Carl Ditters von Dittersdorf
Konzert D-dur für Violoncello
Carl Ditters von Dittersdorf
Konzert D-dur für Violoncello
- Besetzung Cello und Klavier
- Komponist Carl Ditters von Dittersdorf
- Bearbeiter Istvan Mariassy
- Ausgabe Noten
- Verlag Edition Kunzelmann
- Bestell-Nr. KU-GM1449
Beschreibung:
Carl Ditters von Dittersdorf (geb. 2. Nov. 1739 Wien, gestorben 24. Okt. 1799 Nove Dvory in Böhmen) war ein ausgezeichneter Violin-Virtuose, der zusammen mit dem Tschechen Antonin Vranitzky die österreichische Violinschule gegründet hat. Als Komponist ist er aus der Mannheimer Schule hervorgegangen und hat auch viele schöpferische Impulse von Haydn empfangen. Von 1771 bis 1796 lebte er mit kurzen Unterbrechungen in der kleinen Stadt Jauernig in Schlesien als Kapellmeister des Erzbischofs Schaffgotsch. Im dortigen Schloss Johannisberg leitete er das Hoforchester sowie das Opernensemble, so dass viele seiner Kompositionen dort ihre Uraufführung hatten. Im Garten seines eigenen Hauses stand ein Altan, wo er am liebsten komponierte. Mit seinen Singspielen ist er der Wegbereiter der deutschen Komischen Oper geworden. Er schrieb 28 Opern ('Doktor und Apotheker' erscheint auch heute noch vereinzelt auf der Bühne), dazu über 100 Symphonien, 12 Streichquintette, 8 Quartette, 35 Konzerte und andere Werke. Solo- sowie Orchesterstimmen des D-dur Konzertes für Cello von Dittersdorf befinden sich im Museum der Musik in Prag. Die Partitur hält sich strengstens an das Originalmaterial, abgesehen von der Tatsache, dass die Clarini durch die heute üblichen Trompeten ersetzt wurden. Vom Herausgeber stammen lediglich Ergänzungen der Dynamik, Phrasierung, Stricharten, Fingersätze und kleine Kadenzen. Dittersdorfs Musik braucht keine Verbesserungen, keine Hilfe. Es handelt sich um die reife Schöpfung des alten Meisters. Ich bin überzeugt, dass dieses Konzert nicht nur den fertigen Berufscellisten, sondern auch vor allem der jüngsten Cello-Generation Freude bringen wird. Mit den leichteren Fingersätzen wird dieses Konzert das erste sein, welches sie technisch und mit Virtuosität werden spielen können, während fortgeschrittenere Cellisten sich an die Fingersätze mit mehreren Lagenwechseln wagen können. Die erste Druckausgabe sollte von den Cellolehrern an Musikschulen freudig begrüsst werden, denn die Musik von Dittersdorf fliesst frisch dahin und ist so charmant. Stanislav Apolín