Studie über Beethoven
6. Streichquartett
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Jörg Widmann
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Jörg Widmann
Studie über Beethoven

6. Streichquartett

  • Besetzung Streichquartett (2 Violinen, Viola und Cello)
  • Komponist Jörg Widmann
  • Schwierigkeit
    (schwer)
  • Ausgabe Partitur und Stimmen
  • Verlag Schott Musik
  • Bestell-Nr. ED23150
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Beschreibung:

  • Seiten: 146
  • Erschienen: 18.09.2024
  • Dauer: 27:00
  • Genre: Klassik, Klassische Musik der Moderne
  • ISMN: 9790001207546
  • EAN: 842819106166
Meine zwischen 1997 und 2005 entstandenen Streichquartette sind vom (für mich) quasi evolutionären 1. bis zum mit „Versuch über die Fuge“ betitelten 5. Quartett als ein in sich zusammenhängender und in sich geschlossener Zyklus konzipiert. Das 14 Jahre nach dem 5. entstandene 6. Quartett nun - Studie über Beethoven - ist als ein Neu-Ansetzen zu verstehen und eröffnet einen neuen Quartettzyklus mit ungewissem Ausgang. Fest steht nur, dass in den folgenden Quartetten eine intensive Auseinandersetzung mit der einzigartigen, großen Quartettkunst Ludwig van Beethovens stattfinden wird. Bis auf meine Konzertouvertüre Con brio hatte ich bei aller schon frühen Verehrung für Beethoven im eigenen Schaffen bisher einen großen Bogen um diesen unnahbaren Kosmos gemacht. Der vielleicht einzige Anknüpfungspunkt zu den 5 Quartetten des ersten Quartettzyklus ist, dass auch das 6. Quartett aus einem einzigen, hier allerdings fast halbstündigen Satz besteht. Die Grundkoordinaten werden ansonsten wieder auf null zurückgesetzt. Eine 'Studie' also im Wort-sinne. In diesem 6. Quartett gehe ich von einer – wenngleich stark erweiterten und in ihren Fliehkräften bisweilen kaum mehr zusammen zu haltenden Tonalität aus. Ich möchte den der Tonalität innewohnenden Gravitationen nachspüren: Phänomenen wie Spannung/Entspannung, Vorhalt/Auflösung, Setzung und Abweichung. Nicht in einem nostalgisch-romantischen Sinne, dazu ist das Stück formal zu experimentell, zu unsentimental. Nein, im Sinne einer Studie, einer Versuchsanordnung wird die Tonalität beziehungsweise deren Grundannahmen erst einmal gesetzt. Um dann damit zu experimentieren, Varianten und Ausnahmen zu formulieren, mit dem Wunsch und in der festen Überzeugung, dass auch mit diesem vermeintlich verbrauchten Grundmaterial noch Neues, Un-Erhörtes gesagt werden kann. Gerade formal hat mich das Stück in dem Verlauf, den es sich gesucht hat, immer wieder überrascht und an unbekannte Orte geführt. Ich bin gespannt, zu welchen Formen mich die weiteren Quartette dieses 'Beethoven-Studie'-Zyklus noch führen werden. Das sechste Quartett ist in enger künstlerischer und freundschaftlicher Zusammenarbeit mit Anne-Sophie Mutter entstanden und ihr gewidmet. Jörg Widmann, im Juli 2019