Konzert G-dur für Violine (Dounias Nr. 80)
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Giuseppe Tartini
Konzert G-dur für Violine (Dounias Nr. 80)

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Beschreibung:

  • Tonart: G-Dur
Minos Dounias unterscheidet in seiner Schrift über die Violinkonzerte Tartinis drei Schaffensepochen des Meisters. Zur mittleren (1735-1750) zählt er das vorliegende Konzert.' Die oft kühne Virtuosität der früheren Konzerte ist jetzt einer gemässigten Violintechnik gewichen. Die geigerischen Effekte werden jedoch stets mit einem sicheren Gespür für ihre Wirkung eingesetzt. Neben anderen stilistischen Kennzeichen erfährt die formale Gestaltung der Ecksätze nun eine Festlegung, auf der Tartini in der Folgezeit fast stereotyp beharrt: Tutti- und Solopartien werden streng auseinandergehalten, wobei drei Solostellen von vier Tuttiblöcken eingerahmt werden. Wie im letzten Satz des vorliegenden Konzertes steht im ersten Teil oft eine Wiederholung, so dass die Zahl der tatsächlich komponierten Abschnitte noch um jeweils einen geringer ist. Auffallend ist daneben vor allem die Sparsamkeit, die in der Orchesterbegleitung der Solostellen waltet. Sie lässt Viola und Bass schweigen und bedient, sich der beiden Ripieno-Violinen auf das anspruchsloseste. Im dritten Satz des vorliegenden Werkes bestreitet den Schluss der letzten Solostelle über 36 Takte hinweg die Solovioline ohne Begleitung des Orchesters. Dieser Abschnitt ist im Sprachgebrauch der Zeit als äCapriccio' zu bezeichnen, wenn auch Tartini diese Benennung vermeidet - jedenfalls fehlt sie in den überlieferten Abschriften. Das Capriccio vor dem Schlusstutti der schnellen Konzertsätze ist vor allem aus den Violinkonzerten op. 3 äArte del violino' von Locatelli bekannt. Dort findet es sich - Non plus ultra der damaligen Violintechnik - regelmässig in allen Ecksätzen. Tartini komponiert Capricci nur gelegentlich in seinen frühen Werken und beschränkt ihren Anwendungsbereich auf den letzten Satz. Folgt man Dounias, so hat Tartini änach etwa 1740' seinen Konzerten keine Capricci mehr eingefügt. Demnach wäre die Entstehungszeit des vorliegenden Konzertes ungefähr in der zweiten Hälfte des vierten Jahrzehnts zu suchen. Doch scheint dem Herausgeber aus stilistischen Gründen ein etwas späterer Ansatz wahrscheinlicher. Wesentlich später ist mit Sicherheit das Andante, die endgültige Fassung des Mittelsatzes, entstanden, eine der in der Verbindung von schlichter gesangli cher Melodik und schillernd wechselvoller Harmonik überzeugendsten Kompositionen Tartinis. Das Konzert ist in drei Abschriften überliefert: zwei in Partitur, eine in Stimmen. Von der letzteren, die in der Musikbücherei der Universität von California in Berkeley aufbewahrt wird (im folgenden C genannt), standen mir leider nur die Stimmen der beiden Ripieno-Violinen zur Verfügung. Die beiden Partiturabschriften befinden sich in der Nationalbibliothek in Paris (A) und im Musikarchiv von S. Antonio in Padua (B): Die letztere enthält eine Reihe von Unterschieden gegenüber den beiden anderen Handschriften. Die Paduaner Partitur ist ihrem äusseren Erscheinungsbild nach eine spätere Abschrift. Auch weicht sie in einigen Einzelzügen - z. B. in der Partituranordnung und in der Notation der Vorschläge - von Tartinis Schreibgepflogenheiten ab, die aus den überlieferten Autographen ersichtlich sind. Die Pariser Partitur steht dem Original offensichtlich näher. Sie notiert die fünf Stimmen des Konzerts in vier Zeilen, wie in den späteren Autographen üblich, wobei in den Tuttistellen Solo-Violine und erste Ripieno-Violine zusammenfallen, während in den Solostellen die beiden Ripieno-Violinen jeweils eine Zeile tiefer rutschen. Die Vorschläge erscheinen ohne Rücksicht auf ihren tatsächlichen Wert - auch darin folgt A Tartini - stets als Achtelnoten. Für die vorliegende Ausgabe wurde infolgedessen A als Hauptquelle zugrunde gelegt, während B und C zur Ergänzung, gelegentlich auch zur Änderung herangezogen wurden. Die Handschriften-Sammlung in Berkeley, der die Quelle C angehört, enthält zu vielen langsamen Sätzen aus Violinkonzerten Tartinis verzierte Fassungen der Solostimme, so auch eine zum Andante des vorliegenden Konzerts in zwei gleichl