Heinrich von Herzogenberg
Trio No. 1 op. 27
für Violine, Viola und Violoncello
Heinrich von Herzogenberg
Trio No. 1 op. 27
für Violine, Viola und Violoncello
- Besetzung Streichtrio (Violine, Viola und Cello)
- Komponist Heinrich von Herzogenberg
- Ausgabe Noten
- Verlag Verlag Walter Wollenweber
- Bestell-Nr. KU-WW86
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Beschreibung:
Heinrich von Herzogenberg, am 10. 6. 1843 in Graz geboren, am Wiener Konservatorium u. a. von F. O. Dessoff ausgebildet, 1874 Mitbegründer des Leipziger Bachvereins, den er auch 10 Jahre lang leitete, schliesslich (1885) Kompositionslehrer an der Kgl. Hochschule für Musik in Berlin, gestorben am 9. 10. 1900 in Wiesbaden, ist in der Musikgeschichte besonders wegen der langwährenden und intensiven Freundschaft bekannt, die ihn und seine Frau mit Johannes Brahms verband (siehe M. Kalbeck (Hrsg.): J. Brahms im Briefwechsel mit Heinrich und Elisabeth v. Herzogenberg, 2 Bde. Berlin 1907). So zeigt sich Herzogenberg auch in seinen Kompositionen zunehmend von Brahms beeinflusst, ein Umstand, der zweifellos wesentlich zum baldigen Vergessen seiner Werke beitrug, die sich bei aller formaler und satztechnischer Kunst in der Kraft der musikalischen Erfindung nicht ganz mit jenen Brahms' messen konnten. Auf den Gebieten jedoch, auf denen ein direkter Vergleich vermieden wird, überragen Herzogenbergs Kompositionen die vieler anderer Brahms-Epigonen an Eigenart und Meisterschaft. Dies gilt insbesondere für seine beiden Streichtrios op. 27 (gedruckt 1879), die als relativ frühe Werke Brahms' Schatten noch kaum spüren lassen. Die klangschönen, aber in ihrem durchsichtigen Satz niemals die durch die Kombination nur dreier Streichinstrumente setzenden Grenzen überschreitenden Kompositionen Herzogenbergs nehmen in der nicht allzu umfangreichen Streichtrio-Literatur des gesamten 19. Jahrhunderts zwischen Beethoven und Reger unbestritten den Spitzenplatz ein (siehe Th. F. Dunhill: Chamber Music, London 1913; und H. Unverricht: Geschichte des Streichtrios, Tutzing 1969). Ihr musikalischer Gehalt und ihre meisterhafte Satztechnik vermögen auch heute noch zu überzeugen und rechtfertigen eine Neuausgabe dieser Werke. Prof. Dr. W. Sawodny