Drei Adagios mit Fugen für 2 Violen
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W. Schindlöcker
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Beschreibung:

  • Genre: Klassik
Wolfgang Schindlöcker entstammt einer Musikerfamilie, die - ursprünglich im belgischen Mons beheimatet - in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Wien gezogen war, wo er auch 1789 geboren wurde. Ersten Unterricht erhielt er von seinem Vater, der Geiger war. Bald lockte ihn aber das Virtuosentum seines Onkels Philipp, der in Wien ein hochangesehener Cellist war, zu diesem Instrument und in dessen Lehre. Als Fünzehnjähriger gab er selbst sein erstes öffentliches Konzert und wurde als Cellist an das Hoftheater verpflichtet. 1807 ging er nach Würzburg, als erster Cellist und Kammermusikus des Großherzogs Ferdinand III. von der Toscana. Auch als das Großherzogtum 1814 aufgelöst wurde, blieb Schindlöcker in Würzburg. Dort verliert sich seine Spur in den Dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Seine 'Trois Duos instructives pour deux Violoncelles' erschienen 1817 bei Johann Andre in Offenbach. Schindlöcker erweist sich mit ihnen als ein Nachfahre der berühmten Wiener Fugen-Tradition, dessen bekanntester Vertreter in späterer Zeit Johann Georg Albrechtsberger war. Obwohl mit pädagogischer Zielsetzung geschrieben, wie der Titel erkennen lässt, sind diese Stücke, die jeweils der Fuge eine langsame Einleitung voranstellen, durchaus auch von musikalischem Interesse und einer Neubelebung wert. Prof. Dr. Sawodny