Jean Cras
Largo en fa dièse mineur
Jean Cras
Largo en fa dièse mineur
Beschreibung:
Jean Cras, der schon sehr früh Klavier und Geige lernte und von Geschwistern umgeben war, die Klavier und Streichinstrumente spielten, kam schnell zum Komponieren von Kammermusik. Zunächst ein Klaviertrio, Voyage symbolique (Symbolische Reise), dann drei Sonaten zu Beginn des 20. Jahrhunderts: L'Esprit (Der Geist, für Klavier und Violine), L'Âme (Die Seele, für Bratsche und Klavier) und La Chair (Das Fleisch, für Cello und Klavier).
Kurz darauf begann Jean Cras, dieses Largo in fis-Moll in einer ersten Fassung für Cello und Klavier zu komponieren. Wir haben nur wenige Elemente über dieses Stück. In einem Brief an seine Familie vom 6. Dezember 1903 (zu der Zeit war er in Bizerte) schrieb er: "Mein Andante für Cello ist fast fertig. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass es sehr gut ist. Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, dass die Gefühle, die das Wesen meiner Werke ausmachen, jetzt stärker und kräftiger zum Ausdruck kommen, ganz gleich, wie aufrichtig sie sind." Ob er damit das Largo in fis-Moll meint? Sicherlich, denn es gibt keine Spur von einem anderen Andante für solche Instrumente. Die Angabe "November 1903" in verschiedenen handschriftlichen Quellen bleibt in diesem Zusammenhang ein Rätsel.
Das autographe Manuskript, auf dem die vorliegende Ausgabe beruht, wird in der Médiathèque musicale Mahler in Paris aufbewahrt. Sie wird durch mehrere andere handschriftliche Quellen ergänzt, von denen die getrennten Stimmen der Violine und der Bratsche beweisen, dass diese beiden alternativen Fassungen tatsächlich der Wunsch des Komponisten sind.
Die vorliegende Ausgabe bietet also drei Fassungen an: für Cello und Klavier, für Bratsche und Klavier, für Violine und Klavier. Dieses Stück, eine kurze Meditation in Liedform (A-B-A'), wurde von dem Cellisten André Lévy und Colette Cras, der zweiten Tochter des Komponisten, am 22. November 1934, zwei Jahre nach Jean Cras' Tod, geschaffen. Es wurde von Aleksandr Khramouchine und Alain Jacquon im April 2008 in Vincennes für Timpani Records aufgenommen und im Rahmen des Festivals Folle Journée de Nantes 2013 am Samstag, dem 2. Februar, von Raphaël Pidoux und Vincent Coq konzertant wiederaufgeführt.
(Übersetzung Philippe Do)
Kurz darauf begann Jean Cras, dieses Largo in fis-Moll in einer ersten Fassung für Cello und Klavier zu komponieren. Wir haben nur wenige Elemente über dieses Stück. In einem Brief an seine Familie vom 6. Dezember 1903 (zu der Zeit war er in Bizerte) schrieb er: "Mein Andante für Cello ist fast fertig. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass es sehr gut ist. Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, dass die Gefühle, die das Wesen meiner Werke ausmachen, jetzt stärker und kräftiger zum Ausdruck kommen, ganz gleich, wie aufrichtig sie sind." Ob er damit das Largo in fis-Moll meint? Sicherlich, denn es gibt keine Spur von einem anderen Andante für solche Instrumente. Die Angabe "November 1903" in verschiedenen handschriftlichen Quellen bleibt in diesem Zusammenhang ein Rätsel.
Das autographe Manuskript, auf dem die vorliegende Ausgabe beruht, wird in der Médiathèque musicale Mahler in Paris aufbewahrt. Sie wird durch mehrere andere handschriftliche Quellen ergänzt, von denen die getrennten Stimmen der Violine und der Bratsche beweisen, dass diese beiden alternativen Fassungen tatsächlich der Wunsch des Komponisten sind.
Die vorliegende Ausgabe bietet also drei Fassungen an: für Cello und Klavier, für Bratsche und Klavier, für Violine und Klavier. Dieses Stück, eine kurze Meditation in Liedform (A-B-A'), wurde von dem Cellisten André Lévy und Colette Cras, der zweiten Tochter des Komponisten, am 22. November 1934, zwei Jahre nach Jean Cras' Tod, geschaffen. Es wurde von Aleksandr Khramouchine und Alain Jacquon im April 2008 in Vincennes für Timpani Records aufgenommen und im Rahmen des Festivals Folle Journée de Nantes 2013 am Samstag, dem 2. Februar, von Raphaël Pidoux und Vincent Coq konzertant wiederaufgeführt.
(Übersetzung Philippe Do)