Sine nomine
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Roland Falcinelli
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Beschreibung:

  • Seiten: 12
  • Erschienen: 02.05.2013
  • Dauer: 5:00
  • Maße: 210 x 297 mm
  • Gewicht: 55 g
  • Genre: Klassik, Klassische Musik der Moderne
  • Begleitung: Klavier
  • ISMN: 9790231807240
Das Manuskript von Sine nomine gibt als Datum der Fertigstellung an: "Paris, 24/2/1987". Die Umstände seiner Entstehung hätten eigentlich zu einem ganz anderen Ergebnis führen müssen als dem, was wir hier hören: Es sollte ein Partygeschenk für Michel Jourdain sein (den Organisator der Sommersession, die Rolande Falcinelli in Belley abhielt, sowie vieler ihrer Konzerte in Paris). Sie schenkte ihm das Stück zusammen mit einigen schwachen Scherzversen - tatsächlich ein Akrostichon auf dem Titel Sine nomine, um... das Fehlen eines Titels zu rechtfertigen! Man würde einen Scherz für ein Abendessen unter Freunden erwarten. Doch dann entdeckt man mit größter Überraschung eine dunkle, ja tragische Musik, die die pessimistischen und introvertierten Seiten einer Persönlichkeit enthüllt, die den materialistischen Rausch einer verfallenden Welt ablehnt. Die Komposition ist voll und ganz repräsentativ für ihren damaligen Stil: eine gequälte Harmonik, die sich nie auf heiteren Momenten ausruht. Das großzügige Cantabile der Bratsche erhebt sich in weiten Bögen aus dem geheimnisvollen Innersten, wo das Stück geboren wurde. Die Lyrik dieses vom Komponisten so geschätzten Instruments breitet sich aus, um über dem Chaos zu schweben.
Sine nomine wurde am 19. Dezember 1987 von der Komponistin selbst am Klavier zusammen mit dem amerikanischen Violonisten und Bratschisten Jason Meyer im Institut national des jeunes aveugles (Nationales Institut für junge Blinde) in Paris uraufgeführt. Rolande Falcinelli spielte bei dieser Gelegenheit auf einem Bösendorfer Imperial, einem Klavier, für das sie eine große Vorliebe hatte; es ist ein interessanter Hinweis auf die tiefen und tiefen Farben, die bei der Interpretation dieses Stückes erreicht werden sollen.
(Übersetzung Philippe Do)