Trio op. 1 für Violine, Viola und Violoncello
Amani, N.
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Beschreibung:

  • Opus: 1
  • Genre: Klassik
Nikolai N. Amani geb. 23. März (4. April) 1872 in St. Petersburg gest. 4. (17.) Oktober 1904 in Jalta Amani zählt zu den gänzlich vergessenen Komponisten aus dem Schülerkreis Rimski-Korsakows: Weder in der Enzyklopädie MGG noch in Riemanns Musiklexikon ist sein Name genannt; die wenigen seiner veröffentlichten Werke sind vergriffen und verschollen. Für den Versuch, einzelne aufgefundene Fakten wenigstens andeutungsweise zu einem Gesamtbild des Komponisten und Pianisten Amani zusammenzufügen, konnten wir als Quelle vor allem die Angaben der Enzyklopädie seines Heimatlandes heranziehen, die ausser einem Werkverzeichnis auch Literaturnachweise enthält. Diese Quelle dürfte auch Grundlage für die Erwähnung Amanis in Bakers Biographical Dictionary of Musicians sein. Ein wertvoller Hinweis findet sich noch in einem Aufsatz A. Glasunows: 'Mir war sehr wohl bekannt, dass Belaieff neben der öffentlichen Wohltätigkeit im Verborgenen warmen Anteil an dem Schicksal begabter, doch mittelloser Musiker nahm; als Beispiel möchte ich auf die materielle Unterstützung des kranken und früh verstorbenen Komponisten Amani verweisen, wie auch auf die langjährige Unterstützung des Komponisten A. N. Skrjabin während seiner Jugendzeit.' Es ist bemerkenswert, dass sich Glasunow gerade an Amani erinnert und gleichzeitig Skrjabin erwähnt. Vielleicht besteht eine weitere Parallele darin, dass Amanis Ausbildung als Pianist ebenfalls auf das Ziel ausgerichtet war, vor allem als Komponist die eigenen Werke interpretieren zu können. Seit 1890 als Studierender am St. Petersburger Konservatorium immatrikuliert, ist er 1897 in der Klavierklasse von A. N. Essipowa namentlich erwähnt; 1900 absolviert er seine Theorie- und Kompositionsstudien bei Rimski-Korsakow und verlässt das Konservatorium. Noch in demselben Jahr geht er nach Italien und gibt am 29. Juli 1900 in Neapel ein Konzert mit eigenen Werken. (Diese Italienreise ist zehn Jahre später der Anlass einer retrospektiven Würdigung des zu früh verstorbenen Künstlers durch S. Gentiles.) In den Jahren 1901/02 folgen noch Konzertreisen in Deutschland. Die zu Gehör gebrachten eigenen Kompositionen (op. 3, 4, 5, 7 und 8) werden gleichzeitig von M. E Belaieff im Druck veröffentlicht. Ausgenommen die Variationen über ein eigenes Thema op. 3 ('klangweiche, stimmungsvolle Romantik'), sind es formal gesehen durchwegs kurze Charakterstücke - ähnlich wie Skrjabins frühe Opuszahlen. Der sich schnell verschlimmernde Gesundheitszustand erzwang jedoch den Abbruch seiner gerade begonnenen Laufbahn; auch der Aufenthalt auf der Krim brachte dem von der Lungenschwindsucht Gezeichneten keine Linderung mehr: Nach zwei Jahren starb er mit nur 32 Jahren in Jalta. Das hier als Neuausgabe nach fast einem Jahrhundert erstmalig wieder vorgelegte Streichtrio op. 1 ist nicht nur beachtenswert, weil diese Werkgattung von den Komponisten der mittleren bis späten Romantik in ihrem Schaffen nur spärlich berücksichtigt wurde. Es dürfte darüberhinaus ein wertvolles Werk eines jungen Komponisten der Tschaikowskynachfolge sein, das sich - frei von jedem Nationalkolorit - durch einen eigengeprägten Stil auszeichnet. Auch H. Unverricht führt Amanis Op. 1 als 'sinfonisch geprägtes Trio' auf, vor allem wohl im Hinblick auf die kunstvolle Verarbeitung der Themen im ersten Satz; diese Satzweise beschränkt sich dabei nicht allein auf die Durchführung, auch die dem Allegrosatz vorangestellte langsame Einleitung wie die Reprise zeigen, 'dass der Tonsetzer unverkennbar sehr viel Wert auf die thematische Verarbeitung gelegt hat'. Die Neuausgabe folgt dem Text der Partitur des Erstdrucks; ergänzende Zeichen der Revision sind mit [] gekennzeichnet. Der Bayerischen Staatsbibliothek in München ist für das Zurverfügungstellen der Kopie des in ihrem Besitz befindlichen Exemplars (Sig. 2422) zu danken. Der Verlag