Joseph Joachim Raff
Streichquartette Nr. 6-8 op. 192
Joseph Joachim Raff
Streichquartette Nr. 6-8 op. 192
- Besetzung Streichquartett (2 Violinen, Viola und Cello)
- Komponist Joseph Joachim Raff
- Herausgeber Stefan König
- Ausgabe Studienpartitur (Urtext)
- Verlag Breitkopf & Härtel
- Bestell-Nr. PB5708
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Beschreibung:
Rund achtzehn Jahre liegen zwischen Raffs erstem gezählten Streichquartett op. 77 und seinen als ein Werk zusammengefassten Quartetten Nr. 6–8 op. 192. Damit trennte sich Raff in der Quartett-Komposition vom gewichtigen Einzel-Opus – jedoch ohne musikalische Qualität einzubüßen.
Als im Winter 1873/74 seine musikalische Trias op. 192 entstand, war Raff einer der erfolgreichsten Komponisten Deutschlands und zentrale künstlerische Autorität in der hessischen Kur-, Residenz- und Kaiserstadt Wiesbaden. Mit op. 192 kultivierte Raff seinen Ruf als gelehrter Komponist, der die kontrapunktischen Formen meisterhaft beherrschte. Zum Kompositionszeitpunkt der Streichquartette hatte er sich bereits als einer der produktivsten und vielseitigsten Suiten-Komponisten des 19. Jahrhunderts entfaltet und dies zeigt sich auch hier in den unterschiedlichen Suiten-Konzeptionen: Opus 192 Nr. 1 (c-moll) lässt als Suite in älterer Form mit barocken Etikettierungen stilisierte Tanzsätze aufeinander folgen. Die schöne Müllerin op. 192 Nr. 2 (D-dur) interpretiert die Suite hingegen als Kapitelfolge einer musikalischen Erzählung und wird damit zur wohl ersten Tondichtung in Streichquartett-Besetzung. Im dritten Quartett (C-dur), auf das „Raff der Könner am meisten stolz war“, mischen sich zwischen die Tanzsätze auch andere Genrebezeichnungen und es bewahrt in der freien Abfolge unterschiedlicher Satztypen, die für eine Sonate nicht üblich sind, strukturelle Offenheit. In Zusammenarbeit mit dem Joachim-Raff-Archiv Lachen (CH)
Als im Winter 1873/74 seine musikalische Trias op. 192 entstand, war Raff einer der erfolgreichsten Komponisten Deutschlands und zentrale künstlerische Autorität in der hessischen Kur-, Residenz- und Kaiserstadt Wiesbaden. Mit op. 192 kultivierte Raff seinen Ruf als gelehrter Komponist, der die kontrapunktischen Formen meisterhaft beherrschte. Zum Kompositionszeitpunkt der Streichquartette hatte er sich bereits als einer der produktivsten und vielseitigsten Suiten-Komponisten des 19. Jahrhunderts entfaltet und dies zeigt sich auch hier in den unterschiedlichen Suiten-Konzeptionen: Opus 192 Nr. 1 (c-moll) lässt als Suite in älterer Form mit barocken Etikettierungen stilisierte Tanzsätze aufeinander folgen. Die schöne Müllerin op. 192 Nr. 2 (D-dur) interpretiert die Suite hingegen als Kapitelfolge einer musikalischen Erzählung und wird damit zur wohl ersten Tondichtung in Streichquartett-Besetzung. Im dritten Quartett (C-dur), auf das „Raff der Könner am meisten stolz war“, mischen sich zwischen die Tanzsätze auch andere Genrebezeichnungen und es bewahrt in der freien Abfolge unterschiedlicher Satztypen, die für eine Sonate nicht üblich sind, strukturelle Offenheit. In Zusammenarbeit mit dem Joachim-Raff-Archiv Lachen (CH)