Nicola Campogrande
150 Decibel
für Viola und Klavier
Nicola Campogrande
150 Decibel
für Viola und Klavier
- Besetzung Viola und Klavier
- Komponist Nicola Campogrande
- Ausgabe Noten
- Verlag Breitkopf & Härtel
- Bestell-Nr. EB9573
inkl. MwSt.,
zzgl. Versand
Nicht in allen Ländern verfügbar. Mehr erfahren
Beschreibung:
Dieses Werk wurde durch eine kürzlich wiederentdeckte Fotoserie inspiriert, die der Funker und Fotograf Amedeo Verri während des Ersten Weltkriegs aufgenommen hat. Was mich am meisten beeindruckte, war die positive Energie, die von den jungen Männern ausging, die an die Front geschickt wurden. Eine Energie, die mal gelassen, mal ungestüm war, sich aber stets stolz zeigte - weit entfernt vom Klischee des Schützengrabenkriegs, durch das wir uns die Soldaten des Ersten Weltkriegs gewöhnlich vorstellen. Natürlich zeigen die Bilder uniformierte Soldaten, umgeben von Gewehren, Schlamm und Granaten. och vor der Linse des Fotografen erscheinen sie auch als stolze Mitglieder einer Militärkapelle, die sich nach einem Bad im Fluss mit einem Lächeln im Gesicht in der Sonne trocknen, fröhlich mit einheimischen Bäuerinnen posieren oder eine Gitarre in der Hand halten ... Ich hatte daher das Gefühl, dass meine Partitur - eine Hommage an die Protagonisten des Ersten Weltkriegs - versuchen sollte, diese jugendliche Vitalität einzufangen und sie in einer zeitgenössischen Klanglandschaft zu spiegeln: Wo einst eine Blaskapelle stand, könnte heute ein DJ oder eine Pop- bzw. Rockgruppe an der Front stehen; jeder Soldat hielte ein Smartphone in der Hand und dächte in Begriffen von Hyperlinks; jede Geste wäre von Geschwindigkeit geprägt - und so weiter.
Zugleich dachte ich über die schiere klangliche Gewalt des Gefechts nach und über den Klang von Schusswaffen, der aus nächster Nähe bei modernen Waffen bis zu etwa 150 Dezibel erreichen kann. Diese Zahl als Titel zu verwenden erschien mir als ein treffender Bezugspunkt für die Ausführenden, da dieses Stück in seinen intensivsten dynamischen Passagen ein wirklich extremes Lautstärkeniveau verlangt.
(Nicola Campogrande, Mai 2015)
Zugleich dachte ich über die schiere klangliche Gewalt des Gefechts nach und über den Klang von Schusswaffen, der aus nächster Nähe bei modernen Waffen bis zu etwa 150 Dezibel erreichen kann. Diese Zahl als Titel zu verwenden erschien mir als ein treffender Bezugspunkt für die Ausführenden, da dieses Stück in seinen intensivsten dynamischen Passagen ein wirklich extremes Lautstärkeniveau verlangt.
(Nicola Campogrande, Mai 2015)