Anton Rubinstein
Streichquartett Nr. 2 op. 17
Anton Rubinstein
Streichquartett Nr. 2 op. 17
- Besetzung Streichquartett
- Komponist Anton Rubinstein
- Ausgabe Noten
- Verlag Verlag Walter Wollenweber
- Bestell-Nr. KU-WW184
Lieferzeit 1-3 Arbeitstage
inkl. MwSt.,
zzgl. Versand
Nicht in allen Ländern verfügbar. Mehr erfahren
Beschreibung:
Anton G. Rubinstein - geboren 1829 in Wychwatinez, gestorben in Peterhof bei St. Petersburg - gehörte einer Familie an, in der sich deutscher Kultureinfluss deutlich bemerkbar machte. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er bei seiner Mutter, nach der 1835 erfolgten Übersiedlung nach Moskau bei A. Villoing. 1844 bis 1846 nahm er zusammen mit seinem Bruder Nikolai Kompositionsunterricht bei Siegfried Dehn in Berlin. 1854 bis 1858 und 1867 bis 1886 lebte er als gefeierter Konzertpianist zwar überwiegend in Westeuropa, wirkte aber gleichzeitig in Russland, wo mit seiner Unterstützung in St. Petersburg die Russische Musikgesellschaft gegründet wurde. Rubinsteins Bedeutung für die Entwicklung der russischen Musik kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Seine ersten beiden Symphonien sind die ersten russischen Symphonien überhaupt, auf deren Grundlage das sinfonische Werk von Tschaikowsky und Borodin entstehen konnte. Rubinstein war auch einer der ersten Komponisten in Russland, die Kammermusikwerke geschrieben haben; vor ihm hat lediglich Glinka wesentliche Werke dieser Gattung veröffentlicht. Schliesslich hat Rubinstein auch als Pianist, Pädagoge und Promoter die Entwicklung der russischen Musik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beeinflusst: Als ausgesprochen 'westlich' orientierter Musiker baute er das Petersburger Konservatorium nach westeuropäischem Muster auf, an das er ausnahmslos Deutsche und Tschechen als Lehrkräfte berief (um 1862). Schon in frühen Jahren widmete sich Rubinstein der Kammermusikkomposition; die ersten drei Streichquartette op. 17 entstanden um 1855. Noch unter dem Einfluss des von ihm hochgeschätzten Mendelssohn stehend, liegen sie ganz in der von ihm geförderten Richtung, lassen sie bereits erkennen, dass Rubinstein, der erfolgreiche Pianist, auch für die Streichinstrumente geschickt und dankbar zu schreiben wusste. Der hier vorgelegte Neudruck des zweiten Streichquartetts erscheint besonders geeignet, das kompositorische Kammermusikschaffen Rubinsteins der Öffentlichkeit wieder näherzubringen: Klar formal strukturiert, kontrastiert das Werk zwischen wirkungsvoll gesetztem polyphonen Stil und streng harmonisch geführten Akkordabfolgen. Eine besondere Stellung nimmt der langsame mit Dämpfer vorzutragende kantable Satz ein, der unter dem Namen 'Sphärenmusik', vor allem auch in der Fassung für Streichorchester bekannt geworden ist. Für den Streichquartettspieler, der zwischen Wiener Klassik und schwergewichtiger deutscher Romantik auf der Suche nach eingängiger unbekannter Literatur ist, bedeutet dieses Werk sicher eine anregende Begegnung. Der Verlag