Sonate C-dur für 2 Violen und Violoncello
Koczwara, Franz
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Koczwara, Franz

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Beschreibung:

  • Tonart: C-Dur
  • Genre: Klassik
Geburtsdatum und -ort von Franz Koczwara sind nicht genau bekannt. Die Musiklexika geben an, dass er um 1750 in Prag geboren worden sein soll. Um 1775 tauchte er in London auf, wo er sich durch erste Kompositionen, z. T. zunächst im Selbstverlag erschienen, bekannt machte. 1783 ist er als Bratschist an einem Theater im irischen Dublin nachweisbar, die Jahre 1784/5 verbrachte er konzertierend und Musikunterricht erteilend in Cork, 1789 schliesslich trat er wieder als Viola-Solist in Dublin auf. Auch wenn die Bratsche offensichtlich sein Hauptinstrument war, spielte er daneben - wie die meisten seiner Zeitgenossen - auch noch mehrere andere. 1790 kehrte er nach London zurück und wirkte bei der Händel-Gedenkfeier mit, scheint in diesem Jahr aber auch eine Reise auf den Kontinent unternommen zu haben. Er soll ein zügelloses und ausschweifendes Leben geführt haben, das am 2.September 1791 jäh endete, als er in London von einer Prostituierten erhängt wurde. Seine Kompositionen waren in Irland und England recht beliebt, die Programm-Musik The Battle of Prague für Klavier, Violine und Violoncello (von einigen Verlegern wurde noch eine kleine Trommel zugefügt) war ein sensationeller Erfolg und wurde weltweit bis ins 19.Jahrhundert hinein nachgedruckt und bearbeitet. Überhaupt scheint er ein Spezialist für lautmalerische Musiken, insbesondere Schlachtenschilderungen, gewesen zu sein, jedoch hat sich von diesen Werken - meist für Orchester - nichts erhalten. Auf uns gekommen sind vor allem Kammermusiken, zunächst für Streicher, später meist für Klavier mit begleitenden Instrumenten, und einige Lieder. Er soll aber auch nicht davor zurückgeschreckt sein, Verlegern aus seiner Feder stammende Stücke als solche der in England hochgeschätzten Meister Haydn und Pleyel anzubieten. Die hier vorgelegte Sonate für die so ungewöhnliche wie reizvolle Besetzung von zwei Bratschen und Violoncello ist die sechste der Six Sonatas, three for a violin, German . flute, violoncello, with accompaniments for two horns , die ca. 1775 bei Charles & Samuel Thompson in London erschienen, und gehört damit zu den ersten nachweisbaren Werken Koczwaras. Die Zufügung von zwei Hörnern zu einem Streichtrio kam im 18.Jahrhundert des öfteren vor, so kennt man derartig besetzte Werke u.a. auch von F.J.Gossec und J.B.Vanhal; von Koczwara selbst führen auch die als op.l etwa um dieselbe Zeit erschienenen drei Serenaden sowie die sechs Trios op.5 (vor 1780) diese Blasinstrumente an. Die Hörner sind im allgemeinen nur akkordisches Füllsel - oft sind ihre Parte gar nicht erhalten, so auch bei dem dieser Neuausgabe zu Grunde liegenden Druck. Treten sie einmal solistisch hervor, so sind diese Passagen auch in den Streicherstimmen vermerkt (in der hier vorgelegten Sonate ist dies nur im zweiten Teil des Volkslied-artigen Rondo-Refrains der Fall), so dass die Stücke ohne weiteres als reines Streichtrio gespielt werden können (und wohl auch früher meist wurden.) Die Neuausgabe folgt dem in der Sibley Music Library der Eastman School of Music, University of Rochester, (USA) aufbewahrten Originaldruck Dieser Institution sei für die Überlassung einer Kopie und die Publikationserlaubnis herzlich gedankt.