte: Der Klaviersatz dieser Fuge gibt über die pausierenden Stimmen infolge der fehlenden Pausenzeichen nur begrenzt Aufschluss. Die Takte 38-45 beispielsweise sind dreistimmig gearbeitet; der Wiedereintritt der beiden Oberstimmen erfolgt jedoch nicht regelgerecht: Die in Takt 53 entstandene Fünfstimmigkeit ergibt sich vielmehr aus der Einführung einer neuen Stimme zwischen der bisherigen vierten Lind fünften Stimme, wodurch die frühere dritte (Mittel-) Stimme zur zweiten Stimme umgedeutet wird. Dieser Tausch der Stimmlage, der bei der Rezeption des Klaviersatzes kaum bewusst wird, ist bemerkenswert als eine eigenwillige Freizügigkeit, die sich Bach als Meister des Kontrapunkts mit den überlieferten Fugenregeln erlaubt hat. Die partiturmässige Verteilung der Stimmen jedoch macht das Problem Sogleich augenfällig. Es wäre nun durchaus denkbar, dass Beethoven beim Studium der Bachschen Fugen auf diese Abweichung von der Regel gestossen ist. Das sich für den Streichersatz ergebende Problem löst er nun durch den Kunstgriff eines - im linearen Satz eigentlich unzulässigen - Doppelgriffs in Takt 37, der durch die Abschlussnote der zweiten Stimme zusammen mit dem Themeneinsatz der dritten Stimme gebildet wird, die jetzt als zweite Stimme (Violine II) weitergeführt wird. Diese Rückung bedingt auch die nachfolgende Neuverteilung der Stimmen; lediglich die Bassstimme ist in ihrer Linienführung dem Bachschen Klaviersatz gleich. Darüberhinaus enthält die Übertragung folgende Abweichungen vom Klaviersatz: Den in Takt 50 und 68 jeweils enthaltenen Einklang zweier Stimmen, der für den Klaviersatz klanglich ohne Bedeutung ist, vermeidet Beethoven durch Pausieren einer Streicherstimme (Violine II). In Takt 30 wird die zweite und dritte Stimme miteinander vertauscht, wobei die ganze Note b in zwei Halbe aufgeteilt wird. In Takt 73 wird in der zweiten Stimme die ganze Note g ebenfalls in zwei Halbe aufgeteilt. In Takt 33 verzichtet Beethoven in der zweiten Stimme auf den Vorhalt des angebundenen es und schreibt dafür eine ganze Note des, um die Oktavverdoppelung des Terztons des auf dem dritten Viertel zu vermeiden. In Takt 38 wird in der fünften Stimme die halbe Note ges als Viertel notiert und als zweites Viertel weiter zum f geführt. In Takt 21 nimmt Beethoven in der Viola das b aus Takt 22 vorweg, wodurch zwischen der Violine 1 und Viola offene Quinten entstehen. In Takt 51 fehlt in der Violastimme vor dem d das Auflösungszeichen. In Takt 58 fehlt in der Violastimme vor dem vierten Viertel ein b. In Takt 71 wurde in der Violastimme von Beethoven die halbe Note f als zwei durch Bindebogen gebundene Viertel notiert. In Takt 70 steht in der fünften Stimme (Violoncello II) statt einer halben Note f irrtümlich eine Pause. Die Ausgabe